Titelaufnahme

Titel
Sonderflächenwidmungen im Tiroler Raumordnungssystem : Analyse, bundesweiter Vergleich und Identifikation von Handlungsfeldern / von Teresa Schwaninger
VerfasserSchwaninger, Teresa
Begutachter / BegutachterinKanonier, Arthur
Erschienen2015
Umfang140 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Raumordnung / Raumplanung / Tirol / Österreich / Flächenwidmung / Sonderwidmungen
Schlagwörter (EN)spatial planning / Tyrol / Austria / land-use planning / special site designations
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-85816 Persistent Identifier (URN)
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Sonderflächenwidmungen im Tiroler Raumordnungssystem [5.78 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Sonderwidmungen erfreuen sich großer Beliebtheit in der österreichischen Widmungslandschaft. Die Zahl dieser Widmungen, aber auch die Differenzierung und der Detailierungsgrad nehmen zu. Dies wird im Rahmen dieser Arbeit am Beispiel von Tirol im Detail aufgezeigt, wo bereits über ein Drittel der Landesfläche, die nicht als Freiland gewidmet ist, eine Sonderwidmung aufweist. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen ermöglichen vielfältige und variantenreiche Verwendungszwecke, die den generell-abstrakten Charakter des Flächenwidmungsplanes übertreffen und dessen Komplexität erheblich steigern. Nachgelagerten Rechtsbereichen wird zudem potentiell vorgegriffen. Verwendungszwecke wie "Einrichtung zur Nachsorge und Therapie - mit Ausnahme Drogenkranker", "Relaxgarten", "Umgebungswald", "Wohlfühlhotel", "Eseltherapiestall" oder "Kiosk mit Lottoannahmestelle" gehen über die räumlich-funktionelle Gliederung des Gemeindegebietes hinaus und sind bezüglich ihrer Rechtswirkung zu hinterfragen. Um die Thematik umfassend zu beleuchten, findet neben einer praktischen, auch eine theoretische Auseinandersetzung mit Sonderwidmungen statt. Dabei werden unter anderem die allgemeinen Charakteristika und funktionellen Besonderheiten dieser Widmungsart herausgearbeitet. Zudem bietet die Studie einen Überblick über die unterschiedlichen Systematiken bezüglich Sonderwidmungen, die in den einzelnen Bundesländern Österreichs angewandt werden. Es ergeben sich erhebliche Unterschiede, sowohl bei den Begrifflichkeiten und bei den Kriterien, als auch bei den Inhalten und bei der formellen Einordnung. So spricht man etwa in Vorarlberg von "Sondergebieten", die der Kategorie der Freiflächen zuzuordnen sind, während in Salzburg die "Sonderfläche" als Baulandwidmungskategorie Anwendung findet. All diese Befunde werden in weiterer Folge einer kritischen Betrachtung unterzogen und münden in der Erarbeitung möglicher Handlungsfelder für die Tiroler Raumordnung.

Zusammenfassung (Englisch)

Special site designations are continuously gaining ground in Austrian land-use planning. The number of these designations, as well as the level of differentiation and the level of detail, are increasing. This will be demonstrated in detail on the example of the Tyrolean system of land-use planning. There, already over one third of land surface (except "Freiland"-designations) is classified with special site designations. The legal framework enables various and multi-variant land-uses, which exceed the general and abstract nature of the land-use plan and increase its complexity considerably. In addition, decisions of downstream legal areas could be anticipated. Land-uses like "Institution for aftercare and therapy - except for drug addicts", "Relax garden", "Surrounding forrest", "Feel-good-hotel", "donkeytherapy-stable" or "kiosk with lottery outlet" go beyond the spatial-functional zoning of the municipal area and are questionable regarding their legal effects. A comprehensive approach is chosen in this study, which includes analysis on the current practical implementation of special site designations as well as theoretical discussion on the topic. General characteristics and functional specifics of special site designations are illustrated. Furthermore, a state-wide comparison of land-use planning in connection with special site designations is carried out. This analysis reveals vast differences between the federal systems concerning notations and criteria as well as content and formal integration. In Vorarlberg, as an example, special site designations are called "Sondergebiete", and are intergrated in the "Freiflächen"-category, where as in Salzburg special site designations are called "Sonderflächen" and are integrated in the "Bauland"-category. All these findings will be critically discussed and contribute to the downstream aim of defining possible fields of action concerning special site designation in Tyrolean land-use planning.