Titelaufnahme

Titel
Volkswirtschaftliche Bewertung des Wasserkraftwerks Sohlstufe Lehen / Bernhard Felber
VerfasserFelber, Bernhard
Begutachter / BegutachterinGetzner, Michael
Erschienen2014
Umfang137
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.
Anmerkung
Arbeit an der Bibliothek noch nicht eingelangt - Daten nicht geprueft
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kosten-Nutzen-Analyse / Wasserkraft / Ökosystemleistungen
Schlagwörter (EN)Cost-benefit analysis / hydro-eletric power plant / ecosystem services
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-72415 Persistent Identifier (URN)
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Volkswirtschaftliche Bewertung des Wasserkraftwerks Sohlstufe Lehen [11.61 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Erneuerbare Energien stehen im Zentrum der heutigen Energiewirtschaft und sind ein wichtiger Bestandteil der nationalen und internationalen Energieplanung. Gerade in Österreich nimmt die Wasserkraft traditionell einen wesentlichen Teil an der erneuerbaren Stromproduktion ein. Doch auch erneuerbare Energieträger haben, so wie alle Formen der Energieproduktion, eine gewisse Auswirkung auf ihr Umfeld. So kommt es beispielsweise bei Wasserkraftwerken, aufgrund ihrer Auswirkungen die Umwelt, oft zum Widerstand gegen geplante Projekte. In dieser Diplomarbeit wurde am Beispiel des Wasserkraftwerks Sohlstufe Lehen versucht, mit Hilfe einer Nutzen-Kosten Analyse genau diese Auswirkungen (bzw. den Ressourcenverzehr) aus einer volkswirtschaftlichen Perspektive zu beleuchten. Alle messbaren Wirkungen des Projekts wurden erfasst, monetarisiert und in Folge zu Ergebnisgrößen zusammengefasst. Dadurch konnte der volkswirtschaftliche Nutzen des Kraftwerkprojekts den verursachten volkswirtschaftlichen Kosten gegenübergestellt werden. Die Frage nach der volkswirtschaftlichen Rentabilität des Wasserkraftwerks stand im Mittelpunkt der Arbeit sowie die Diskussion über den Einfluss einer verkürzten Konsensdauer (Bewilligungsdauer) auf die volkswirtschaftliche Rentabilität von Wasserkraftwerken im Allgemeinen. Dabei konnte das Wasserkraftwerk Sohlstufe Lehen ein klar positives Ergebnis erzielen, erst unter extremen Annahmen der Diskontierungsrate wird das Wasserkraftwerk aus volkswirtschaftlicher Sicht unrentabel. Aufgrund dessen, dass der Standort des Wasserkraftwerks bereits seit Jahrzehnten durch eine Sohlstufe stark beeinflusst war, konnte dieser durch das Projekt deutlich aufgewertet werden. Zusätzlich hat die Diskussion einer verkürzten Konsensdauer (Bewilligungsdauer) deutlich gemacht, dass Wasserkraftwerke im Allgemeinen einen langen Zeitraum (abhängig vom Vergleichsmaßstab) benötigen um sich volkswirtschaftlich amortisieren zu können, vor allem aufgrund ihrer hohen Investitionskosten. Eine Bewilligung auf nur mehr 60 Jahre (anstatt 90 Jahre) hätte einen großen Einfluss auf die volkswirtschaftliche Rentabilität solcher Kraftwerke und würde das Risiko einer Investition in solche Anlagen deutlich erhöhen.

Zusammenfassung (Englisch)

Today's power supply economy is mainly focused on renewable energies; they represent a crucial part in the national and international energy planning domain. In particularly Austria's generation of electricity is traditionally predominated by hydroelectric power production. Even though renewable energies have an important status today, their impact on the environment should not be disregarded. Due to their impact on the environment, hydro power plants often face broad resistance among the population. The purpose of this master thesis is to investigate the economic impact of a specific hydro power plant called "Wasserkraftwerk Sohlstufe Lehen", which is located in the center of the city Salzburg, by using the method of a cost and benefit analysis. All measurable impacts of the entire hydro power plant project were ascertained, evaluated and then combined to different output quantities. Thereby it was possible to determine the economic costs and the economic benefits of the project. The research question addresses the hydro power plant's economic cost-effectiveness and how a decreased consent would affect the economic cost-effectiveness of hydro power plants in general. The cost and benefit analysis indicated a clearly positive and stable result. Only the assumption of a very high discount rate changes the result in a fundamentally negative way and the hydro power plant loses its economic cost-effectiveness. Due to the fact that the hydro power plant's location was affected negatively by a groundsill over decades, the place of location can now be regarded as enhanced in terms of environmental aspects. Additionally the discussion of the cost and benefit analysis-outcome clarified, that a long consent is a crucial driver for the hydro power plant's economic cost-effectiveness, not least because of its high investment costs. A decrease of the consent to 60 years (normally 90 years) would affect the economic cost-effectiveness dramatically downwards and increase the risk for investment in such hydro power plants.