Titelaufnahme

Titel
Dencity : eine Nachverdichtungsstudie an gründerzeitlichen Restflächen / von Sigrid Hanzl
VerfasserHanzl, Sigrid
Begutachter / BegutachterinRaith, Erich
Erschienen2014
Umfang133 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Architektur / Städtebau / Stadterneuerung
Schlagwörter (EN)architecure / urban planning / urban renewal
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-64151 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Stadtbild Wiens ist von der Gründerzeit geprägt. Keine andere bauliche Stilepoche ist in Wien so stark vertreten, wie jene aus der Zeit zwischen 1850 und 1914. Ein Drittel der bestehenden Bausubstanz stammt aus dieser Zeitepoche, in innerstädtischen Bezirken sogar bis zu 80%. Der Grund für diesen großen Anteil an gründezeitlicher Bebauung liegt unter anderem darin, dass der Bebauungsstil, der sich in der Gründerzeit entwickelte, nicht nur in sehr solider Bauweise ausgeführt wurde, sondern auch außerordentlich nachhaltig ist. Mittels Adaptionen in der Grundrissabfolge und thermisch-energetischen Verbesserungsmaßnahmen können Gründerzeithäuser sehr einfach und kosteneffizient den Ansprüchen der heutigen Zeit angepasst werden. Die Stadt Wien unterstützt die Sanierung des Altbestandes und fördert diese Entwicklung der "sanften Stadterneuerung". Jedoch liegen die Interessen der Stadt nicht allein in der Erhaltung und Sanierung der Bausubstanz. Seit 2001 verzeichnet Wien einen starken Bevölkerungszuwachs innerhalb der gründerzeitichen Bebauung, auf den die Wiener Stadterneuerung nun reagieren muss. In erster Linie wird versucht, durch Aufstockung der Gebäude und Ausbau der Dachgeschoße mehr Wohnraum zu schaffen. In meiner Arbeit möchte ich mich gerne der Herausforderung stellen, anderwertige Lösungen zur Nachverdichtung zu thematisieren. Anhand eines beispielhaften gründerzeitlichen Blocks wird demonstriert wie eine neue Struktur sich zurückhaltend in das Gebäudegefüge einpassen kann, vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet und jenen Bevölkerungszuwachs aufnimmt, dem die bestehende Bausubstanz keinen Platz bieten kann. Der Bauplatz für diese Struktur befindet sich nicht primär in der Ebene, da die Grundstücksflächen in innerstädtischen Vierteln bereits sehr intensiv genutzt werden. Als Bauplatz werden mehrgeschoßige freistehende Feuermauern gründerzeitlicher Hoftrakter herangezogen, die wie blinde Mauern- an den Grundstücksgrenzen brach liegen. Auf Grund der stark genormten Bauweise der Blockrandbebauung, kann die entworfene Struktur universell zur Nachverdichtung gründerzeitlicher Quartiere angewendet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Viennas cityscape was characterised in the time of the foundation period. No other stylistic era is as heavily represented in Vienna as the period between 1850 and 1914. A third of existing structures originate from this time and in the central districts, this figure can even reach 80%. The reason for the large proportion of foundation period structures lies amongst others, in the fact that the construction style that was developed in the foundation period, was not only extremely sturdy, but also extraordinarily sustainable. By adapting the floor plans and implementing improvement measures in the building's thermal performance, foundation period buildings can be brought up to todays standards in a very simple and cost-efficient manner. The city of Vienna supports the renovation of the old buildings and promotes the revitalisation of the city. However, the interests of the city do not lie in the up-keep and renovation of the existing buildings alone. Since 2001, Vienna has seen a strong increase in population, particularly in buildings built in the foundation period - something, which the city of Vienna must respond to. In the first instance, the city has attempted to raise the height of the buildings and developing the roof-levels in order to achieve more living space. In my dissertation, I would like to set myself the challenge of discovering other solutions to increasing the density of population in the city of Vienna. Using an example of a city block from the foundation period, I will demonstrate how a new structure can fit into an existing group of buildings, is able to offer a variety of possible uses and which is able to accommodate the increase in population, which the existing structure cannot. The construction site of this structure will not be at ground-level, since the ground-floor levels in the inner-city districts are already very widely used and densely populated. The site of construction will be multi-level firewalls, located on the inner side of foundation period buildings. Without windows on it these Firewalls look like useless "blind" walls, which lie on the periphery of a property. As a result of the standardised building style of this building extension, the developed structure can be used universally in order to increase available living space in foundation period buildings.