Titelaufnahme

Titel
Afar architecture in transition : from mobile structures towards permanent settlements / von Alice Eigner
Weitere Titel
Die Architektur der Afar im Wandel - von mobilen Strukturen zu permanenten Siedlungen
Verfasser / Verfasserin Eigner, Alice
Begutachter / BegutachterinRieger-Jandl, Andrea
Erschienen2014
Umfang115 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Afar / Amhara / Logya / Semera / Äthiopien / Chikka - Technik / Lehm / Pastoralisten /
Schlagwörter (EN)Afar / Amhara / Logya / Semera / Ethiopia / Chikka - technique / Clay / Pastoralists /
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-76735 Persistent Identifier (URN)
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Afar architecture in transition [42.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Afar sind Nomaden und leben im nordöstlichen Teil Äthiopiens, in Eritrea und Dschibuti. Im Einklang mit Ihrem Lebensstil als Pastoralnomaden haben sie einfache Formen flexibler Zelte entwickelt, welche in Gruppen zusammengefasst kleine mobile Siedlungen ergeben. Aufgrund politischer, wirtschaftlicher und ökologischer Veränderungen werden immer mehr Afar sesshaft. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf dem Urbanisierungsprozess in der Afar-Region, der in den letzen Jahren stetig zugenommen hat. Für meine Forschung wählte ich die Stadt Logya, eine der größten Städte in der Afar-Region. Die Stadt liegt nahezu in der Mitte der Afar-Region, an der Straße zwischen Addis Ababa und Dschibuti. Diese ist die wichtigste Hauptverkehrsader in Äthiopien. Logya ist eine relativ neue Stadt und besteht hauptsächlich aus befestigten Häusern die entlang von Wegen und kleinen Plätzen angeordnet sind. Einhergehend mit der Entwicklung der Stadt wurden neue Gebäudetypen mit unterschiedlichen Funktionen wie Schulen, öffentliche Gebäude und Verwaltungsgebäude errichtet. Logya entwickelte sich ohne Stadtplanung. Aufgrund des schnellen Wachstums, vor allem in den letzten zehn Jahren, hat das Institut für Regionalstadtplanung (Regional Urban Planning Institute) einen Masterplan entwickelt, welcher in den nächsten Jahren umgesetzt werden soll. Dieser Plan wird zu massiven Veränderungen führen und geht auf die derzeitigen Strukturen der Stadt nicht ein. Logya ist mit der Stadt Semera eng verknüpft. Semera wurde 2003/04 als neue Hauptstadt für die Afar-Region gegründet. Zwischen den beiden Städten befinden sich nur fünf Kilometer und aufgrund fehlender Infrastruktur und der strengen Baurichtlinien in Semera, leben viele Menschen in Logya, die in Semera arbeiten. Die meisten Bewohner, Afar, Amhara oder andere Volksgruppen zogen nach Logya aufgrund von Arbeit. In Logya gibt es nur wenige traditionelle mobile Häuser die als permanente Wohneinheiten fungieren. Die meisten Häuser sind in der Chikka Technik gebaut, eine Bautechnik vom Hochland. Die Häuser bestehen aus Holz und Lehm und sind mit Wellblechdächern bedeckt. Dieser Stil bestimmt jetzt zunehmend das Bild der Städte. Für die Chikka Technik benötigt man eine große Menge an Holz womit eine Abholzung der Baumbestände einhergeht. Diese hat einen negativen Einfluss auf die Umwelt und somit auch auf das Leben der Pastoralisten. Die Einführung einer 'neuen' Bautechnik (Lehmziegel) könnte ein Lösungsansatz für diese Probleme sein, die mit der Urbanisierung einhergehen.

Zusammenfassung (Englisch)

The Afar are nomadic people living in the north-eastern part of Ethiopia, Eritrea and Djibouti. In accordance with their pastoralist lifestyle, they have developed simple forms of flexible shelters, which are grouped in compounds and form small mobile settlements. Due to changing political, economic and environmental circumstances more and more Afar are becoming permanently settled. The main focus of this work is the urbanization process in the Afar Region, which has steadily increased in the last few years. For the research I chose to investigate the city of Logya, one of the biggest cities in the Afar Region. This city is located almost in the middle of the Afar Region, along the Addis Ababa Djibouti Highway which is the main transportation route of Ethiopia. This relatively new city consists of permanent houses which are arranged along paths or small open spaces. Accompanying the development of the city are new building types with different functions like schools, community buildings or administrative buildings. Logya developed without any city planning but because of the rapid growth, especially during the last ten years, the Regional Urban Planning Institute worked on a Master Plan which should be implemented during the next years. This plan leads to massive changes and does not consider the current structures. The city of Logya is linked with the city of Semera, the new capital of the Afar Region, which was founded in 2003/04. There are only five kilometers between the two cities and because of the lack of infrastructure and strict building restrictions many people who work in Semera live in Logya. Most of the residents, Afar, Amhara or other ethnic groups, moved to Logya because of work. There are only a few mobile houses functioning as permanent shelters found in Logya. Most of the houses are built in the chikka technique, the building technique from the Highlanders. The houses are made of wood and clay and are covered with corrugated iron roofs. This style has begun to dominate the landscape of the towns. For the chikka technique to be utilized, a large quantity of wood is needed which leads to deforestation of the tree population. This in turn has a negative impact on the environment and also on the lives of the pastoralist. Establishing a 'new' building technique (clay bricks) can be one approach to help solve the problems which come along with urbanization.

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