Titelaufnahme

Titel
Self-settlement in future Indian cities : a proactive incremental housing strategy complementing current formal planning practice / von Thomas Spindelberger
VerfasserSpindelberger, Thomas
Begutachter / BegutachterinTomaselli, Markus ; Rieper, Michael
ErschienenWien, 2016
Umfang227 Seiten : Illustrationen, Karten
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Masterarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in deutscher Sprache
Titelübersetzungdes Autors: Selbstbau in indischen Zukunftsstädten - Eine proaktive inkrementelle Bebauungsstrategie zur Ergänzung vorherrschender formeller Planungsmethoden
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Indien / DMIC / Dholera / Urbanisierung / Bevölkerungswachstum / städtische Armut / proaktive urbane Strategie / Selbstbau / Pol-Typologie
Schlagwörter (EN)India / DMIC / Dholera / urbanization / population growth / urban poverty / proactive urban strategy / incremental housing / self-settlement / Pol typology / informal armatures
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-86258 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Self-settlement in future Indian cities [74.55 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Wir schreiben das Jahr 2015. Indien hat 1.28 Milliarden Einwohner und befindet sich momentan in einer kritischen Umstellungsphase; die wirtschaftliche Liberalisierung und die damit einhergehende Umwandlung von einer Landwirtschafts- in eine Industrie- bzw. Dienstleistungsgesellschaft führt zu einer stark ausgeprägten Landflucht. Hinzu kommt ein immenser Bevölkerungszuwachs von ungefähr 400 Millionen Einwohnern bis zum Jahr 2050. Die urbane Bevölkerung wird sich bis dahin verdoppelt haben und der Bedarf an urbanem Wohnraum wird enorm sein. Als Reaktion darauf, lässt die Indische Regierung beispielsweise zur Zeit 24 Städte entlang der Achse zwischen Delhi und Mumbai entstehen. Doch selbst wenn es genug Wohnungen für all die Menschen, die in naher Zukunft in Indiens Städte ziehen werden, geben würde, wären diese für die unterste Bevölkerungsschicht niemals leistbar: 25% der Bevölkerung müssen mit US$1.25 pro Tag auskommen und gelten somit laut Weltbank als "extrem arm". Diese Bevölkerungsschicht besteht zu einem großen Teil aus Bauern die auf dem Land kein Auslangen mehr finden und deshalb gezwungen sind, auf der Suche nach Arbeit, in die Städte zu ziehen. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass dies unweigerlich die Entstehung von informellen Siedlungen, mit all ihren Problemen, zur Folge haben wird. Deshalb soll eine proaktive urbane Strategie entwickelt werden, die leistbaren Wohnraum für diejenigen schafft, für die der Markt keine Wohnmöglichkeiten bieten wird. Inspiriert vom Prinzip des Selbstbaus sollen in zukünftigen Reißbrettstädten Rahmenbedingungen geschaffen werden, in denen gezielt semi-informeller Wohnraum entstehen und kontrolliert zu einem lebenswerten und qualitativ hochwertigen Stadtquartier heranwachsen kann.

Zusammenfassung (Englisch)

We are in the year 2015. India has 1.28 billion inhabitants and is currently in a critical phase of change; the economic liberalization and the adjunctive transformation from an agrarian society into an industrial and service nation leads to a distinctive rural exodus. To make things worse, a total population growth of approximately 400 million is expected by 2050. Until then, the urban population will have doubled and the demand for urban living space will be enormous. To tackle this situation, the Indian government is planning for example the construction of 24 cities in the area between Delhi and Mumbai. However, even if there was enough living space for all the people who will move to future Indian cities, it would not be affordable for the lowest 25% of the population, who are considered 'extremely poor' by the World Bank and have to get along with only US$1.25 per day. This population stratum consists largely of farmers, who cannot survive with their income anymore and are forced to migrate to the cities in search for jobs. History has shown us, that the inevitable result of this will be the formation of urban informal settlements with all their problems and consequences. Therefore, a proactive urban strategy shall be developed, in order to create affordable living space for those, for whom the market will not provide any housing. Inspired by the principle of self-settlement, framework conditions shall be introduced for future new towns, in which specifically semi-informal living space can emerge and grow up to a liveable and valuable urban quarter in a regulated and guided manner.