Titelaufnahme

Titel
Orient und Okzident - der Mudéjar-Stil als transzendenter Ausdruck islamisch-christlicher Baukunst / von Selman Topal
VerfasserTopal, Selman
Begutachter / BegutachterinLehner, Erich
Erschienen2015
UmfangIII, 134 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Mudéjar-Stil / Spanien / Córdoba
Schlagwörter (EN)Mudejar style / Spain / Córdoba
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-84525 Persistent Identifier (URN)
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Orient und Okzident - der Mudéjar-Stil als transzendenter Ausdruck islamisch-christlicher Baukunst [24.09 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit behandelt die Architektur Spaniens im Zeitalter der Romanik unter besonderer Berücksichtigung der Bautypen Moschee und Basilika. Die zentralen Bauwerke sind die Große Moschee in Córdoba und die religiösen Bauwerke der Mudéjar-Architektur. Die iberische Halbinsel wurde im 8. Jahrhundert nach Christus von islamischen Eroberern eingenommen. Über drei Jahrhunderte wurde das Land islamisiert. Die neuen Herrscher erhoben die Stadt Córdoba zum politischen und religiösen Zentrum. Sie ließen an der Stelle der byzantinischen Kirche eine Moschee errichten. Dieses Bauwerk wurde kontinuierlich vergrößert und zählte zu den bedeutendsten Bauwerken der Epoche um 1 000 n. Chr. . In der Folgezeit kam es zur Rückeroberung Spaniens. Das Land zerfiel in kleine Stadtstaaten. Unter der neuen Herrschaft wurden die verbliebenen Muslime als Gestalter der profanen und sakralen Bauwerke beschäftigt. Die Mudéjar-Architektur blieb bislang weitgehend unbearbeitet. Die Frage nach architektonischer Kontinuität unter sich wandelnden gesellschaftlichen Verhältnissen sollte beantwortet werden. Die vorliegende Arbeit fokussierte die zentralen Bauformen islamischer Baukunst. Hierzu zählen: der Hufeisenbogen, der Flechtornament, das Minarett und die Holzdecke. Die untersuchten sakralen Bauwerke zeigten eine Verbindung von christlichen und islamischen Bauformen. Die äußere Form der Basilika und die innere Gliederung in Haupt- und Seitenschiff waren offensichtlich vorherrschend und die Innenausstattung, der bauplastische Schmuck an den Fassaden und Kirchtürme aber auch der Einsatz von Bogenformen am Außenbau und im Innenraum zeigen islamische Elemente. Somit kann nicht von einer Hierarchie der Bauformen gesprochen werden. Trotz des Sonderstatus der in Spanien verbliebenen Muslime, wurden die entwickelten Formen bei den hier analysierten Bauten als gleichrangig erachtet. Für die untersuchten Bauwerke liegen keine einheitlichen Planungen vor. Die Bauwerke entstanden teilweise über mehrere Jahrhunderte und der Wechsel der Baumeister und Handwerker erschweren die architekturhistorische Bewertung. Darüber hinaus liegen kaum schriftliche Quellen vor und nur wenige archäologische Befunde dokumentieren die historische Baugeschichte. Diese und weitere Faktoren, wie Umbauten im 19. und 20. Jahrhundert, lokale Forschungsliteratur und die besondere Situation der iberischen Halbinsel als einziges westeuropäisches Gebote mit islamischer Tradition und Kultur im Mittelalter, lässt Forschungsfragen unbeantwortet. Die vorliegende Arbeit hat herausgearbeitet, inwieweit die wechselvolle Geschichte Einfluss auf die Architektur genommen hat und sich im Stil der Mudéjar ausdrückte.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis discusses the architecture of Spain in the Romanesque period with special emphasis on building types Mosque and Basilica. The main buildings are the Great Mosque in Córdoba and religious buildings of Mudéjar-Architecture. The Iberian Peninsula was conquered by Muslim conquerors in the 8th century. Over three centuries, the country was under Islamic rule. The new rulers brought the city of Córdoba for political and religious center. At the site of the Byzantine church was erected a mosque. This structure was continuously enlarged and was one of the most important buildings of the era around 1000 A. D.. In the following years it came to the reconquest of Spain. The country was divided into small city-states. Under the new rule, the remaining Muslims were employed as a designer of civil and religious buildings. The Mudéjar-Architecture so far remained largely unprocessed. The discussion of architectural continuity under changing social conditions should to be answered. The present study focused on the central types and components of Islamic architecture. These include: the horseshoe arch, the ornament, the minaret and the wooden ceiling. The examined sacred buildings showed a combination of Christian and Islamic designs. The outer shape of the basilica and the internal division into main and side aisle were obviously prevalent and the interior, the sculptural adornments on the facade and bell towers but also the use of different arcs shapes on the exterior and in the interior show Islamic elements. There was no discernible hierarchy in the designs. Despite the special status of the remaining Muslims in Spain, in the analyzed buildings here which developed forms were used as coequal. For the studied buildings are no uniform planning. The buildings were partly built over several centuries and change of master builders and craftsmen complicate Architecture Historic Review. Moreover, there are hardly any written sources and archaeological findings document the few historic building history. These and other factors such as modifications in the 19th and 20th centuries, local research literature and the particular situation of the Iberian Peninsula is the only Western European bids with Islamic tradition and culture in the Middle Ages, can research questions unanswered. The present study has identified how the changing cultural, social and religious history has influenced the architecture in the period between middle ages and modern times and expressed in the style of the Mudéjar- Architecture. The Mudéjar-Architecture has no comparisons in Europe and must be recognized as an independent fragile style.