Titelaufnahme

Titel
Business model driven ERP customization / von Thomas Gürth
VerfasserGürth, Thomas
Begutachter / BegutachterinHuemer, Christian ; Mayrhofer, Dieter
Erschienen2014
UmfangX, 108 S. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache. - Literaturverz. S. 103 - 108
SpracheEnglisch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-65808 Persistent Identifier (URN)
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Business model driven ERP customization [4.88 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Enterprise Resource Planning (ERP) Systeme umfassen die Verwaltung aller Informationen über Ressourcen, die von Unternehmen zur Durchführung der Geschäftstätigkeiten benötigt werden. Hierbei werden verschiedenste Geschäftsbereiche, wie Rechnungswesen, Produktion oder Verkauf in Form von sogenannten Modulen unterstützt, die in einer gemeinsamen Datenbank integriert werden, um auch abteilungsübergreifende Geschäftsprozesse unterstützen zu können. Um eine problemlose Nutzung von ERP Systemen sicherzustellen ist es von großer Bedeutung, dass diese Prozesse sowohl im User Interface, als auch in der zugrundeliegenden Datenstruktur abgebildet werden. Da ERP Systeme heutzutage im Normalfall als Standardlösung implementiert werden, die einen vordefinierten Funktionsumfang bietet, ist das nicht immer der Fall. Anbieter von Standard Software basieren ihre Lösungen auf Erfolgsrezepten, die sich in der Vergangenheit bewährt haben und vor dem Einsatz an individuelle, unternehmensspezifische Anforderungen angepasst werden müssen. Derartige Anpassungen, die auch unter dem Begriff Customizing bekannt sind, sind nicht trivial und können hohe Folgekosten nach sich ziehen. Abgesehen davon kann Software, die im Moment funktioniert, oft nur sehr schwer an sich ändernde Marktanforderungen angepasst werden. Das REAlist Projekt versucht die zuvor genannten Nachteile einzudämmen und die Anpassungsfähigkeit von ERP Systemen zu steigern. In diesem Zusammenhang wird ein modellgetriebener Ansatz verfolgt, der es erlaubt Geschäftsanforderungen als Geschäftsmodelle darzustellen, und diese zur automatischen Erzeugung der Benutzermasken so wie der Funktionen heranzuziehen. Zur Beschreibung der Geschäftsmodelle kommt die Resource-Event-Agent (REA) Ontologie zum Einsatz, die die Entwicklung von Softwareanwendungen unterstützen kann und ihre Wurzeln im Feld der Datenmodellierung hat. REA erlaubt die Definition von Events die bereits stattgefunden haben oder zurzeit im Gange sind, Ressourcen die von diesen Events beeinflusst werden, und Agenten die an den Events beteiligt sind. Weiters können Policies und Commitments beschrieben werden, welche wichtige Konzepte von ERP Systemen darstellen. Die Datenbank des REAlist Projektes (REA DB) basiert auf REA. Dadurch ist es möglich REA Geschäftsmodelle (und damit jede Form von Geschäftsanforderungen sowie Geschäftsaktivitäten) in der Datenbank abzuspeichern ohne deren Struktur abändern zu müssen. Um eine möglichst einfache Erstellung der REA Modelle sicherzustellen, wird eine grafische domänenspezifische Sprache (REA-DSL) verwendet. Im Zuge dieser Arbeit soll ein Mapping der REA-DSL Geschäftsmodelle auf die REA DB definiert werden, das es ermöglicht die Geschäftslogik in der Datenbank abzulegen. Weiters soll, basierend auf den gespeicherten Modellen, eine automatische Generierung von Eingabemasken erfolgen, um den großen Aufwand beim Customizing zu verringern

Zusammenfassung (Englisch)

Enterprise Resource Planning (ERP) Systems encompass the administration of all information about resources that are needed for companies to run their business. They support several functional areas, like accounting, manufacturing, and sales in form of modules that are integrated by a single database where all business relevant information is stored. In order to guarantee a flawless and productive use of the system, the economic phenomena underlying the business of the company have to be reflected in the user interface as well as the data structure itself. Usually ERP systems are purchased by customers from vendors in form of standard software. Such a software supports a predefined set of functionality and has to be further customized to the specific needs of an enterprise, which is not a trivial task and often leads to additional costs. Furthermore standard software only supports specific processes that are based on best-practice assumptions of the vendors. Therefore adjusting ERP systems to changed market demands is hard since they are missing a business semantic base. Changed business needs can often only be represented by drastic changes in the data structure or the code which can lead to inconsistencies. The REAlist project uses a model-driven approach to overcome the aforementioned problems with existing ERP systems and enhance their adaptability. Business needs can be represented in an easy and unambiguous way as business models. These models define the features and look of the ERP system. REAlist uses the Resource-Event-Agent (REA) ontology as a business modeling language since it was initially proposed to support the implementation of IT-Systems and is related to data modeling. REA allows the specification of events that have happened or are happening in the near future, resources affected by the events, and agents participating in the events. Furthermore, policies and commitments can be defined which are both important concepts of ERP systems. The underlying database of the REAlist project (REA DB) is based on REA and holds the business models as well as the business data. Its main part is generic, meaning that changed business needs can be applied to the ERP system without changing the data structure. Instead of using the classic class-diagram-like representation of REA, a domain specific language (REA-DSL) is used to simplify the creation of REA business models. The aim of this thesis is to undertake the first steps of the REAlist project and create a mapping from REA-DSL business models to the REA DB. Furthermore user interfaces are automatically generated based on the saved models during runtime to reduce the effort that is needed for the customization tasks in existing ERP systems.