Titelaufnahme

Titel
Die Jahrhunderthalle in Breslau - Geschichte und Instandsetzung einer 100 Jahre alten Ikone des Stahlbetonbaus / von Patryk Filipczak
VerfasserFilipczak, Patryk
Begutachter / BegutachterinKollegger, Johann
ErschienenWien, 2015
UmfangXV, 161 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2015
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Parallelt. [Übers. des Autors]: The Centennial Hall in Wroclaw - History and Refurbishment of a 100 Year Old Icon in Reinforced Concrete Construction
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Jahrhunderthalle in Breslau
Schlagwörter (EN)Centennial Hall in Wroclaw
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-85876 Persistent Identifier (URN)
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Die Jahrhunderthalle in Breslau - Geschichte und Instandsetzung einer 100 Jahre alten Ikone des Stahlbetonbaus [14.02 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Jahrhunderthalle in Wrocaw ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und gilt als wichtiger Wegbereiter des Modernismus. Errichtet im Jahr 1912 nach den Entwürfen Max Bergs, verkörpert das Weltkulturerbe mit seiner imposanten Konstruktion die revolutionären Entwicklungen auf dem Gebiet des Stahlbetonbaus im frühen 20. Jahrhundert. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts befand sich die Jahrhunderthalle angesichts einer jahrzehntelang vernachlässigten Instandhaltung in einem dringend sanierungsbedürftigen Zustand. Eine Bauzustandsanalyse ergab, dass die dokumentierten Schäden charakteristisch für historische Stahlbetonbauwerke jener Zeit sind und vorwiegend nur einen ästhetischen Makel darstellen. Festgestellt wurde aber insbesondere auch die Notwendigkeit der Absicherung des Zugrings der Rippenkuppel - eines der konstruktiven Schlüsselelemente des Bauwerks. Von März 2009 bis September 2011 wurde die erste umfassende Instandsetzung und Modernisierung der Jahrhunderthalle seit ihrer Errichtung durchgeführt. Die Finanzierung des Vorhabens erfolgte zu einem großen Teil aus Mitteln der Europäischen Union. Ziel der vorliegenden Arbeit ist einerseits, die Bedeutung der Jahrhunderthalle als Pionierleistung des frühen Stahlbetonbaus aufzuzeigen, andererseits den Bauwerkszustand nach knapp einhundertjähriger Nutzung und die Instandsetzungsmaßnahmen zusammenfassend zu dokumentieren. Folglich ist die Arbeit in drei Themenbereiche geteilt. Teil I behandelt die architektonischen und konstruktiven Aspekte der Jahrhunderthalle. Im historischen Kontext ihrer Entstehungszeit werden die Entwicklung des Bauprojekts sowie die Bauausführung beschrieben und der damalige Wissensstand im Stahlbetonbau erörtert. Im Teil II werden, basierend auf der 2007 bis 2008 durchgeführten Bauzustandsanalyse, die charakteristischen Schäden der Jahrhunderthalle und ihre Ursachen, die Ergebnisse der Baustoff-untersuchungen sowie die wesentlichen Erkenntnisse und Empfehlungen des Gutachters zusammenfassend dargestellt. Teil III umfasst die Dokumentation der Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen der Jahre 2009 bis 2011. Einbezogen werden hierfür die Ausführungsplanungen und Ausführungsdokumentationen, wissenschaftliche Publikationen sowie eine Recherche vor Ort während der Instandsetzung der Fassade und der Absicherung des Zugrings. Im Fazit werden die ausgeführten Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen international anerkannten Grundsätzen der Denkmalpflege gegenübergestellt. Dabei werden Unstimmigkeiten hinsichtlich ausgeführter Reparaturen der Fassade im Vergleich zu Verfahren der behutsamen Instandsetzung historisch wertvoller Betonbauten nach aktuellem Stand der Technik aufgezeigt. Dies betrifft vor allem die Verwendung von konventionellen Reparaturmörteln und Lasuranstrichen auf Sol-Silikatbasis.

Zusammenfassung (Englisch)

The Centennial Hall in Wrocaw is an important masterpiece of structural engineering which is regarded as a pioneering architectural project of the Modernist movement. The UNESCO world heritage site was built in 1912, according to the designs of the German architect Max Berg. With its imposing structure it embodies the revolutionary developments in the field of concrete construction in the early 20th century. At the beginning of the 21st century following a period of decades lacking proper maintenance the Centennial Hall was in urgent need of modernization. A building condition analysis showed that the discovered damage was characteristic for historical reinforced concrete structures of this period and predominantly represented an aesthetic blemish of the building. Furthermore, the necessity of securing the ribbed dome's tension ring-beam was identified - one of the key elements of the buildings structural design. From March 2009 to September 2011 the first complete renovation and modernization of the Centennial Hall took place since its construction. The project was largely financed by European Union funds. The aim of this scientific work is both to demonstrate the importance of the Centennial Hall as a pioneering achievement of early history of reinforced concrete structures, as well as to document the buildings condition after almost one hundred years of use and the conducted fundamental refurbishment. Hence the thesis is divided into three parts: Part I comprises the architectural and structural aspects of the Centennial Hall. In consideration of the historical context the development of the construction project and the construction are described and discussed in regards to the former state of the art in reinforced concrete construction. Based on the building condition assessment carried out in 2007 and 2008, part II documents the characteristic damage of the Centennial Hall and its causes as well as the results of the construction material analysis and summarized expert recommendations. Part III covers the documentation of maintenance and modernization measures conducted from 2009 to 2011. Included are construction documents and design documentation, research data from journals and personal on-site research information gathered during the repair of the facade and the securing of the tension ring-beam. In conclusion, the maintenance and modernization measures are compared with internationally acknowledged principles of historic preservation. This evaluation points out differences between the performed repairs of the facade in contrast to state of the art methods of gentle concrete restoration of historically valuable buildings. This concerns mainly the use of standard repair mortars and glaze coatings based on sol-silicate.