Titelaufnahme

Titel
Das lebendige Haus / von Boris Margeta
VerfasserMargeta, Boris
Begutachter / BegutachterinBerthold, Manfred
ErschienenWien, 2016
Umfang124 Seiten : Illustrationen
HochschulschriftTechnische Universität Wien, Diplomarbeit, 2016
Anmerkung
Zusammenfassung in englischer Sprache
Titelübersetzung des Autors: The growing house
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Architektonischer Entwurf
Schlagwörter (EN)architectural design
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-83851 Persistent Identifier (URN)
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Das lebendige Haus [11.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das lebendige Haus. Der Raum, den die Natur pflegt ist, emotional, ein wahrlich überladener. Die Wälder, Wiesen und Berge strahlen in einer gesonderten Aura, welche in den Werken unseres alltäglichen Lebens kaum spürbar ist. Doch geschieht hier alles so still, so langsam, so scheinbar perfekt - man spürt kaum, wie die Natur arbeitet. Es ist die Vollendung einer Selbstorganisation, die wir Menschen wohl schwer erreichen werden. Diese Natur ist viel älter als die Menschheit selbst - sie ist uns sehr bekannt und doch so unerforscht. Dem Ziel folgend, die Welt zu verstehen, sind wir Menschen zu großartigen Dingen im Stande, doch können wir mit den Reaktionen unserer Werke wohl nur bedingt umgehen. Diese Arbeit versteht sich nicht als - Die Antwort - auf die zeitgenössischen Probleme der Kunststoffproduktion, Plastikrecycling oder Treibhauseffektminderung. Mehr ist sie eine alternative Möglichkeit. Eine Möglichkeit die ironischer Weise doch so einfach ist, gleichzeitig aber so unerforscht, gar fremd. Ich werde Sie nun durch meine Abschlussarbeit führen, wo ich mir die Frage stelle - wie lebt es sich in und mit der Natur? Wie würde eine natürliche, lebendige Behausung aussehen? Wie würde diese funktionieren? Vor allem, in welcher Beziehung steht der Konsument zu seinem lebendigen Haus, wie geht man damit um? Diesen emotionalen Kontext, dieses Bewusstsein um die Materie empfinde ich als die Essenz meiner Arbeit. Mein Konzept handelt von einer wachsenden Architektur, in der der Mensch nur bedingt, aber durch gezielte Prozesse, eingreift. Das heißt, man soll hier kein Kunstobjekt schaffen, wo das Publikum über pompöse und festliche Formen staunt, also Formen die das Material bis aufs Äußerste zwingen. Einerseits macht diese Herangehensweise das Konzept um einiges schlüssiger, gleichzeitig unterstützt diese, architektonisch eher durchdachte Methodik, die brillanten Regeln, die die Natur vorgibt. Wie genau das geschieht, werden Sie in dieser Publikation erfahren. Als erstes werden, nach einer kurzen Einführung in die Sichtweise einer lebendigen Behausung, die Medien, die als Baumaterial in Frage kommen analysiert und im Labor untersucht. Mir geht es hierbei in erster Linie um die Einfachheit der Idee - alles geschieht scheinbar von selbst. Die Natur wächst und breitet sich weiter aus. Wir kommen nur als Dirigent ins Spiel. Demgemäß ändert sich die Rolle des Architekten, Hannes Meyer lässt grüßen. Der entscheidende Faktor, den Sie sich sicher selbst vorstellen können ist - die Zeit. Ich werde versuchen, anhand bereits existierender Projekte einiger Gärtenmeister und Botaniker, dieses Zeitphänomen so nah an die Architektur zu bringen, wie es nur geht. Was sind die Vorteile einer Bauphase von mehreren Jahren, im Vergleich zu den Nachteilen? Alle Erfahrungen und Regeln dieser Bauweise fließen in das Entwurfsprojekt ein - eine utopische pavillonartige Anlage soll entstehen. Diese beherbergt thermische, geschlossene Schlafeinheiten, Nasszellen, Versammlungszonen und Ausblickplattformen. Ich versuche neben dem Kernpunkt des Themas, auch eine architektonisch attraktive Palette an diversen räumlichen Möglichkeiten anzubieten. Diese Formensprache, die das Resultat meiner Ausbildung ist, wird weiterhin gepflegt und geformt - wie das Ergebnis meiner Abschlussarbeit. Dieses Projekt lebt und wächst immer weiter. Einen herkömmlichen Bauschluss und Übergabe wird es nicht geben.

Zusammenfassung (Englisch)

The growing house The entire space occupied by nature is truly charged emotionally. The forests, meadows and mountains glimmer in a special aura which is barely noticeable in the projects of our everyday lives. Here in nature, everything is done so quietly, so slowly, so apparently perfect - you can hardly grasp how nature works. It is the completion of a self-organization which is difficult for humans to achieve. Nature is way older than humanity itself - for us it`s familiar and yet at the same time, so unexplored. We as humans are able to invent and discover great things but we are unable to handle the consequences. This project is not trying to be -The answer- to our contemporary issues such as the production of plastics, recycling or global warming. It is an alternative way. A possibility, which is ironically so easy but at the same time so unexplored, even unfamiliar. I will lead you through my master thesis where I ask myself the question - how it is to live in and with nature? What would a natural, living dwelling look like? How would this work out? Above all, what feelings are to be dealt with by the consumer to his living house? This emotional context, this awareness of the matter is the essence of the project to me. My concept centers around growing architecture where human beings only have limited intervention, but through targeted processes. In other words, Artwork should not be provided, where the audience is amazed about the pompous shapes and forms that force the material to the utmost. On one hand, this approach makes the concept a lot more conclusive, at the same time this architecturally sparing methodology supports the brilliant rules that dictate the nature. How exactly this happens, you will find out in this publication. After a brief introduction to the vision of vital housing, the medium of building matter will be analyzed and examined in the laboratory. I am targeting the simplicity of nature. Everything in nature happens by itself; it grows, lives and continues to spread. We are only a conductor in this production. Thus changes the role of the architects, Hannes Meyer greets on that one. The crucial factor that you can imagine by yourself is time. I`ll try to bring this time phenomenon as close to architecture as it gets, basing it on existing projects by gardeners and herbalists. What are the benefits of construction periods of several years compared to the disadvantages? All experiences and rules of construction tiles into the project - a utopian pavilion-like plant will be cultivated. The project will include enclosed sleeping and sanitary units as well as meeting areas and outlook platforms. I will attempt to resolve the crux of the concept by offering a range of attractive and spatially diverse possibilities. This design, which is the result of my education will continue to grow and be shaped as the result of my project. This project is alive and continues to grow. A conventional construction phase ending and takeover from the investor will not happen that way.