Titelaufnahme

Titel
Wohnen in minimalem Volumen und maximalem Raum : [über die Konstruktion der Wohnung als Festung für Privatheit und Familie. Entwurf eines gemeinschaftlichen Wohngebäudes ausgehend von der Neubestimmung von privatem und öffentlichem Leben im Wohnraum] / von Thomas Rögelsperger
VerfasserRögelsperger, Thomas
Begutachter / BegutachterinBrüllmann, Kuno
Erschienen2015
Umfang93 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wohnbau / Hybridgebäude / Vernetzung / Gemeinschaft / Öffentlichkeit / Privatheit / Kommunikation /
Schlagwörter (EN)residential / hybrid / network / community / public / private / communication /
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-82477 Persistent Identifier (URN)
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Wohnen in minimalem Volumen und maximalem Raum [24.22 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Thema dieser Arbeit ist der Entwurf eines Wohn,-Arbeits-und Veranstaltungsgebäudes in einer Baulücke in Wien, Ottakring. Das Gebäude ist ein Gegenentwurf zur Trennung von Arbeit und Wohnen, sowie zu den Wohnparzellen der Kernfamilien und Singlehaushalte, welche sich wie private Festungen voneinander und vom Straßenraum isolieren. Die Folge dieser Isolation ist ökonomisch sowie sozial fatal: Die verschlossenen, monofunktionalen Wohnhäuser lassen die Stadt veröden und ihre Straßen zu reinen Transportwegen verkommen. Nachbarschaft passiert nur mehr als Formalität im Grundbuch. Menschen arbeiten von Montag bis Freitag weit weg vom Wohnort, um einen großen Teil ihres Gehaltes für eigene elektronische Geräte, Möbel, Kleidung und Autos auszugeben. Das Leben im "trauten Eigenheim" wird in dem vorliegenden Entwurf durch kollektive und gemeinschaftliche Arbeits-Wohnräume ersetzt. Die geschlossene Fassade wird durchbrochen und ein tiefer Einblick in das gesamte Gebäude gewährt. In der Nacht erleuchten die transluzenten Wände die Straße vor dem Gebäude. Statt nach Funktionen (Wohnen) wird der Raum nach architektonischen Qualitäten wie Licht, Luft, Freiraum, Geborgenheit, Sichtschutz, Transparenz, Wärme und Akustik entworfen. Das Haus überragt die Nachbargebäude um etwa 7m, um neben Wohnen auch Arbeit und Öffentlichkeit genügend Platz zu bieten. Eine dem Straßenraum angegliederte Gallerie dient als Schwelle zwischen Privat und Öffentlich und als Präsentationsfläche für die im Haus Arbeitenden. Statt einer platzaufwändigen und teuren Garage für Autos gibt es eine Fahrradgarage. Der gewonnene Raum wird für einen großzügigen Mehrzweckbereich mit mobiler Bühne, Backstagebereich, Werkstatt und Bar verwendet, der von BewohnerInnen, wie von Haus-Externen benutzt werden kann - Das Dach ist ein gemeinschafltiches Gewächshaus, eine Dachterrasse und eine Sauna. Das Gebäude schafft Dichte, indem es Platz für eine große Vielfalt an Funktionen schafft. Die kompakte und transparente Bauweise ist eine Möglichkeit luxuriös voluminöse Räume leistbar zu machen.

Zusammenfassung (Englisch)

Isolation and segregation roam the empty streets in grey residential areas, populate supermarkets and Facebook. Our streets have been reduced to tunnels, merely serving as a way of transportation. Haussmann era city planning quelled the communication between private strongholds and public space. Modernist concepts like Le Corbusier's Radiant City or Ebenezer Howard's Garden City further stripped public spaces of their liveliness. This project aims at reanimating a rather monotone side street suffering from its lack of diversity. It introduces a novel mixed use building concept for a typical viennese Gründerzeit block. The building volume occupies 100 percent of the plot and is also higher than its surrounding objects. But instead of completely filling the volume with apartments, a big gap, enlosed by a glas facade, is left in the Blockrand. More daylight reaches the street and pedestrians are allowed to look through the entire building. The gap becomes a threshold space which starkly clashes with the surrounding monofunctional buildings whose rampart-like facades demarcate between public and private spaces.The street facade can be entirely opened. As a continuation of the street, a public living room stretches over the full length of the plot. It stimulates chance encounters by providing a big space for different activities to happen in parallel. Just as sailing boats at sea the design links small protected spaces with an enormously vast and open space. A series of bridges for private use, some exposed and airy, others more protected, cross the gap. Each bridge is connected to a tower that accomodates intimate closed spaces for withdrawal from external acoustic and visual factors. The bridges connect the towers with a 3 meters thin scaffolding, containing the staircases and elevators as well as washing and cooking possibilities. One's living environment is not restricted to a single part of the building, but can rather spread over the entire structure by connecting spaces on different levels. Two spectacular roof top terraces and a roof top sauna for the community Rather than leaving the matter up to commerce and politics, this project entitles residents to include the street into their living and working life and offers threshold spaces for casual public and community life. It offers different degrees of privacy in radically exposed or protected spaces that make luxurious living space affordable.