Titelaufnahme

Titel
Praktische Aspekte des Immobilienleasing im Ausland : Fallbeispiel: Projektfinanzierung einer Gewerbeimmobilie in Warschau / von David Hofmann
VerfasserHofmann, David
Begutachter / BegutachterinHörhann, Robert
Erschienen2015
UmfangIV, 73 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Master Thesis, 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (DE)Restwertleasing / Immobilienentwicklung / Objektfinanzierung / Projektfinanzierung / Leasing / Sale-and-Lease-Back
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-78812 Persistent Identifier (URN)
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Praktische Aspekte des Immobilienleasing im Ausland [3.12 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Masterthese ist, auf Basis der in der Literatur angeführten Grundlagen, die für die Finanzierungsform Immobilienleasing in der Praxis relevanten Prozesse und Mechanismen herauszuarbeiten sowie deren Vernetzung mit Finanzierung, Projektmanagement, Vertragsgestaltung und Strukturierung von Immobilientransaktionen aufzuzeigen. Anhand eines Fallbeispiels wird die Finanzierung einer Immobilienprojektentwicklung im Ausland durch Leasing erläutert. Diese Projektentwicklung umfasste die Revitalisierung und Erweiterung von Bestandsgebäuden zu einem Gewerbeobjekt mit insgesamt ca. 7.000 m2; Nutzfläche. Ein internationaler Immobilienentwickler besaß über eine Holdingstruktur eine lokale Projektgesellschaft. Die Projektgesellschaft besaß ein Erbnießbrauchrecht an einem Grundstück im Geschäftszentrum vom Warschau und war Eigentümerin von zwei darauf errichteten historischen Wohnhäusern. Als passende Projektfinanzierungsform wurde eine Sale-and-Lease-Back Struktur mit einem internationalen Unternehmen für Leasingfinanzierungen ausgewählt. Die Projektgesellschaft inklusive Liegenschaft wurde vom Immobilienentwickler an die Leasinginstitution verkauft. In Folge beauftragte der Leasinggeber den Leasingnehmer aufgrund eines Totalübernehmervertrages mit der Herstellung des Leasingobjektes. Nach Fertigstellung leaste der Leasingnehmer die Immobilie vom Leasinggeber aufgrund eines Immobilienleasingvertrages gegen Bezahlung einer Leasingrate und vermietete die Nutzflächen an verschiedene Untermieter. Nach einer relativ kurzen Nutzungsphase wurde die Immobilie unter Ausnutzung einer Rückkauf-Option vom Immobilienentwickler an einen institutionellen Investor veräußert. Die Sale-and-Lease-Back Finanzierung wurde durch eine komplexe Struktur von verschiedenen Verträgen definiert. Das Finanzierungsvolumen entsprach den Gesamtinvestitionskosten und bildete die Basis für die Ermittlung der Leasingraten. Diese Projektfinanzierung kann grob in die drei Abschnitte Liegenschaftserwerb, Objektfinanzierung und Restwertleasing unterteilt werden. Zur Absicherung des aus der Objektfinanzierung resultierenden Fremdwährungsrisikos wurde ein Devisentermingeschäft abgeschlossen. Weitere Erfordernisse von grenzüberschreitenden Immobilienentwicklungen wurden in Projektmanagement, Organisationsstruktur und Leistungsfortschrittskontrolle berücksichtigt. Immobilienleasing hatte für das vorliegende Projekt die Vorteile der Finanzierung der Gesamtinvestitionskosten, der Ausnützung stiller Reserven der Liegenschaft sowie der Vereinbarung einer Rückkauf-Option. Sämtliche Vorteile konnten im Zuge der Immobilienentwicklung realisiert werden und führten am Ende zu einem substanziellen Projekterfolg.