Titelaufnahme

Titel
Klimawandelanpassung für alpine Regionen unter Berücksichtigung der räumlichen Entwicklung am Beispiel der Stadtgemeinde Zell am See / von Richard Hofstätter
VerfasserHofstätter, Richard
Begutachter / BegutachterinZech, Sibylla
Erschienen2012
Umfang165, XXIII S. : graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Klimawandelanpassung, Klimaanpassung, Anpassung, Klimawandel, Zell am See
Schlagwörter (EN)climate change adaption, climate adaption, adaption, climate change, Zell am See
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-61043 Persistent Identifier (URN)
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Klimawandelanpassung für alpine Regionen unter Berücksichtigung der räumlichen Entwicklung am Beispiel der Stadtgemeinde Zell am See [2.15 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Erste Auswirkungen sind bereits spürbar und werden in Zukunft noch verstärkt auftreten. Gerade in empfindlichen Ökosystemen wie dem Alpenraum, wo die Verwundbarkeit in Bezug auf die Auswirkungen des Klimawandels besonders hoch ist, sind die Auswirkungen früher und deutlicher zu spüren. Der Alpenraum kann daher als Klimafrühwarnsystem angesehen werden. Eine Klimawandelanpassung - ein noch immer relativ neues Handlungsfeld - wird gerade für den Alpenraum unverzicht-bar sein. Die bisher erstellten Szenarien und wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Kli-mawandel machen es erforderlich, mit hohem Engagement der wahrscheinlich größten Herausforderung des 21.

Jahrhunderts entgegenzutreten. Um eine Verstärkung des Kli-mawandels durch die weitere Freisetzung von Treibhausgasen zu vermeiden, ist es von Bedeutung, Anpassungsmaßnahmen im Rahmen einer integrativen und vorausschauen-den Klimapolitik umzusetzen.

Die Raumordnung scheint prädestiniert für die Aufgabe, die Anpassung an den Klima-wandel möglichst effektiv auf einer ganzheitlichen Ebene auszuführen. Sie müsste jedoch erst darauf eingestellt bzw. umgestellt werden. Zum einen sollte sie wie bisher die traditi-onellen Aufgaben wie Koordination und Kooperation von Fachplanungen sowie von Inte-ressen und (räumlichen) Nutzungsansprüchen verschiedener AkteurInnen übernehmen.

Zum anderen sollte sie die Anpassungsmaßnahmen koordinieren und die Anpassungsfä-higkeit gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels erhöhen. Bisher fehlt jedoch eine konsequente rechtliche Grundlage für die Eingliederung der Klimaanpassung in den Auf-gabenbereich der Raumplanung. In Hinsicht auf unverbindliche Rahmendokumente auf europäischer und nationaler Ebene zeigte sich jedoch in den letzten Jahren eine deutliche Steigerung der Akzeptanz für eine Klimaanpassung.

In Bezug auf die Umsetzung von Projekten mit dem Ziel einer Klimaanpassung ist ebenfalls ein erfreulicher Trend zu er-kennen. Da die Umsetzung einer Klimaanpassung vor allem auf lokaler bzw. regionaler Ebene stattfindet, sollte es das Ziel sein, die dafür nötige rechtliche und gesellschaftliche Basis zu schaffen und entsprechende Instrumente bereitzustellen bzw. bestehende anzu-passen.

Da eine Klimawandelanpassung von vielen Zusammenhängen und Wechselwirkungen beeinflusst wird, ist es wichtig, den Auswirkungen in Form einer fachbereichsübergreifen-den Klimaanpassungsstrategie zu begegnen. In dieser Arbeit wurden wesentliche Ziele und Maßnahmen für die Anpassung an die Folgen des Klimawandels für die Stadtgemeinde Zell am See unter Berücksichtigung der räumlichen Entwicklung erarbeitet.

Zusammenfassung (Englisch)

The climate change is ubiquitous. First effects are already perceptible and will occur more severely in the future. Especially in a sensitive ecosystem like the Alps where the vulne-ralbilty for the consequences of climate change is particularly high, the effects will be noticed earlier and more plainly. Therefore the Alps can be seen as an early warning system for climate change. Climate change adaptation - still a relatively new field of action - will be indispensible for the Alps. The scenarios and scientific findings concerning the climate change make it necessary to confront the probably biggest challenge of the 21st century with high commitment. To avoid strengthening the climate change by the further release of greenhouse gases, it is of great significance to realize adaptation measures in the context of an integrative and foresighted climate policy.

Spatial planning seems to be predestined for carrying out most effectively the adaptation to climate change on a holistic level.

Therefore spatial planning would have to be adjusted on that task. On the one hand, it should still do the traditional tasks of coordinating subject plannings as well as the interests and - spatial - beneficiary claims of different actors. On the other hand, spatial planning should coordinate adaptation measures and increase the adaptability to the effects of climate change. However, a consequent legal framework for the integration of climate change adaptation in the area of responsibility of spatial planning is missing. In recent years, however, the acceptance of climate change adaptation has significantly improved regarding non-binding framework documents at European and national levels.

Regarding the realization of projects with the aim of climate change adap-tation, a positive trend can be found. Since the realization of climate change adaptation takes place particularly at local and regional levels, the objective should be to create the necessary legal and social basis and to provide appropriate instruments or adapt existing instruments.

As climate change adaptation is influenced by many connections and interactions, it is important to confront the consequences with a cross-sectoral strategy for climate change adaptation. In this work essential conditions for the adaptation to the effects of climate change were worked out for the municipality of Zell am See taking into account the spatial development.