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Title
Architektur und Psychiatrie : der Einfluss der Architektur auf die Stigmatisierung psychiatrischer Anstalten / Steve Stiglmayr
AuthorStiglmayr, Steve
CensorHauser, Sigrid
Published2015
DescriptionXIX, 212 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Annotation
Titelübersetzung des Autors: Architecture and psychiatry
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Architektur / Psychiatrie
Keywords (EN)Architecture / psychiatry
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-80351 Persistent Identifier (URN)
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Architektur und Psychiatrie [15.72 mb]
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Abstract (German)

Die Psychiatrie, ein Teilgebiet der modernen Medizin und nicht weniger wichtig als andere medizinische Fachgebiete, leidet schon seit jeher unter Ausgrenzung und wird assoziiert mit Angst, Gewalt und Unheilbarkeit - ein Stigma unter dem Patienten, aber auch deren Angehörige immer wieder zu leiden haben. Doch nicht nur psychisch kranke Personen selbst werden mit einem Stigma belegt, auch die entsprechenden Einrichtung rufen häufig negative Assoziationen in der Bevölkerung hervor. Diese negativen Assoziationen gegenüber psychiatrischen Heileinrichtungen führen bei Patienten nicht selten zu einer ablehnenden Haltung stationären Aufenthalten gegenüber. Diese Arbeit unternimmt den Versuch dieses Stigma, innerhalb der Möglichkeiten die die Architektur bietet zu entschärfen und positive Impulse aufzuzeigen. Im Vordergrund steht die Frage: Wie kann die Architektur einer Stigmatisierung der Psychiatrie entgegen wirken? Anhand einer Darstellung der historischen Entwicklung, bei der auch der Umgang mit den psychisch Erkrankten in den jeweiligen Epochen betrachtet wird, wird die architektonische Veränderung der psychiatrischen Kliniken im Laufe der Zeit untersucht. Desweiteren werden die Bedürfnisse der Patienten, die einen direkten Einfluss auf die planerische Gestaltung des Entwurfs haben, aufgrund einer kurzen Beschreibung der häufigsten psychiatrischen Krankheitsbilder in stationären Einrichtungen, beleuchtet. Eine Vielzahl an planerischen Anforderungen, Methoden und Instrumenten der Gestaltung erfassen und vermitteln die Komplexität hinter einer psychiatrischen Einrichtung. Es scheint notwendig, sich bei der Planung einer psychiatrischen Klinik von planerischen Grundlagen allgemeiner Kliniken teilweise zu lösen um die Anforderungen, die an eine moderne psychiatrische Einrichtung gestellt werden, nachzukommen. Das Ziel dieser Arbeit ist es, neue Prozesse und Denkweisen im Bezug auf die Gestaltung einer Klink anzuregen und dadurch das Bewusstsein und die Wahrnehmung für die Thematik der Psychiatrie zu schärfen. Die Arbeit hat die Aufgabe der Vermittlung neuer gestalterischer Ansatze für zukünftige Entwicklungen und Planungen, um die Psychiatriearchitektur und im Idealfall auch ihrer Nutzer, von ihrem anhaftendem Stigma zu erlösen und in Folge dessen die Barriere zwischen der öffentlichkeit und der Psychiatrie zu durchbrechen.

Abstract (English)

Psychiatry, a branch of modern medicine and no less important than other medical specialties, has always been suffering from exclusion and is associated with fear, violence and incurability - stigmatises the patients and their relatives even more. These negative associations towards psychiatric facilities often lead patients to a negative attitude towards hospitalizations. This work is an attempt to defuse this stigmatisation within the possibilities offered by architecture and so to show a positive momentum. One main question is to be asked: How can the architecture of a psychiatric facility work against the stigma? Based on a description of the historical development, in which the handling of the mentally ill oven the different periods is considered, the architectural change in psychiatric hospitals is being investigated over time. Furthermore, the needs of patients, which drive the planning design of the draft, due to a brief description of the most common psychiatric illnesses in a hospital, are beeing highlighted. A plurality of planning requirements, methods and instruments of design and convey the complexity behind a psychiatric facility. When planning a psychiatric clinic it seems necessary, to step away from from planning fundamentals of general hospitals to find more suitable solutions for a contemporary modern facility. The aim of this work is to stimulate new processes and ways of thinking in terms of the design of a ratchet and thereby raise awareness and perception of the subject matter of psychiatry. The work provide new creative approaches for future planning to redeem the architecture of psychiatry and their users of the adhering stigma to break the barrier between the public and psychiatry.