Titelaufnahme

Titel
Tourismusmobilität 2030 im Montafon : Strategie zur Angebotsverbesserung / von Fabian Dorner
VerfasserDorner, Fabian
Begutachter / BegutachterinZech, Sibylla
Erschienen2013
Umfang96 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache. - Literaturverz. S. 88 - 93
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Tourismus / Mobilität / Tourismusmobilität / Montafon
Schlagwörter (EN)Tourism / Mobility / Montafon
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-70169 Persistent Identifier (URN)
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Tourismusmobilität 2030 im Montafon [27.35 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Rahmen dieser Arbeit wird eine Zukunftsstrategie für die Entwicklung der Tourismusmobilität im Montafon erarbeitet. Dabei werden einerseits Herausforderungen in der Verkehrsorganisation in stark touristisch geprägten Regionen wie dem Montafon untersucht und andererseits Lösungsansätze dafür entwickelt. Das Montafon ist ein touristisch stark frequentiertes Tal im Süden Vorarlbergs. Hauptanziehungspunkte im Montafon sind die Bergwelt und die damit verbundenen Aktivitäten wie Schi fahren oder Wandern. Zwei Drittel der Nächtigungen entfallen dabei auf die Wintersaison. Der überwiegende Teil der Gäste reist mit dem eigenen Pkw an, was gerade an Winterwochenenden durch die Überlagerung von Urlaubsreiseverkehr und der Anreise von Tagestouristinnen und -touristen zu Verkehrsüberlastungen auf der Straße führt und negative Auswirkungen auf Mensch und Umwelt zur Folge hat. Neben einer Landesstraße erschließt auch die Montafonerbahn die äußeren Gemeinden des Tals, die zusammen mit ergänzenden Buslinien ein für eine ländliche Region gutes ÖPNV-Angebot bildet. Änderungen bei Energiepreisen, dem Mobilitätsverhalten und der touristischen Nachfrage haben einen großen Einfluss auf die künftige Entwicklung der Tourismusmobilität. Diese Faktoren werden, variiert nach möglichen Entwicklungspfaden, als Basis für Zukunftsszenarien miteinander kombiniert, um mögliche Herausforderungen auszuloten. Diese Szenarien zeigen, dass mitunter große Änderungen in den Bereichen Tourismus und Mobilität zu erwarten sind. Aus den Erkenntnissen der ersten beiden Kapitel wird die Vision einer für Touristinnen und Touristen komfortablen und gleichzeitig ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Tourismusmobilität entwickelt. Um dies zu erreichen werden fünf Ziele definiert, die Angebotsverbesserungen bei der Anreise sowie eine Stärkung des ÖV und NMV im Montafon vorsehen. Darüberhinaus soll auch das Informationsangebot für Touristinnen und Touristen hinsichtlich Mobilitätsdienstleistungen und die Kommunikation zwischen Akteurinnen und Akteuren aus dem Tourismus- bzw. Mobilitätssektor verbessert sowie die Entwicklung MIV-unabhängiger touristischer Angebote forciert werden. Aus den Zielen wird eine Strategie mit einzelnen Maßnahmen abgeleitet, die die verantwortlichen Akteurinnen und Akteure sowie Umsetzungszeiträume benennt und deren Priorität für die Erreichung der Ziele darstellt. Die Maßnahmen konzentrieren sich vor allem auf Angebotsverbesserungen im ÖV und NMV. Aufgrund der fachübergreifenden Materie "Tourismusmobilität" sind dazu zahlreiche Kooperationen nötig, vielfach auch mit Unternehmen und Organisationen, die außerhalb des Montafons angesiedelt sind. Dadurch sollen Zugverbindungen nach Deutschland und in die Schweiz verbessert werden, künftig Fernbuslinien ins Tal führen, Pauschalangebote für Gäste geschnürt und das Informationsangebot ausgebaut werden. Zudem soll der Tourismus künftig bei der Konzeption von Angeboten verstärkt Mobilitätsaspekte berücksichtigen, etwa dahingehend, dass verstärkt auf Nächtigungs- statt auf Tagestourismus gesetzt wird. Im Montafon sollen neben der Verlängerung der regionalen Bahnstrecke und dem Ausbau des ÖV-Angebots auch die Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger bzw. Radfahrerinnen und Radfahrer verbessert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis focuses on developing a future strategy for mobility in tourism in the Montafon valley in Austria. The paper analyses the challenges which highly developed touristic regions like the Montafon face concerning present and future traffic management and develops responses to these challenges. The Montafon is a highly developed tourist destination in the south of Vorarlberg, Austria. Its major tourist attractions are its mountains and all the typical alpine activities, such as skiing and hiking. The winter season accounts for two thirds of the overnight stays. The vast majority of tourists arrive by car, which at weekends leads to congestions and pollution, when holiday makers and day visitors travel at the same time. Besides being accessible by road, the outer Montafon valley is accessed by a railway line, the Montafonerbahn. Together with supplementary bus lines, this creates a well developed public transport system by rural standards. Changes in fuel prices, mobility behaviour, and tourist demand will influence the future development of mobility in tourism. This paper shows a number of possible future scenarios by varying and combining the above factors. Some scenarios show that major changes in tourism and mobility must be expected. From the above findings the thesis develops a vision of a future mobility, which is at the same time convenient for tourists as well as environmentally, economically and socially sustainable. In order to achieve this, five goals have been defined, which especially aim at boosting public and non-motorised transport as well as improving information for tourists and communication between tourism and traffic representatives. On the basis of these goals a strategy with specific measures has been identified, which also names the responsible institutional players and implementation periods and sets priorities to achieve these objectives. On the basis of these goals a strategy with specific measures has been identified, which names the responsible stakeholders and implementation periods and sets priorities to achieve these objectives. The measures aim at boosting public and non-motorised transport as well as improving information for tourists and communication between tourism and traffic representatives. These measures focus on improving public and non-motorised transport. The multidisciplinary nature of mobility in tourism requires numerous cooperations, many of them with companies based outside the Montafon valley. This should make it possible to improve train connections to Germany and Switzerland, connect the valley to future long-distance coach lines, offer tourist packages and provide more information for tourists. Moreover the tourist industry should take more into account aspects of mobility in the future conception of their offers by emphasizing overnight tourism instead of day-trip tourism. Besides extending its regional railway line and further improving public transport, the Montafon valley should also improve conditions for pedestrians and cyclists.