Titelaufnahme

Titel
Gärtnerst du noch oder wohnst du schon? : die Entwicklung des Kleingartenwesens in Wien, sowie eine Analyse und ein Entwurf für das Gebiet KGV Wasserwiese West / von Lucia Winklehner
VerfasserWinklehner, Lucia
Begutachter / BegutachterinKeck, Herbert
Erschienen2014
Umfang114 Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wohnen im Schrebergarten
Schlagwörter (EN)full-year residency in allotment gardens
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-75922 Persistent Identifier (URN)
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Gärtnerst du noch oder wohnst du schon? [18.37 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema der Kleingartensiedlungen in Wien. Kleingartensiedlungen gibt es weltweit, aber nur in Wien ist man das Risiko eingegangen ganzjähriges Wohnen offiziell zu erlauben. Daher sind die Schlussfolgerungen über die Erfolge und Misserfolge dieser Entscheidung nicht nur für Wien interessant, sondern für alle Kleingartensiedlungen in Großstadtgebieten. Hierzu gibt es einen theoretischen Teil, der sich mit der Geschichte des Kleingartenwesens in Wien, mit dem Kleingartengesetz und mit der internationalen Situation beschäftigt. Die Kleingärten haben in Wien schon viele Aufgaben übernommen: Von den Anfängen als Naturheilgärten über Anbauflächen für Obst und Gemüse während der Kriegszeit und Ziergärten in der Nachkriegszeit bis zur heutigen Situation, dem Rasen. Die Gesetze, die die Bebauung regeln, sind abhängig von der jeweiligen Ära und gerade im Lichte des ganzjährigen Wohnens heute besonders wichtig. Schlussendlich gibt es einen kleinen Exkurs, über die internationale Entwicklung der Kleingartensiedlung, die ich bis nach Japan verfolgen konnte. In meinem praktischen Teil habe ich den Kleingartenverein Wasserwiese in Wien genauer betrachtet. Er beinhaltet eine Fotodokumentation, empirische Daten und deren Auswertung. Aus der Analyse ziehe ich die hauptsächliche Schlussfolgerung, dass sich durch ein fehlendes städtebauliches Konzept die Kleingartensiedlung zu unkontrolliertem Siedlungsgebiet entwickelt, und mit dem ursprünglichen Konzept des Kleingartens nicht mehr viel zu tun hat. Zuletzt gibt es in dieser Arbeit den Projektteil, in dem ein städtebauliches Konzept entwickelt wurde, in das die Schlussfolgerungen aus dem praktischen Teil eingeflossen sind, um am Standort Wasserwiese eine neue Form des Kleingartens zu schaffen. Die Verdichtung, die durch das ganzjährige Wohnen entsteht, soll hier mit den positiven Eigenschaften des Kleingartens verbunden werden. Um einen Eindruck zu vermitteln wie die einzelnen Baukörper in Zukunft aussehen könnten, habe ich beispielhaft drei davon genauer herausgearbeitet.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this thesis is small garden associations in Vienna. Small gardens (also known as allotment gardens or community gardens) are a worldwide phenomenon, but only the city of Vienna took the risk of officially permitting residential use throughout the full year. The ramifications of this decision (both positive and negative) are thus not only of interest for the future development of the city of Vienna, but for all small garden associ- ations in urban areas worldwide. To this, the present thesis contains a theoretical part that deals with the history of small gardens, the laws concerning small gardens, as well as the international situation of small gardens. Over the years, they have provided the city of Vienna with many useful functions: From naturopathic gardens to cultivable land for fruit and vegetables during war time, to flower gardens in post war times, to today´s main function, the private lawn. The laws governing the construction in allotted parcels depend, of course, on the era, and are particularly important nowadays (because of the full-year residency). Finally, there is a brief subsection about the international development of small gardens, which I could track as far as Japan. In the practical part of the thesis, I investigated the small garden association "Wasserwiese" in Vienna. This section contains a photographical documentary, empirical data, and their analysis. The main conclusion I am drawing is that, because of a missing urban development concept, the small gardens have changed into uncontrolled housing development areas that do not share much with the original concept of a small garden anymore. The final section is a project work, in which an urban development concept was devised. This concept is based on the conclusions from the practical part and aims to create a new form of small garden area at the location "Wasserwiese";. This new form is designed with the intent of synergy between the increase in population density, caused by full-year residency, and the positive aspects of small gardens. To give an impression of how the new structures could look like in the future, I did a design study on three of them.