Titelaufnahme

Titel
Integration of income-oriented physician behaviour in simulation models for health systems / von Vilma Urbonaite
VerfasserUrbonaite, Vilma
Begutachter / BegutachterinBreitenecker, Felix
Erschienen2014
UmfangIII, 130 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2015
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Modellbildung und Simulation im Gesundheitswesen / prospektive Bezahlungssysteme / Retrospektive Bezahlungssysteme
Schlagwörter (EN)Modelling and Simulation in Health Care Systems / Prospective Reimbursement / Retrospective reimbursement
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-66372 Persistent Identifier (URN)
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Integration of income-oriented physician behaviour in simulation models for health systems [2.12 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Dynamik des einkommensorientierten Verhaltens von Ärzten im Gesundheitssektor. Für diesen Zweck wird ein zeitdiskretes agentenbasiertes Modell für die extramurale Gesundheitsversorgung entwickelt. Die Arbeit untersucht die Beziehung zwischen Arzt und Patient und betrachtet die Ursachen der Abweichung von einer perfekten Prinzipal-Agent-Beziehung. Dabei wurden verschiedene theoretische und empirische Faktoren, die einen großen Einfluss auf das Praxisverhalten der Ärzte haben, im Zuge einer Literaturrecherche ermittelt. Unter Einbeziehung der Annahme, dass ärztliche Entscheidungen signifikant von dem Konflikt zwischen finanziellen Interessen und dem Patientenwohl beeinflusst werden, wird das Verhalten von "perfekten" sowie eigennützigen Ärzten in Simulationen mit dem entwickelten Modell verglichen. Insbesondere werden Verhaltensreaktionen von Ärzten, die ein bestimmtes Zieleinkommen erreichen wollen, auf eine Reduktion ihrer Tarife untersucht. Die verschiedenen betrachteten Szenarien sind dabei so gewählt, dass sie die verschiedenen Möglichkeiten abbilden, mit denen ein Arzt sein Einkommen unter einem prospektiven (Fallpauschalen) beziehungsweise retrospektiven Bezahlungssystem (Einzelleistungsvergütung) erhöhen kann. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Hypothese der angebotsinduzierten Nachfrage, die potentielle Unterversorgung von kostengünstigen Patienten sowie mögliche vorsätzliche Fehldiagnosen gelegt. Die Simulationsergebnisse werden in Bezug auf prospektive und retrospektive Vergütungssysteme evaluiert und verglichen. Sie zeigen, dass das "imperfekte" bzw. eigennützige Verhalten der Ärzte die resultierenden Kosten im modellierten Gesundheitssystem beeinflussen kann. Allerdings reduzieren bereits minimale Annahmen zu Einschränkungen dieses Verhaltens die Möglichkeiten eines Arztes, das gewünschte Zieleinkommen zu erreichen.

Zusammenfassung (Englisch)

This master's thesis focuses on the income-oriented physician behaviour in health markets. It presents a discrete time agent-based simulation model for extramural health care. The work takes a closer look at the physician-patient relationship and introduces the concept of perfect physician agency, which describes physician behaviour based purely on behalf of his/her patient. With reference to theoretical and empirical findings in the literature, the thesis reviews a set of factors that have the greatest impact on the physician's decisions and actions. Following the finding that the conflict between the physician's own financial interest and responsibilities to the patient could significantly affect his/her practice pattern, the thesis considers the causes of deviation from perfect agency. For this purpose, the presented simulations with the developed model compare the "perfect"- and income-oriented physician's behaviour. In particular, they incorporate self-interested physicians' behavioural responses to a reduction in their fees. The different analysed behaviour scenarios are chosen taking into account the possible ways for physicians who act only as imperfect agents for their patients to increase the income under a prospective (case-based) and a retrospective (fee-for service) reimbursement system. In this context special attention is paid to the hypothesis of supplier-induced demand, the potential reduction in time devoted to the treatment and possible intentional patient misdiagnosis. The simulation results - the health care costs - are evaluated and compared for both payment systems. These results confirmed that the imperfect physicians' agency affects the economic outcomes of the modelled health system. However, the modelling revealed that even minimal assumptions about the limitations of the income-oriented physician behaviour restrict the physicians' ability to achieve their target income.