Titelaufnahme

Titel
Die I. Wiener Hochquell-Wasserleitung : Projektentstehung und Errichtung / von Peter Peretti
Weitere Titel
Die Erste Wiener Hochquell-Wasserleitung
VerfasserPeretti, Peter
Begutachter / BegutachterinJäger-Klein, Caroline
Erschienen2014
Umfang129, [28] Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache. - Literaturverz. S. 119 - 121
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wiener Hochquell-Wasserleitungen / Kajetan Felder / Städtebau der Gründerzeit / Technische Infrastruktur
Schlagwörter (EN)First Vienna Mountain Spring Pipeline / urban planning of gruenderzeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-69406 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit "Die I. Wiener Hochquell-Wasserleitung. Projektentstehung und Errichtung" widmet sich der Entstehung ebendieser. Zugrunde gelegt wird diesem Vorhaben die These, dass ein derartiger Zivilisationsbau mehrdimensional betrachtet werden muss, um seine Genese holistisch erfassen zu können. Die maßgeblichen, hinreichenden und notwendigen Umstände werden mittels einer ausführlichen Literatur- und Quellenstudie herausgearbeitet. Das herangezogene, überlieferte Material gliedert sich im Großen und Ganzen in drei Kategorien: Persönliches, also Memoiren, Tagebücher, Briefe und ähnliches, Dokumentarisches, also Bauberichte, Protokolle, Projektbeschreibungen etc., und Öffentliches, also vor allem Zeitungsberichte und andere Publikationen. Zu Beginn der Arbeit werden die maßgeblich handelnden Personen vorgestellt. Dabei handelt es sich vor allem um politische Entscheidungsträger - Dr. Andreas Zelinka, Dr. Kajetan Felder und Prof. Eduard Suess -, den Unternehmer Antonio Gabrielli sowie einige namhafte Architekten, die in beratender und entscheidender Funktion das Projekt mitgestalteten. Es kann gezeigt werden, dass für die Umsetzung der politische Wille, das Durchsetzungsvermögen und bisweilen ein sehr langer Atem bei einzelnen Verantwortungs- und Entscheidungsträger notwendig waren, und diese dafür auch von einem humanistischen Ideal getrieben sein mussten. In Kapitel 2 wird der lange Weg der Projektentstehung und Planung nachgezeichnet. Es wird dargestellt, dass der Entschluss zur Hochquellen-Leitung und ihrem Quellgebiet eine Folge von geologischen Studien, Bedarfserhebungen, chemischen Testreihen, internationalen Vergleichen, Ausschlussverfahren, etc. war. Dabei wird auch die Schaffung des notwendigen rechtlichen Rahmens beleuchtet. Kapitel 3 schließlich beschäftigt sich mit dem Bauwerk an sich. An dieser Stelle werden die architektonischen Aspekte sowie insbesondere die Ausführung der einzelnen Gebäude dargestellt. Abschließend wird noch ein Blick auf die Auswirkungen der Hochquellwasserleitung geworfen. Dazu gehören der medizinische Nutzen und der Rückgang von Krankheiten, der Anstieg des individuellen Wasserverbrauchs, sowie das, die Erwartungen weit übertreffende, Bevölkerungswachstum Wiens und der darauf folgende Bau der gemeinhin bekannteren 2. Wiener Hochquell-Wasserleitung Im Rahmen dieser Arbeit gelingt es das fragile, auf einander bezogene System aufzuzeigen, das zur erfolgreichen Umsetzung des Projekts "I. Wiener Hochquell-Wasserleitung" führte.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with the creation of the First Vienna Mountain Spring Pipeline. It is based on the thesis that, to be able to fully understand the genesis of such a magnificent civilisational edifice, it has to be investigated from multiple angles. The conditions that were essential, necessary and sufficiently met for the project's completion are dealt with in both a thorough source analysis and literature review. The historic sources that have been drawn upon can be broadly divided into three categories: personal writings, ie. memoirs, diaries, letters and similar texts; documents, ie construction documents, protocols, project descriptions, etc. and public texts, ie. mainly newspaper articles and similar publications. The paper's first chapter introduces the main acting parties involved in the project. These are political decision-makers (Dr. Andreas Zelinka, Dr. Kajetan Felder and Prof. Eduard Suess), the entrepreneur Antonio Gabrielli; as well as some renowned architects who helped to shape the project in an essential advisory capacity. The paper illustrates the decision-makers' political will, as well as their willpower and mental fortitude - all of which where crucial for the project's success. It also highlights how the driving factor of an humanistic ideal was necessary for these traits to manifest. Chapter 2 concerns itself with the arduous tasks that were the project's planning and development phases. The different factors are illustrated that formed the basis for both the decision to build the mountain spring pipeline as well as the choice of source region. Among these factors are geological surveys, needs analyses, chemical test series, international comparisons and processes of elimination. Additionally, the creation of a legal framework for the project is detailed. Chapter 3, finally, deals with the structure itself. Here the architectural aspects and the realisation of the individual buildings are described. The text concludes with a look at various facets of the mountain spring pipeline's impact. These include medical benefits and the drop in infectious diseases, the increase of individual water consumption rates, Vienna's population growth exceeding all expectations and, as a consequence of this explosive growth, the construction of the more widely known Second Vienna Mountain Spring Pipeline. This paper illustrates the fragile and complex interplay of these correlating systems, thereby documenting the long path to the successful realisation of the First Vienna Mountain Spring Pipeline project.