Titelaufnahme

Titel
Zweit.Wert - Nachnutzungsszenarien für die Adensamer Textilfabrik in Groß-Siegharts / von Johanna Albrecht
VerfasserAlbrecht, Johanna
Begutachter / BegutachterinJäger-Klein, Caroline
Erschienen2014
Umfang209 S. : 9 Kt., 1 CD-ROM ; zahlr. Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Industriebrache / Baugeschichte / Bestandsaufnahme / Revitalisierung / Nachnutzung
Schlagwörter (EN)Brownfields / Building Archaeology / History of Textile Industries / Adaptive Reuse
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-77497 Persistent Identifier (URN)
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Zweit.Wert - Nachnutzungsszenarien für die Adensamer Textilfabrik in Groß-Siegharts [11.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit behandelt die ehemalige Adensamer Textilfabrik in Groß-Siegharts im niederösterreichischen Waldviertel und gliedert sich grob in drei Teile: Historie und Analyse, Nachnutzungskonzept und Entwurfsprojekt. Die Fabrik wurde 1847 gegründet und nach dem Verkauf durch die Gründerfamilie 1990 im Jahr 2000 endgültig geschlossen. Seitdem steht das Fabriksgebäude leer. Es zeichnet sich vor allem durch die zentrale Lage und seine Größe mit einer bebauten Fläche von rund 9 000 m2; aus. Die regionale Textilgeschichte spannt den Bogen von der herrschaftlichen Gründung einer Tuchwalke 1725 in Groß-Siegharts bis zum Niedergang der Textilindustrie im nördlichen Waldviertel in den 1990er Jahren. Als größte Bandfabrik der österreichisch-ungarischen Monarchie hat die Adensamer Textilfabrik historische Bedeutung. Die Baugeschichte wird anhand von Plänen und literarischen Quellen rekonstruiert und mit der Firmengeschichte verknüpft. Es folgt eine Beschreibung des Bestandes hinsichtlich der Konstruktion in der vorgefundenen Situation 2014. Die Bestandsaufnahme beinhaltet die vollständige Vermessung der Fabrik und die Anfertigung von aktuellen Bestandsplänen. Aufgrund des großen Ausmaßes an Bauschäden sind diese in einem eigenen Kapitel dokumentiert. Eine Beschreibung der verkehrstechnischen und sozialen Infrastruktur ist als Grundlagenerhebung für die Konzeption der Nachnutzung zu sehen. Der zweite Teil zeigt Möglichkeiten der Nachnutzung in Szenarien auf. Das Konzept wird anfänglich auf die Methode der Zwischennutzung gestützt und eine Mischnutzung angestrebt, um das Areal wiederzubeleben, die Bekanntheit zu steigern und die Wahrnehmung in der Bevölkerung zu verändern. Ab 2025 teilt sich das Szenario in vier verschiedene Ausgangsvarianten. Der Bezug zur Realität wird anhand von ausgewählten Referenzprojekten gegeben. Aus der interessanten Thematik der Revitalisierung von leerstehenden Gebäuden heraus ist ein eigenes Kapitel über Strategien zur Umnutzung von Industriebrachen entstanden. Zuerst werden die Gründe für die Zunahme von Industriebrachen zusammengefasst und weiters die Gründe für die Erhaltung derer angeführt. Da die Strategie der Zwischennutzung eine wichtige Rolle im Nachnutzungskonzept der Adensamer Textilfabrik spielt, werden die Vorteile und Probleme dieser aufgezeigt und die Aufgaben der beteiligten Parteien erklärt. Im dritten Teil des Entwurfsprojektes werden mögliche Interventionen zur Umsetzung des Nachnutzungskonzeptes exemplarisch dargestellt, um die Eignung gewisser Gebäudeteile für neue Funktionen zu erproben. Das Gebäude steht nicht unter Denkmalschutz. Anhand des Entwurfsprojektes sollen deshalb die bauhistorisch erhaltenswerten Teile der Fabrik definiert und die Entscheidungen des Abbruches begründet werden. Um die Fabrik in das Stadtgefüge zu reintegrieren, wird auch die zukünftige Erschließung und Durchwegung des Fabriksareals durchdacht. Die fluchtgerechte Erschließung des Gebäudes muss gewährleistet sein und wird bei dem Entwurf ausgearbeitet.

Zusammenfassung (Englisch)

This Master Thesis deals with the former Adensamer Textile Factory in Groß-Siegharts in the Lower Austrian Waldviertel and is divided into three sections: historical background and analysis, a reuse concept and a design project. The factory was founded in 1847 and finally closed in 2000 after the founding family had sold it in 1990. Since then the building has been vacant. It is primarily characterized by its central location in the town of Groß-Siegharts and by its size of a built-up area comprising around 9 000 m2;. The regional history of the textile industry ranges from the aristocratic foundation of a so-called "Tuchwalke" in 1725 in Groß-Siegharts to the regression of the textile industry in the northern Waldviertel in the 1990s. As the Adensamer Textile Factory was the biggest ribbon factory in the Austro-Hungarian Monarchy, it is of historical value. The thesis outlines the architectural history, which was reconstructed from plans and literary sources, and is connected with the company-s history. The chapter is followed by a description of the building with regard to the construction's present condition. The documentation of the building includes the complete measurement of the factory and created current stock plans. Due to the considerable number of construction faults they are summarized in an additional chapter. The description of transport and social infrastructure are to be regarded as a baseline study for the concept of reuse. The second section of the thesis presents opportunities for reuse scenarios. The concept is initially based on the method of intermediate use and a mixed use to revitalize the area, raise awareness and change the perception of the population is intended. From 2025 onwards the scenario is divided into four different variations. On account of selected reference projects, the scenarios are realistic. In the course of the research on the revitalisation of vacant buildings a separate chapter on strategies of reusing industrial sites evolved. On the one hand the reasons for the increasing number of abandoned industrial sites are summarized and on the other hand the chapter lists the reasons for preserving them. Since the strategy of intermediate use is important for the reuse-concept of the Adensamer Textile Factory, the advantages and disadvantages are pointed out and the duties of the people involved are explained. Finally, the design project exemplifies possibilities of implementing the reuse-concept to prove the building's flexibility in terms of functions. Since the building is not classified as a historical monument, the historically valuable parts of the factory should be defined and distinguished from the parts that could be demolished. In order to reintegrate the factory in the town structure, the future access and the paths through the area are dealt with. The escape route of the building has to be provided and is elaborated in the design project.