Titelaufnahme

Titel
Seniorenwohngemeinschaft Tante Mitzi / Laura Marie Filipsky
VerfasserFilipsky, Laura Marie
Begutachter / BegutachterinDöring-Williams, Marina
Erschienen2015
Umfang113 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Titelübersetzung des Autors: Community Living for the Elderly - TANTE MITZI
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Angerdorf / Weinviertel / Wohngemeinschaft / Hofhaus / Bauen im Bestand / Wohnen für Senioren / Lehmbau / Revitalisierung / Leerstand
Schlagwörter (EN)Lower Austria / Community Living / Collective Living / Courtyard House / Renovation / Senior Living / Vacancy / Clay
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-80253 Persistent Identifier (URN)
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Seniorenwohngemeinschaft Tante Mitzi [44.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Demographischer Wandel und geänderte Nutzungsanforderungen der jungen Generation sind hauptverantwortlich für die Zersiedelung der Dörfer im ländlichen Gebiet. Die ehemals um einen zentralen Anger gewachsene Dorfstruktur wird heute durch Einfamilienhaus-Siedlungen am Ortsrand abgelöst. Das Dorf breitet sich in seine Umgebung aus und verdrängt wertvolle Naturund Kulturlandschaft während alte Höfe im Ortskern verfallen und die Dynamik zum Erliegen kommt. Um die Attraktivität der Angerdörfer langfristig zu gewährleisten besteht die Notwendigkeit diese alte Bausubstanz, die charakteristischen ländlichen Hofhäuser, zu reaktivieren. Beim Studienobjekt Tante Mitzi handelt es sich um einen alten Hakenhof in Unterretzbach, im nordwestlichen Weinviertel, der seit über 20 Jahren unbewohnt ist. Das Bauernhaus mit seinen zahlreichen Wirtschaftsräumen und Nebengebäuden entspricht in dieser Form nicht mehr heutigen Wohnbedürfnissen. Ziel ist es daher durch architektonische Interventionen neue Möglichkeiten des Zusammenlebens umzusetzen. Der Hof wird zu einer Seniorenwohngemeinschaft umgebaut. In der dem Projekt zugrundeliegenden Bedarfsanalyse zeigt sich, dass ein derartiges, kollektives Wohnprojekt nicht nur für die OrtsbewohnerInnen (83,5% würden einziehen) sondern auch für WienerInnen (45,5%) attraktiv wäre. Auch seitens des Bürgermeisters und Amtsleiters der Gemeinde Retzbach ist ein standortgerechtes Seniorenwohnprojekt erstrebenswert. Die Baumaßnahmen umfassen vor Allem Renovierung und Adaptierung des bestehenden Hofes sowie eine angepasste Erweiterung. Das Projekt Tante Mitzi soll in Folge als Best Practice Beispiel für weitere Sanierungsprojekte im Ort dienen.

Zusammenfassung (Englisch)

Demographic change and transferred usage requirements of the younger generation are some of the main indicators for urban sprawl in the rural area. The original town-structure is under current change because of single-family-housing in the outskirts. The town thereby enlarges into its surrounding area and displaces nature- and culture-landscape while the old farmhouses in the center forfeit. To keep the attraction of the "Angerdörfer" alive it is necessary to reactivate this traditional building substance. The project "Tante Mitzi" is working with an old farmhouse in the town of Unterretzbach in Lower Austria. The house is uninhabitated since over 20 years. The building with several stables and outbuildings is not suitable for modern ways of living anymore. The project aims to create new ways of collective living in the old structures. The farmhouse is being transferred into a collective living residence for seniors. The result of a survey about the project showed that this way of living would be attractive for most of the local inhabitants (83,5%) as well as viennese seniors (45,5%) who would want to move to the countryside. The mayor of Unterretzbach supports the design. The building measures embrace renovation and adoption of the current state of and a suitable add-on. The project Tante Mitzi should work as a best practice example of renovation in town.