Titelaufnahme

Titel
Analyse der Stand-by Verluste von Elektrogeräten / von Daniel Dickert
VerfasserDickert, Daniel
Begutachter / BegutachterinHaas, Reinhard
Erschienen2015
UmfangVIII, 130 Bl. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Stand-by-Verbrauch / Elektrogeräte / Stromverbrauch / Stand-by-Verluste / EU-Verordnungen
Schlagwörter (EN)Stand-by consumption / electrical appliances / power consumption / loos of standby / EU regulations
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-83718 Persistent Identifier (URN)
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Analyse der Stand-by Verluste von Elektrogeräten [1.58 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Stromverbrauch steigt in Österreich kontinuierlich an. Es werden im Jahr 2010 4% des Stroms in Privathaushalten durch Stand-by-Verbrauch verschwendet. Die Europäische Union hat dieses Problem bereits erkannt und Verordnungen erlassen, die den Stand-by-Verbrauch von Elektrogeräten einschränken sollen. Zum Teil sind diese Verordnungen bereits in Kraft, zum anderen sollen sie erst in Kraft treten. In dieser Diplomarbeit wird der Stand-by-Verbrauch für verschiedene technische Geräte in Haushalten und Bürogebäuden durch Messungen analysiert. Darauf basierend wurde ein Computermodell für die Jahre von 2005 bis 2030 entworfen. Die Ermittlung des Gerätebestandes und die Analyse des Benutzerverhaltens wurden mit Hilfe der Statistik Austria und dem statistischen Bundesamt vorgenommen. Das Modellszenario für unterschiedliche Geräte basiert auf den jeweiligen Verkaufszahlen. Hierzu wurden teilweise Daten aus Deutschland auf Österreich übertragen, da sie hier teilweise nicht verfügbar sind. Der genaue Gerätebestand in den Haushalten wurde mit Hilfe der Lebensdauer für die einzelnen Geräte berechnet. Es wurden zwei Szenarien im Modell analysiert und berechnet - ein Trendszenario und ein positives Extremszenario. Der Stand-by-Verbrauch für die Unterhaltselektronik nimmt bei beiden Szenarien dank der EU-Verordnungen sehr stark ab - im Modell zeigt sich ein sehr geringer, konstanter Stand-by-Verbrauch ab dem Jahr 2020. Bei Kaffeemaschinen in Haushalten und im Bürobereich stellt sich erst im Jahr 2025 ein deutlich geringerer Stand-by-Verbrauch ein, da die EU-Verordnungen in diesem Bereich erst mit 2015 verabschiedet wurden. Bei Küchengeräten im Haushalt, aufgrund der langen Lebensdauer, stellt sich ebenfalls erst ab 2025 ein deutlich verminderter Stand-by-Verbrauch ein. Im Trendszenario bei WLAN Routern im Haushaltsbereich ist noch sehr viel Einsparungspotential zu erkennen. Die Europäische Union muss in diesem Bereich darauf drängen, den Stand-by-Verbrauch zukünftig zu minimieren - eine Möglichkeit zeigt das positive Extremszenario, wie zum Beispiel das Begrenzen der zeitlichen Aktivierung der WLAN Funktion. Bürogeräte unterliegen keiner EU-Verordnung. Es gibt aber freiwillige Richtlinien der Industrie, die erwarten lassen, dass der Stand-by-Verbrauch von nicht regulierten Geräten, wie z.B. Laserdruckern, der derzeit noch sehr hoch ist, minimiert werden kann. Der Stand-by-Verbrauch ist bei vielen Geräten bereits sehr gering, die EU-Verordnungen müssen allerdings auf neue Produkte laufend angepasst werden, damit hier auch für die Zukunft der Stand-by-Verbrauch reduziert werden kann.

Zusammenfassung (Englisch)

Power consumption in Austria increases continually. In 2010, 4% of electricity is wasted by stand-by consumption in private households. The European Union has recognized this problem and passed regulations aimed at reducing the stand-by consumption of electric appliances. Some of these regulations are already in force, others are still to take effect. In this thesis, measurements of the stand-by consumption of different technical appliances in households and office buildings were analyzed. Based on these measurements, a computer model was designed for the years from 2005 to 2030. The number of appliances in use was assessed with the help of Statistics Austria and the German Office of Statistics. The model scenario for the different appliances is based on the respective sales figures. Where they were not available for Austria, data from Germany were used. The number of appliances in use was computed based on the lifetime of the different devices. Two scenarios were analyzed and calculated in the model - a trend scenario and a positive extreme scenario. In both scenarios, the stand-by consumption for consumer electronics decreases significantly thanks to the EU regulations - the model shows a very low, constant stand-by consumption from 2020 onward. With coffee machines in households and offices, a significantly lower stand-by consumption is discernable only in 2025, since the EU regulations in this area came into effect only in 2015. With kitchen appliances in households, which have a long life span, a considerably reduced stand-by consumption can also be seen only from 2025. In the trend scenario for WLAN routers in households, a great potential for savings can still be discerned. In this area, the European Union must urge for a future reduction of the stand-by consumption. One possibility to achieve this is shown in the positive extreme scenario, by limiting the time of activation of the WLAN function. Office equipment is not subject to any EU regulation. However, there are voluntary industry guidances available, suggesting that the stand-by consumption of non-regulated devices, such as laser printers, which is still high, can be minimized. With many devices, the stand-by consumption is already very low, however, the EU regulations need to be adapted constantly to new products, ensuring that it will be reduced also in the future.