Titelaufnahme

Titel
Lernen von Favoriten : die vergessene Freiheit des gründerzeitlichen Gatters / von Dorian David Gustavson
VerfasserGustavson, Dorian David
Begutachter / BegutachterinRaith, Erich
ErschienenWien, 2015
Umfang90 Seiten : Illustrationen, Pläne
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Parallelt. [Übers. des Autors]: Learning from Favoriten
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wien / Gründerzeit / Stadtentwicklung
Schlagwörter (EN)Vienna / Gründerzeit / urban development
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-87129 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Lernen von Favoriten [11.34 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Favoriten, der zehnte Bezirk Wiens, gilt in der landläufigen Meinung als nicht sehr prestigeträchtig. Doch das "konstruktive Desinteresse", welches auf dem mehrheitlich gründerzeitlich geprägten Teilen des Bezirkes auf den ersten Blick liegt und sich nicht zuletzt auch im Bebauungsplan durch die weitgehende Abwesenheit von Schutzzonen manifestiert, führt an eben diesem spezifischen Ort zu einer Suche nach Antworten auf aktuelle Fragen im Spannungsfeld zwischen Architektur, Stadt- und Gesellschaftsentwicklung, mit der sich diese Arbeit befasst. Es herrscht dort also, zumindest was die Vorgabe zur Erhaltung des charakteristischen Stadtbildes anbelangt, sozusagen "urbanistisches Schweigen", eine potenzielle Tabula Rasa, großteils bestehend aus vor vielen Jahrzehnten gebauter Umwelt, die vermeintlich in sich austauschbar wäre. Und genau in diesem unwirtlichen Umfeld, sozusagen im Schatten der großen Projektentwicklungsinterventionen lässt sich meinem Verständnis nach in kleinem Maßstab die "Ursuppe" von Tendenzen der Gesellschafts- und Stadtentwicklung, sowie -erneuerung genau beobachten. Meine Absicht ist es, aufzuzeigen, welche Beobachtungen und Antworten sich in Favoriten auf aktuelle Fragestellungen in Bezug auf diese Themenfelder finden lassen. In dieser Arbeit wird zunächst anhand empirischer Beobachtung und Grundlagenforschung versucht eine möglichst greifbare Charakteristik von Favoriten zu modellieren. Anschließend wird der Kontext der Gesellschafts- und Stadtentwicklung, sowie der Stadterneuerung umrissen, in dem sich das untersuchte Gebiet derzeit befindet. In weiterer Folge wird untersucht, welche Entwicklungspotenziale auf der Makroebene, vom Stadtsystem bis zum Block und welche auf der Mikroebene, jener der Gebäude und Nutzer, die es bespielen vorhanden sind. Daraus wird geschlossen wo die Grenzen und wo die Anknüpfungspunkte der Spezifizität Favoritens im Bezug auf die Stadtentwicklung liegen.

Zusammenfassung (Englisch)

Vienna's tenth district Favoriten is not regarded as very prestigious according to popular belief. Still, the 'constructive disinterest' regarding its parts that have been raised in the typical manner of the period of promoterism, at first glance, manifested by the absence of protected zones in the development plan, lead to a quest for answers concerning current issues in architecture, urban and social development in this specific location in which this work is engaged. As far as conservation of a characteristic townscape is concerned, there is an urbanistic silence, a potential 'Tabula rasa', which mainly consists of a supposedly interchangeable environment that has been built decades ago. In this precise forbidding environment, overshadowed by larger project development interventions, the observation of a 'primordial ooze' of the tendencies of social and urban development and renewal is made possible. My intention is to emphasize the answers that can be found in Favoriten relating to these topics. First of all, an attempt to mold a tangible characteristic of Favoriten based upon empirical observations and basic research is made. Next, the context of social and urban development and renewal in which it is currently located, is outlined. Subsequently, its development potential is investigated first on the larger scale, ranging from the city system to the block, and then in a close-up on the buildings and users, that populate them. Concluding, the boundaries and links of the specitifity of Favoriten in terms of urban development are pointed out.