Titelaufnahme

Titel
Less is more : österreichische Architektur als Vorbild für ressourceneffiziente Planung / von Constanze Einhell
VerfasserEinhell, Constanze
Begutachter / BegutachterinFadai, Alireza
Erschienen2014
Umfang157 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache. - Literaturverz. S. 152 - 156
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Ressourceneffizienz / Ressourceneffiziente Planung / Architektur / Nachhaltigkeit
Schlagwörter (EN)Resource efficiency / Resource-efficient planning / architecture / sustainability
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-69018 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Ressourcenverbrauch unserer Generation ist im Moment derart ineffizient und verschwenderisch, dass im Jahre 2050 ein weiterer Planet erforderlich sein würde, um den Bedarf zu decken. Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit sind Themen, die folglich in der heutigen Zeit immer mehr Bedeutung erlangen. Das allgemeine Bewusstsein erkennt die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen dieses Planeten und auch die Politik sieht Handlungsbedarf. Die EU hat, gestützt auf ihren Gründungsvertrag, den Umweltschutz als eines ihrer primären Ziele festgelegt. Der Schutz der natürlichen Ressourcen, als wichtige Brennstoffe, aber auch enormem Faktor der Treibhausgasemissionen, sowie die Steigerung der Energieeffizienz zur Erfüllung des Kyoto-Protokolls sind Hauptthemen der europäischen Klimapolitik. Da 40 % des Gesamtenergieverbrauchs der EU durch den Gebäudesektor verursacht werden, ist dieser ein Hauptaugenmerk der europäischen Klimapolitik und wird mit speziellen Richtlinien und Strategien bedacht. Eine ressourceneffizientere Bauweise und Nutzung der Gebäude hätte Einsparungen des -Endenergiebedarfs- von 42 % gegenüber dem Jahr 1990 zufolge. Zudem würden die Treibhausgasemissionen um 35 % gesenkt, 50% aller geförderten Werkstoffe wären beeinflusst und 30 % des Wasserverbrauchs könnten eingespart werden. Aus diesem Grund soll die bisherigen politische Strategie der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien eine Erweiterung durch das Thema Ressourceneffizienz erfahren (1). Aufgrund der fehlenden Normung wird der Planer in die Verantwortung gezogen, Ressourceneffizienz in seine Tätigkeit einzubeziehen. Dabei ist zu beachten, dass eine Gebäudestruktur, ein Material, eine Konstruktion oder ein Tragsystem per se nie Ressourceneffizienz garantiert. Erst die spezifische Anwendung, Materialbelegung, der Zusammenschluss, bzw. die Kombination all dieser Faktoren ist ausschlaggebend. Dabei ist der gesamte Lebenszyklus, von der Herstellung über die Nutzung und den Rückbau zu betrachten. Jede Phase beinhaltet eigene Anforderungen und Aspekte an Grundrissgestaltung, Konstruktion und Materialien. In der Herstellungsphase sind vor allem statische und materielle Überlegungen bezüglich des Tragsystems und der einzelnen Tragelemente sowie deren Materialisierung essentiell. Die Effizienz der Nutzungsphase wird maßgeblich von energetischen Anforderungen, wie z.B. der Konstruktion des thermischen Gebäudeabschlusses und der Speichermassen, geprägt. Bauplatz 5 des Projektes Eurogate von Johannes Kaufmann erfüllt als Passivhaus die aktuelle europäische Normung. Zudem entspricht es durch die Verwendung erneuerbarer Ressourcen in der Tragkonstruktion dem künftigen Fokus der EU in Richtung Ressourceneffizienz. Eine Untersuchung dieses Projektes soll aufzeigen, wie sich Gesichtspunkte des mehrgeschossigen, urbanen Wohnbaus mit Wiener Wohnbauförderung und den daraus folgenden hohen Bandschutzauflagen und minimalen wirtschaftlichen Spielräumen mit dem Thema Ressourceneffizient vereinbaren lassen. Als ein Optimierungsansatz in Bezug auf Konstruktion, Materialwahl und Gebäudestruktur wird eine Simulation der existierenden solaren Pufferräume durchgeführt. Verschiedene Konstruktionsvarianten sowie der Verlauf der thermischen Hülle werden, unter Betrachtung der sich einstellenden Temperaturen und des Heizwärmebedarfs, untersucht.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the inefficient and thriftless resource consumption of our generation another planet would be required in the year 2050 to meet the demand. Therefore efficiency and sustainability have become increasingly important issues nowadays. Public awareness accepts the limited nature of natural resources and policy also has identified a need for action. Based on its founding treaty, the EU has established environmental protection as one of its primary goals. The main topics of European politics to meet the Kyoto Protocol are the protection of natural resources as important fuel but also as an enormous reason for greenhouse gas emissions, and the increase of energy efficiency. Since 40% of the EU total energy consumption is caused by the building sector, this is major concern of European climate policy and is provided with specific guidelines and strategies. A resource-efficient construction and use of the buildings would result in a -final energy demand- of 42% in comparison to 1990. In addition, the greenhouse gas emissions would be cut by 35%, also 50% of all funded materials would be affected and 30% of the water consumption could be saved as well. For this reason, the former political strategy concerning energy efficiency and the use of renewable energy ought to find an extension by the issue of resource efficiency (1). Due to the lack of standardization, the planner has to undertake the responsibility to include resource efficiency in his activities. Attention should be paid to the fact that building structure, material, design or supporting systems per se never guarantee resource efficiency. Only specific application, material assignment, integration or a combination of all these factors are crucial. Thereby, you have to take into consideration the entire life cycle from the production onto the use and demolition. Each period contains its own requirements and aspects of design, construction and material. During production, especially static and material considerations concerning the supporting system and the individual supporting elements as well as their materialization are essential. The efficiency of the use period will largely depend on energy requirements, such as the construction of the thermal building closure and storage masses. As a passive house, building plot number 5 of the project eurogate by Johannes Kaufmann accomplishes the current European standardization. Moreover, the use of wood as a renewable resource in the supporting structure corresponds to the EU future focus towards resource efficiency. By studying this project, it has to be shown how multi-story urban housing with Viennese housing subsidy and thereout resulting high fire prevention requirements and minimum economic scope can be arranged with the issue of resource efficiency. To optimize the design, the choice of materials and of the building structure, a simulation of the existing solar buffer spaces is performed. Concentrating on arousing temperatures and heating requirements, various design varieties are examined.