Titelaufnahme

Titel
a.wild.work : Knochen zwischen Kunst und Konstruktion / von Angelika Wild
Weitere Titel
a.wild.work
Verfasser / Verfasserin Wild, Angelika
Begutachter / BegutachterinHohenbüchler, Christine
Erschienen2014
Umfang131 S. : zahlr. Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Design / Knochen / Experiment / Konstruktiv
Schlagwörter (EN)Design / Bone / Experiment / Construction
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-67686 Persistent Identifier (URN)
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 Das Werk ist frei verfügbar
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a.wild.work [24.82 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine ergebnisoffene Auseinandersetzung mit der praxisbezogenen Unwissenheit eines Materials, das für die Bau- und Kreativwirtschaft als untypisch galt und sich auch meinem eigenen gestalterischen Interesse bislang weitgehend entzogen hat. Zwar gibt es historische Dokumentationen über Be- und Verarbeitungsmethoden von Knochenmaterialien, jedoch sind sie aus dem neuzeitlichen Repertoire der wiederverwendbaren Materialien größtenteils verdrängt worden. Die Ausgangsfrage, ob sich aus Knochen wirklich etwas bauen lässt, veränderte sich mit fortschreitendem Prozess genau wie das entstehende Objekt selbst. Es ging in dieser Prozedur nicht zwangsläufig um die Optimierung seiner Stabilität, die Verlängerung seiner Haltbarkeit oder eine Verbesserung seiner industriellen Nutzung. Vielmehr sollte nach den dem Material möglicherweise innewohnenden, jedoch bislang unentdeckten Eigenschaften gesucht werden. In der ersten Materialstudie wurden die Knochen unterschiedlicher Spezies auf ihre jeweiligen Eigenschaften hin untersucht. Letztendlich erwies sich der Unterschenkel des Straußenvogels aufgrund seiner Länge und regelmäßigen Form als ideales Baumaterial. Nach der anfänglichen Hürde einer ausreichenden Materialbeschaffung bestand die nächste große Herausforderung darin, die Knochen soweit aufzuarbeiten, dass sie als Werkstoff auch weiter verarbeitet werden konnten. Es wurde versucht, das traditionelle Wissen mit neuen Materialien und Techniken zu verbinden. Das "Trial and Error"-Verfahren führt immer wieder zu anderen Verarbeitungsweisen, die unterschiedliche Zielobjekte hervorbringen. Mit Fortschreiten der Arbeit war auch ein beachtlicher Wandel in den Reaktionen meines sozialen Umfelds zu bemerken. Es reagierte auf die Art der Konstruktion sowie auf den Grad der Abstraktion ambivalent. So wurde aus einer anfänglichen Abneigung ein reges Interesse bis hin zum absoluten Verständnis, während sich die extreme Neugier anderer zur Gleichgültigkeit hinbewegte und in Enttäuschung endete. Die Entstehungsgeschichte ist im Folgenden dokumentiert und stellt den ersten Versuch einer außergewöhnlichen Konfrontation von gängigen Entwurfsideen mit einem ungewöhnlichen Material dar. Den Erfahrungen aus dieser Arbeit sollen in Zukunft weitere Versuchsreihen mit gezielteren Ergebnissen folgen.

Zusammenfassung (Englisch)

The following work is about an open end examination about the applied ignorance on a material which is pretty untypical for the building and the creative industry. Up to now it also does not belong to my own basic materials. Indeed there are historical handling methods and applications but for some reasons it disappeared almost entirely from the range of re-usable materials. The opening question: "is it realy possible to build something out of bones?" changes during the whole process as much as the object itself. In this procedure the goal is not forcing to optimize the stability, to extend the endurance (durability) (life period) or an improvement of the industrial usability (utilization). It is much more about the search after some possible, undiscovered (hidden) but inherent characteristics (qualities). I start with some general Material study where the particular qualities of bones from different Species have been analyzed. In the End it was the lower leg of an Ostrich which seems because of his length and the continuous form as the perfect choice. After the hurdle of purchasing enough material the next big challenge was to prepare the bones for further handling as an regular raw construction material. The effort is made to combine the traditional knowledge with some new material and techniques. An "Trial and Error" Method leads to constant new working processes (manufacture processes) followed by an always different target. Over the period of working time a big change in the reactions of my social environment was noticeable. They respond to the way of construction as well as to the grade of abstraction. A primary negation converts into lively interest or over to starkly understanding while the extreme curiosity of others moves from indifference to a big disappointment. In the following pages the evolutionary history is documented and shows the first try of an extraordinary confrontation of usual designmethos with an unusual material. Based on the experiences of this work some more experimental series with more specific results will follow in the future.

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