Titelaufnahme

Titel
Identifikation möglicher Bottlenecks in einem intermodalen Logistiknetzwerk : Schwerpunkt: Binnenschifftransport im Donauraum / von Paul Dangl
VerfasserDangl, Paul
Begutachter / BegutachterinMatyas, Kurt ; Stein, Sandra
Erschienen2014
UmfangIII, 65 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Intermodale Logistik / Bottlenecks / Donauraum
Schlagwörter (EN)Intermodal logistics / bottlenecks / danube region
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-73661 Persistent Identifier (URN)
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Identifikation möglicher Bottlenecks in einem intermodalen Logistiknetzwerk [1.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Obwohl der intermodale Transport durch politische Unterstützung auf nationaler und internationaler Ebene gefördert wird, findet dieser über die Binnenschifffahrt, trotz niedrigerer Kosten im Vergleich zu den Alternativen über entsprechende Distanzen, noch nicht ausreichend statt. Dies liegt an mehreren sehr unterschiedlichen Gründen (Infrastrukturrestriktionen, nationale politische Regelungen, zu geringem Informationsaustausch aller Beteiligten und vielen anderen). Mehrere dieser Hindernisse lösen Engpässe aus. Das Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation dieser Engpässe und deren Ursachen in einem intermodalen Logistiknetzwerk. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Donauraum und die Wasserstraße Donau selbst gelegt, da die Untersuchung im Zuge des EU-Projekt "Development of a Next generation European Inland Waterway Ship and logistics system (NEWS)" stattfand. Die Strecke Wien - Novi Sad wurde dabei detaillierter untersucht. Es wurden Interviews mit Experten in drei verschiedenen Donauländern und aus verschiedenen Gruppen der Netzwerkakteure durchgeführt und festgestellt, dass es sowohl auf der Wasserstraße Donau als auch im Hinterland zu Engpässen kommt. Die Bottlenecks auf der Wasserstraße lassen sich in nautische und durch Systemelemente verursachte Engpäe unterscheiden. Über die Knoten des Netzwerks konnten keine allgemeinen Aussagen getroffen werden. Hierzu ist eine genaue Betrachtung der einzelnen Standorte notwendig. Diese wurde für den Hafen Wien durchgeführt und ein durch Platzmangel verursachter Engpass konnte festgestellt werden. Darüber hinaus können vor allem durch den vollständigen Einsatz des River Information Systems (RIS) die Transportzeiten und -kosten reduziert werden. Dieser findet im Moment aufgrund der fehlenden Bereitschaft zum kritischen Informationsaustausch der Betroffenen nicht statt. Weitere Engpässe werden durch die Nichtangehörigkeit Serbiens zur EU verursacht. So ist es nur bedingt möglich, einen einheitlichen rechtlichen Rahmen für den intermodalen Transport im Donauraum zu gestalten und durchzusetzen. Eine engere Kooperation der politischen Akteure über die Grenzen hinaus und die Einführung gezielter Anreizsysteme im privaten und öffentlichen Bereich auf allen Ebenen des Netzwerks sind notwendig, um die festgestellten Engpässe beseitigen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Purpose: Although there is a considerable effort from the EU and the National Member States to improve the intermodal transport, there is still a lack of use of the inland waterway transport. This is due to infrastructural restrictions, policy restrictions, the absence of critical information sharing, etc. Some of these barriers generate bottlenecks. The objective of this study is to identify these bottlenecks and their possible sources in the intermodal logistics network. The study was part of the EU-project "Development of a Next generation European Inland Waterway Ship and logistics system (NEWS)" . For this reason, the river Danube and its hinterland were the main items of the investigation. Furthermore, an in-depth analysis of the route between Vienna and Novi Sad was conducted. Methods: In this study, the strength of expert interviews is used to identify bottlenecks in an intermodal logistics network especially on the inland waterway transport. For this purpose, six interviews with experts in three different countries and from different groups of the network were conducted. Results: Bottlenecks were identified on the river Danube and its hinterland. On the waterway, the bottlenecks are caused by nautical circumstances and from locks and bridges. It was not possible to identify any general bottlenecks in the nodes of the network. To find the individual bottlenecks of the different ports in-depth studies for every one of them should be conducted similar to the detailed analysis of the route between Vienna and Novi Sad in this study. Apart from the infrastructural bottlenecks, delays in running-times are caused by the inefficient use of the river information system (RIS). Furthermore, there are problems caused because Serbia is not a member state of the EU. That is why there is no valid policy framework along the whole waterway. To solve the detected bottlenecks a stronger cooperation between political stakeholders beyond the national borders and the introduction of incentive systems in both the private and the public sector is needed.