Titelaufnahme

Titel
Funktion und Bedeutung von Riednamen in Österreich : im Hinblick auf Verteilung, Häufigkeit und semantischen Gehalt / von Mario Puxkandl
VerfasserPuxkandl, Mario
Begutachter / BegutachterinGartner, Georg
Erschienen2012
Umfang195 S. : 1 CD-ROM ; Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Riednamen / Flurnamen / Kataster / Landschaftsmodell / Franziszeischer / semantisch / Analyse / urban / Riednamentafeln /
Schlagwörter (EN)field / names / reed / cadaster / semantic / landscape / franciscan / urban / analysis / cadastre /
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-61648 Persistent Identifier (URN)
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Funktion und Bedeutung von Riednamen in Österreich [5.94 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit den frühesten Anfängen der Siedlungstätigkeit in Europa wurden Riednamen zur Bezeichnung und Abgrenzung der in privatem Eigentum stehenden Grundflächen außerhalb der bebauten Siedlungsstrukturen verwendet. In dieser Eigenschaft fanden die Riednamen Eingang in Chroniken und Urbare (erste Grundbücher) und wurden später in die Katasterwerke der modernen Grundbuchführung übernommen.

Dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) ist es in den letzten Jahren gelungen das Riednamengut aus historisch unterschiedlichen Katasterwerken ausgehend von der "Urmappe" der Franziszeischen Landesaufnahme (1817-1861) zu extrahieren und in der sogenannten "Riednamendatenbank" zu speichern. In einer analytischen Betrachtung wird in der hier vorliegenden Diplomarbeit anhand verschiedener Fragestellungen versucht, Funktion und Bedeutung von Riednamen herauszuarbeiten und zu untersuchen inwiefern das Riednamengut durch entwicklungsbedingte Veränderungen des Siedlungsraumes selbst einer Veränderung unterliegt. Das Ziel dieser Arbeit war es zu untersuchen, ob Riednamen auch in der Gegenwart noch einen Bezug zu ihrer Umgebung darstellen und in Bedeutung und Funktion immer noch relevant sind. Neben einem Überblick über die historische Entwicklung der Riednamen und einem Einblick in die sprachwissenschaftlichen Methoden und Erkenntnisse der modernen Onomastik die über den Bedeutungshintergrund von Riednamen reflektieren, beschäftigt sich der erste Teil der Arbeit mit der Funktion der Riede im Franziszeischen Kataster, der als der Grundstein des modernen Katasterwesens gilt.

Im zweiten Teil der Arbeit werden die Mengen- und Größenverhältnisse der Riednamendatenbank untersucht. Mit statistischen Methoden werden Häufigkeiten und Flächenverteilung der Riednamen in Österreich dargestellt. In einem zweiten Schritt werden Bedeutung und topographischer Bezug ausgewählter Riednamen anhand ihres semantischen Aussagegehalts mit Hilfe eines analytischen Abgleichs mit der Amtlichen Österreich Karte 1:50.000 (ÖK50) überprüft. Die Veränderung von Riednamen in urbanen Regionen wird anhand einer Dokumentation von Namen im 23. Wiener Gemeindebezirk betrachtet.

Abschließend werden Bekanntheitsgrad, Aktualität und Relevanz der Riednamen in ausgewählten Regionen anhand von Personenbefragungen analysiert.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the earliest settlement activities in Europe, field names (Riednamen) were used to designate private land plots outside the inhabited areas. These names indicate special attributes or conditions of the land site, like property rights, fertility, local position and so on. Through this reed names are very close to social structures and therefore undergoing permanent transformation as social structures change over the centuries. Reed names also became part of chronicles and were later inherited to cadastres. During the last years the Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV) has managed to extract all reed names from several cadastres, starting from the so called "Urmappe" of the Franciscan cadastre in 19th century, and to store them in a local Database. This database is part of the Name section called GEONAM of Austria's Digital Landscape Model (DLM) operated by the BEV.

This thesis gives an analytic overview about meaning and function of reed names in Austria and their transformation due to urbanization. The aim of this thesis was to examine if reed names today are still relating to their environment and despite of cultural changes are still relevant to people. The first part of the thesis focuses on the historic development of reed names. And reflects about the meaning of reed names and gives a short overview of linguistic methods and results of modern onomatology. The Franciscan cadastre and the functions reed names were applied to within is another topic of the first part. The main subject of this thesis, following in the second part, is to analyze the bulk of names in the reed name database under 3 aspects.

The first approach was to analyze the database under a quantitative point of view. Freuqentness and allocation of the reed names in Austria werde described with statistical methods.

The second approach is to analyze the reed names with qualitative methods. In particular the names were to be examined on their possible semantic content. This part of the analysis compared selected names to the topographical information of the Austrian map scale 1:50.000 (ÖK50) in its digital version.

The transformation reed names are undergoing due to changing settlement patterns was examined with examples of several reed names in Viennas 23rd district and described in a foto documentation. The last part of the analysis points out the level of awareness, the actuality and the use of reed names in daily life. For that reason interviews were held in specified rural- and urban regions in Austria.