Titelaufnahme

Titel
Auswirkung von Klimavariabilität und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen auf Niederwasserdurchflüsse in Niederösterreich / von Thomas Glatz
VerfasserGlatz, Thomas
Begutachter / BegutachterinParajka, Juraj
Erschienen2014
Umfang77 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Klimavariabilität / Niederwasserdurchflüssen
Schlagwörter (EN)Klimavariabilität / Niederwasserdurchflüssen
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-74472 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkung von Klimavariabilität und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen auf Niederwasserdurchflüsse in Niederösterreich [1.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Extreme Dürren, wie im Jahr 2003 in Europa, verdeutlichen wie wichtig das Verständnis der Einflüsse von Klima und Mensch auf Niederwasser für die Entwicklung von Anpassungsstrategien und Entscheidungen in der Wasserwirtschaft ist. Das Ziel dieser Arbeit war es die Auswirkungen von Klimavariabilität und wasserbaulichen Maßnahmen auf die Niederwasserabflusstrends in Niederösterreich zu untersuchen. Dazu wurden die Zeitreihen der Niederwasserabflüsse (Q95), Jahresniederschlagssummen, Jahresneuschnee-höhen, Grundwasserstände und Lufttemperatur mit den wasserbaulichen Maßnahmen in vier Einzugsgebieten Niederösterreichs qualitativ verglichen. Die Untersuchung umfasst die Bewertung und Zuordnung der Niederwassertrends und deren Änderungen in der Periode 1976 - 2007. Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass die Auswirkungen der wasserbaulichen Maßnahmen in Niederösterreich im Allgemeinen kleiner als die Auswirkungen zufolge Klimavariabilität sind. Eine Ausnahme bildet der Rußbach im Marchfeld, wo die Kombination von trockenem Klima und steigenden Grundwasserentnahmen zu sinkenden Grundwasserspiegel führte. Die Abflussmessungen begannen jedoch erst, als die Grundwasserstände bereits sehr niedrig waren (1977) und änderten sich bis zur Errichtung des Marchfeldkanals nur wenig. Mit dessen Flutung im Jahr 1992 stieg der Niederwasserabfluss im Rußbach von im Schnitt 0.07 auf 1.4 m3/s an - dies stellte die größte wasserbauliche Maßnahme in dieser Hinsicht dar.

Zusammenfassung (Englisch)

Extreme droughts, such as the 2003 drought in Europe, illustrate the importance of understanding climate and human impacts on low flows, for developing adaptation strategies and decision makings in water resources management. The aim of this study was to investigate the effects of climate variability and hydraulic engineering measures on the low flow runoff trends in Lower Austria. The time series of low flows (Q95), annual precipitation, annual snowfall depths, groundwater levels and air temperatures were compared with hydraulic engineering measures in four catchments of Lower Austria. The analyses include evaluation and attribution of low flow trends and their changes in the period 1976 - 2007. The results of the study show that the effects of hydraulic engineering measures on low flows in Lower Austria are generally smaller than the effects of climate variability. One exception is the Rußbach in the Marchfeld, where the combination of a dry climate and an associated increase in groundwater extractions led to declining groundwater levels. However, the discharge measurements started at a time, when the groundwater levels were already very low (1977), and changed very little until the Marchfeldkanal was constructed. With the flooding of the Marchfeldkanal in 1992, the low flow in the Rußbach increased from 0.07 to 1.4 m3/s which represents the largest impact of engineering measures in this regard.