Titelaufnahme

Titel
Carl Appel. Einordnung und Bewertung eines vielfältigen architektonischen Schaffens / Katharina Bauer
VerfasserBauer, Katharina
Begutachter / BegutachterinJäger-Klein, Caroline
Erschienen2015
Umfang197
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nachkiregsmoderne / Wiederaufbau / Architekturgeschichte / Industriebau
Schlagwörter (EN)Post-war Modernism / History of Architecture / Industrial Building
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-87144 Persistent Identifier (URN)
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Carl Appel. Einordnung und Bewertung eines vielfältigen architektonischen Schaffens [43.07 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Carl Appel war ein österreichischer Architekt, der überwiegend im Großraum Wien tätig war und hier vor allem in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg die Stadtlandschaft durch seine Wohn-, Büro- und Industriebauten bedeutend prägte. Obwohl er in verschiedenen Überblickswerken Erwähnung findet, so vermittelt allein seine selbst in Auftrag gegebene Biografie einen Eindruck über das vielfältige und umfangreiche Schaffen dieses Architekten. Heute, nur 17 Jahre nach Carl Appels Tod, ist nicht nur sein physischer Nachlass verschwunden, auch seine uns hinterlassenen Bauwerke verschwinden entweder real oder mit der Zeit in unserer Wahrnehmung. Ungesehen prägen diese Bauten, wie der Opernringhof, der Gewerbehof oder das Kaufhaus Neumann (heute "Steffl") auch heute noch maßgeblich das Wiener Stadtbild und vertreten gleichsam eine Ära, die einerseits durch ihre moderate Nüchternheit, andererseits durch den heute, aus verschiedenen Gründen, nicht mehr als zeitgemäß empfundenen Materialeinsatz in Verruf geraten ist. Durch Umbauten deformiert, durch versäumte Instandhaltungen degradiert oder sogar durch Abbruch vollständig ausgelöscht ist das Werk Carl Appels nur mehr teilweise wahrnehmbar. Seine Ideen, die persönliche Entwicklung in seinem Architekturschaffen und seinen starken Willen zu technischem Fortschritt offenzulegen und somit Akzeptanz und Wertschätzung für sein Bauschaffen und auch das Bauwesen seiner Zeit, der fünfziger bis siebziger Jahre, zu schaffen, ist das Ziel dieser Arbeit. Durch Einordnung in den zeitgeschichtlichen und architekturhistorischen Kontext soll zusätzlich ein Beitrag zur Aufarbeitung der Nachkriegsmoderne, mit Schwerpunkt Wien, geleistet werden. Dazu werden sowohl die Anknüpfungspunkte der Vorkriegszeit, die Architekturvorstellung der NS-Zeit, sowie die Anschauungen und Problemstellungen der Wiederaufbauära näher betrachtet, um eine fundierte Basis für die Analyse der Nachkriegstendenzen zu schaffen. Anhand der beschriebenen Untersuchungen soll der Stellenwert Appels in der österreichischen Architekturlandschaft des 20. Jahrhunderts erkannt und formuliert werden. Durch Begehungen ausgewählter Einzelobjekte können abschließend der aktuelle Zustand seiner Bauten und zu erwartende Entwicklungen kommentiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Carl Appel was an Austrian architect working in the Greater Vienna area, where he re-shaped the cityscape considerably after World War II with his domestic, office and industrial construction and design. Though mentioned in several compendia, only his self-commissioned biography provides an ample image on his diverse and extensive oeuvre. Today just 17 years after Carl Appel's death, his literary remains are lost and his work is almost completely disregarded, either through demolition or public neglect. Prominent buildings like the Opernringhof, Gewerbehof or Kaufhaus Neumann ("Steffl") that once defined the Vienna cityscape, now seem invisible to the public eye. They represent an era of moderate simplicity that fell into discredit mainly due to the use of now outdated materials. Distorted by structural alterations, demoted by lack of maintenance or even obliterated completely by demolition; what is left of Carl Appel's work today is only a shadow of its former self. The goal of my thesis is to present Appel's creative concepts, his evolution as an architect and firm will to drive technological progress. By doing so I will create an understanding and appreciation of not only his fading legacy but the architecture of the 1950s to the 1970s. By supporting my findings with contemporary as well as architecturally historical contexts, a contribution towards the re-evaluation of post-war Viennese architecture shall be made. Links to the pre-war period, the architectural agenda of the NS-System and the conceptions and issues surrounding the reconstruction era will also need to be examined. This will provide a consolidated basis for analysing the tendencies of post-war architecture. The results of these studies will determine Carl Appel-s significance for the Austrian architectonic landscape in the 20th Century. Finally the current condition of several buildings is assessed by visitations and thereon a prognosis of their future development will be given.