Titelaufnahme

Titel
Die generelle Abwicklung eines Bauprojekts aus der Sicht einer Bauarbeitsgemeinschaft und der Einfluss des Kartellrechts / von Dominik Steinhauser
VerfasserSteinhauser, Dominik
Begutachter / BegutachterinKropik, Andreas
Erschienen2013
UmfangVIII, 153 Bl. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-64774 Persistent Identifier (URN)
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Die generelle Abwicklung eines Bauprojekts aus der Sicht einer Bauarbeitsgemeinschaft und der Einfluss des Kartellrechts [1.11 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Von der Projektidee bis zur Fertigstellung eines Bauwerks bedarf es unter anderem an Kreativität, Ingenieurskunst, Zeit, Kosten, Geräten, Personal und Material. Manche Projekte erfordern aber ein so großes Maß an Ressourcen, dass sich Einzelunternehmen des Öfteren zusammenschließen und ein gemeinsames Angebot abgeben. Kommt es zum Zuschlag, wickeln diese Partnerfirmen das betreffende Projekt als Arbeitsgemeinschaft ab und haften für den Bauerfolg solidarisch. Der Beginn der Arbeit behandelt die allgemeinen Grundlagen, in denen neben der Definition und den Merkmalen auch die Formen von Arbeitsgemeinschaften erläutert sind. Es folgen darin auch Beschreibungen der Vor- und Nachteile von Arbeitsgemeinschaften aus der Sicht von Auftragnehmern und Auftraggebern sowie eine Auflistung der Besonderheiten des Marktes in der Bauwirtschaft. Die anschließenden Kapitel erläutern die verschiedenen Projektphasen bei der Bauabwicklung sowie die dabei zu beachtenden Besonderheiten. Im Hauptkapitel dieser Arbeit werden das Kartellrecht sowie dessen Einfluss auf Arbeitsgemeinschaften erörtert. Grundsätzlich versteht man unter einem kartellrechtlichen Verstoß eine verursachte Wettbewerbsbeschränkung durch Vereinbarungen zwischen Unternehmen, Beschlüsse von Unternehmensvereinigungen und aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen. Schließen sich demnach zu mächtige Unternehmen zusammen, liegt der Verdacht eines Kartellverstoßes nahe. Es wird erklärt, wo die Grenze an Marktmacht liegt, unter welcher man keine kartellrechtlichen Bestimmungen verletzt. Auch die Gegenüberstellung von nationalem und europäischem Kartellrecht sowie deren Gemeinsamkeiten und Differenzen unterliegen einer ausführlichen Erläuterung. Zusätzlich werden neben den kartellrechtlichen Gesetzestexten auch die wesentlichen wettbewerbsregelnden Komponenten und deren Zusammenhang behandelt. Besonders die wettbewerbsrechtliche Beurteilung, die jede Arbeitsgemeinschaft für sich zu erfüllen hat, wird in dieser Arbeit äußerst genau beschrieben. Dazu entwickelte der Autor ein Ablaufdiagramm, das dieses Beurteilungsprozedere grafisch darstellt und eine Übersicht über das komplexe Thema bietet. Abschließend findet eine Auswertung von persönlich geführten Interviews mit Spezialisten aus der Bauwirtschaft statt. Dazu nahmen drei Auftragnehmer und drei Auftraggeber Stellung zu Arbeitsgemeinschaften in genereller Hinsicht und zu deren kartellrechtlichen Bezug.

Zusammenfassung (Englisch)

Between a construction idea and its implementation creativity, engeneering skills, time, money, devices, human ressources, material, etc. are required. Some projects cannot be handled by all contractors because of their immense volume. The only possibility for some contractors to be part of the competition is establishing a bidding consortium. Thereby some construction companies are combined to submit a joint. In case of winning the competition, the companies sign a contract to operate as a joint venture and to be liable solidary. At the beginning of this master thesis, a chapter presents general information about joint ventures and contains details on their characteristics and their forms of their occurance as well as the definition of joint ventures. The advantages and disadvantages of joint ventures for contractors and employers are also listed and the characteristics of bidding markets in the construction industry are described. The following chapters of this master thesis deal with the phases of a project and their specific regulations concerning to joint ventures. The main chapter of this master thesis discusses the cartel law and its influence on joint ventures. This topic is already briefly mentioned in the first part of this master thesis, when the process planing is discussed. Breach of the cartel law generally means a created restraint of competition caused by all agreements between undertakings, decisions by associations of undertakings and concerted practices. According to this, joint ventures, being powerful contractors, are suspected to break the cartel law because of their big market influence. How this border line of allowed market influence is defined will be answered in this thesis, as well as: -Do joint ventures always constrain the competition because of the induced reduction of the amount of bidders?-. Additionally, a comparison of the national and the European law and their commonalities as well as their differences forms an important part of this master thesis. Furthermore, the wording of the cartel law as well as the fundamental components to regulate the competition and their relationship will be presented. The competitive evaluation of the cartel law referring to the respective joint venture that has to be completed by every joint venture before submitting an offer is described in detail. In order to reach a clearer overview about this complex topic, the author created a flow diagramm. This master thesis concludes with an analysis of interviews with experts from the construction industry. Three contractors and three employers where asked about their opinion on joint ventures and the influence of the cartel law as it applies to them.