Titelaufnahme

Titel
Vorsicht: Vorrang! : Die Problematik der Vorrangregelung sowie rechtliche und bauliche Möglichkeiten für eine verständliche und sichere Gestaltung des Vorrangs zwischen Fahrrädern und Kraftfahrzeugen im österreichischen Straßenverkehr / von Clemens Moritz Polaček
VerfasserPolaček, Clemens Moritz
Begutachter / BegutachterinSchopf, Josef Michael ; Brezina, Tadej
Erschienen2014
Umfang142 S. : zahlr. Ill. u. graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache. - Literaturverz. S. 119 - 120
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Radverkehr / Vorrangregelung / Straßenverkehrsordnung / Kreuzung
Schlagwörter (EN)cycling / right-of-way rule / Road Traffic Act / urban crossings
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-62392 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Vorrangregelung zwischen dem Radverkehr und dem übrigen Fahrzeugverkehr in der Österreichischen Straßenverkehrsordnung. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf ungeregelte, innerstädtische Kreuzungsbereiche gelegt. Neben der Straßenverkehrsordnung werden auch mögliche bauliche Gestaltungen untersucht, welche unterstützend auf die rechtliche Vorrangregelung wirken können. Zu diesem Zweck wird die Kreuzung als Konfliktraum definiert und die entsprechende Relevanz für den Radverkehr herausgearbeitet. Nach einer Darstellung der Entwicklung der Straßenverkehrsordnung, der Radverkehrspolitik und der baulichen Richtlinien für den Radverkehr im Kreuzungsbereich in Österreich werden die wichtigsten Grundregeln und beispielhafte bauliche Lösungen anderer europäischer Länder betrachtet, in denen der Radverkehr eine größere Rolle spielt, als in Österreich. Mit Hilfe einer Internetumfrage wurde erhoben, welche Sachverhalte und Situationen im Österreichischen Straßenverkehr unklar sind und ob sich das abgefragte Verhalten der Verkehrsteilnehmenden von ihrer jeweiligen Kenntnis über die Vorrangregelung unterscheidet. Für die Umfrage wurden Führerscheinsituationen simuliert, welche anhand konkreter Straßenabschnitte in der Stadt Wien ausgewählt wurden. Auf Basis der Umfrageergebnisse wurden Interviews mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Verkehrsbereichen durchgeführt. Durch diese Interviews wurde ein Änderungsbedarf der Straßenverkehrsordnung bestätigt und es konnten wertvolle Erkenntnisse für die vorliegende Arbeit gewonnen werden. Die in der vorliegenden Arbeit entwickelten Änderungsvorschläge beinhalten umfassende Maßnahmen in der Straßenverkehrsordnung, die zu einer einfacheren, verständlichen und nachvollziehbaren Vorrangregelung führen sollen. Diese behandeln unter anderem die bestehende Sondervorrangregelung für Radfahrende, die Benutzungspflicht von Radfahranlagen, sowie generell die Grundregeln des Vorrangs. Zusätzlich werden in den baulichen Richtlinien für den Radverkehr im Kreuzungsbereich drei Maßnahmen vorgeschlagen, welche ergänzend zu den rechtlichen Änderungsvorschlägen auch durch die bauliche Gestaltung zu klaren Vorrangverhältnissen führen sollen. Die Ergebnisse der vorliegenden Arbeit sollen Verantwortlichen in der Planung sowie allen anderen interessierten Personen vermitteln, in welchen Bereichen der Vorrangregelung Mängel bestehen und welche Maßnahmen dagegen getroffen werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

The topic of this paper is the right-of-way rule between cyclists and other types of vehicle traffic in the Austrian Road Traffic Act with a focus on non-regulated urban crossings. Besides examining the Austrian Road Traffic Act, attention will be given to possible structural road designs that could facilitate the application of the right-of way rule. Defining crossings as zones of conflict in traffic the relevant implications of crossings for bicycle traffic will be investigated. After investigating recent developments in the Road Traffic Act,policies related to bicycle traffic as weil as existing structural directives related to bicycle traffic in Austria, the most important principles and exemplary structural solutions in other European countrieswill be considered. By conducting an internet survey, data on unclear issues and Situations in Austrian every-day traffic has been collected. Participants in the survey were also asked about their stated behaviour and their knowledge of the right-of-way rule. Based on the results of the survey, interviews were held with experts on various issues concerning road-traffic. While confirming the need of reforming the Road Traffic Act,these interviews have also given valuable insights for this paper. The reforms proposed in this paper include extensive measures in the Road Traffic Act, which would make the right-of-way rule simpler and easier to understand. Inter alia, this aims at reforming the existing special right-of-way rule for cyclists, the mandatory use of bicycle lanes and other facilities as weil as the principles of the right-of-way rule in general. Moreover, two measures concerning the structural planning directives for bicycle traffic at road-crossings will be proposed.The implementation of these structural measures should, in combination with the proposed legal reforms,Iead to a clearer application ofthe right-of-way rule. The results of this paper shall provide decision-making planning experts and other interested persons with an insight into aspects of the application of the right-of-way rule where there are shortcomings and point them towards rectifying measures.