Titelaufnahme

Titel
Analyse und Implementierung von Fallzusammenführungen diagnosebezogener Fallgruppen aus Sicht eines Krankenhausinformationssystems / von Markus Putzenlechner
VerfasserPutzenlechner, Markus
Begutachter / BegutachterinRaidl, Günther
Erschienen2013
UmfangX, 97 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-72972 Persistent Identifier (URN)
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Analyse und Implementierung von Fallzusammenführungen diagnosebezogener Fallgruppen aus Sicht eines Krankenhausinformationssystems [2.8 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bei Diagnosis Related Groups (DRGs) handelt es sich um ein medizinisches Klassifikationssystem, um Diagnosen, Prozeduren und weitere patientenbezogene Daten in Fallgruppen zu gruppieren. Damit können Krankenhausaufenthalte einfacher und strukturierter abgerechnet und ausgewertet werden. Eine der Herausforderungen in der IT ist die Bestimmung der richtigen DRG und somit der zu bezahlenden Fallpauschale. Diagnosen werden gemäß der internationalen Klassifikation ICD10 codiert - Operationen und Untersuchungen (als Prozeduren bezeichnet) werden nach einer Variante der internationalen Prozedurenklassifikation ICPM codiert.Weiters beeinflussen Nebendiagnosen, Komplikationen, Beatmungszeiten, Alter, Geschlecht etc. eine DRG. Eine Fallgruppe gilt dann als abgeschlossen, wenn der Patient entlassen wurde. Als 'Fall' bezeichnet man eine Behandlungsepisode von der Aufnahme bis zur Entlassung. Wenn ein Patient jedoch nach einer Entlassung innerhalb einer Frist wieder in das selbe oder ein anderes Krankenhaus aufgenommen wird, trifft man auf das Problem der Fallzusammenführungen. Hierbei muss man die Daten zu einem Fall zusammenführen und neu im DRG-System klassifizieren. In Deutschland und in der Schweiz kommen Fallzusammenführungen im Zusammenhang mit stationären Akutfällen vor. Jedoch sind die Regeln und die Bedingungen für Fallzusammenführungen in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen ist eine Umsetzung dieses Regelwerks in einem Krankenhausinformationssystem (KIS) sehr komplex. Fallzusammenführungen sind abhängig von den einzelnen Fällen oder von DRGs bereits gekoppelter Fälle. Gründe für die Auslösung einer Fallzusammenführung können unter anderem eine Wiederaufnahme in die gleiche Basis DRG, Wiederaufnahme wegen Komplikationen, Rückverlegung oder weitere Gründe sein. Ab 2013 werden in Deutschland zusätzlich psychiatrische Fälle klassifiziert und können auch für Fallzusammenführungen in Frage kommen. Zudem steigt die Komplexität der Regelungen und die dazugehörigen gesetzlichen Rahmenbedingungen laufend und sind international nicht vereinheitlicht. Im Rahmen dieser Arbeit werden die Regelungen und Bedingungen für Fallzusammenführungen von Deutschland, Schweiz und Österreich analysiert und eine exemplarische Integration von Fallzusammenführungen in ein KIS dargestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

Diagnosis Related Groups (DRGs) are a medical classification system for grouping documented diagnosis, procedures and other patient-related data into case groups. The standardization of case groups would be resulting in easier and more structured statistics compiling. One challenge for the information technology is to determine the correct DRG and calculate the correct costs of hospital stays. Diagnoses are classified with the 'International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems' (ICD). Procedures are encoded with a variant of the 'International Classification of Procedures in Medicine' (ICPM). Secondary diagnoses, complications, respiration times, age, sex and others are further factors that can influence determining a case group. A DRG is completed after the patient is dismissed. A 'case' is a stay in a hospital from admission to dismission. There are rules for case chaining in some countries if a patient is readmitted after dismission within a specific time in any hospital. Two or more cases have to be merged to one and the DRG of this new combined case has to be determined. There are case chaining rules in Germany and in Switzerland for inpatient stays and they are different in each country. Therefore an implementation of these rules for a hospital information system (HIS) is very complicated. Case chains depend on single cases or the DRGs of already chained cases. Readmission with the same base DRG, readmission through complications, reentry or others are reasons for the application of case chaining. Since 2013 psychiatric and psychosomatic hospital stays have to be classified in Germany and there are separate rules for chaining these cases. The complexity of legal regulations is growing and changed in shorter terms. There is no standard international legal bases for accounting hospital stays. Within this paper the rules and legal bases in Germany, Switzerland and Austria for case chaining is analyzed and a possible integration in a HIS is shown.