Titelaufnahme

Titel
Papierfabrik Obermühl : Geschichte / Bestand / Vision / Peter Pernicka
VerfasserPernicka, Peter
Begutachter / BegutachterinStadler, Gerhard ; Hollinsky, Karl Heinz ; Hauser, Sigrid
Erschienen2012
Umfang144 teilw. gef. Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Papierfabrik / Fabriksadaption / Bauen im Bestand / Industriegeschichte
Schlagwörter (EN)paper mill / adaption of factory buildings / conversion of existing buildings / industrial history
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-59620 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die im Jahre 1869 gegründete und bis 1891 um die sogenannten "B" und "C"-Schleifereien, beziehungsweise um eine zweite Papiermaschine erweiterte Papierfabrik "Obermühl" befindet sich circa 50 Kilometer nordwestlich der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz und circa 1.000 Meter nördlich der Donau am Nebenarm der Kleinen Mühl.

Nach einer Blütezeit des Unternehmens im letzten Drittel des 19.

Jahrhunderts zeichnete sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts der wirtschaftliche Niedergang ab. Einen Höhepunkt der Krise erfuhr das Unternehmen 1921, als auf Grund einsturzgefährdeter Betriebsobjekte die Schließung der Werksanlage drohte. Die Ära des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden zehnjährigen Besatzungszeit durch sowjetische Truppen stellten die Unternehmensleitung abermals vor unlösbare Probleme.1972 ersteigerte Alois Sonnberger die Fabrik, der Betrieb wurde nach seinem Tode 1986 von seinem Sohn Roland Sonnberger übernommen. 1993 musste die Papierproduktion aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden, der Standort wird derzeit von der Firma "Sonnpapier" zum Papiervertrieb genutzt.

Die gegenständliche Arbeit befasst sich mit der GESCHICHTE des Standortes und der Papierproduktion sowie mit einer, den BESTAND der Fabriksanlage in baugeschichtlicher, typologischer, konstruktiver und den Erhaltungszustand beschreibender Weise. Der dritte Teil der Arbeit VISION beschäftigt sich in architekturtheoretischer Analyse mit einem virtuellen Masterplan für die Nachnutzung des Standortes unter der Prämisse Bernard Tschumis "Architecture and Disjunction" und den Möglichkeiten der Verschmelzung / Kombination von historischen und neuen Funktionalitäten. Eine Implementierung der Lernpsychologien und Lernstile von David Kolb im Rahmen einer architekturtheoretischen Auseinandersetzung mit der Thematik "Museum" zeigt Wege der Erfahrung für den Besucher abseits statischer Ausstellungsschemata auf.

Zusammenfassung (Englisch)

The 1869 established and with the so called "B" and "C"-grinding buildings, respec-tively a second paper production machine expanded paper mill "Obermühl" is located approximately 50 kilometers northwest of the Upper Austrian capital Linz and approximately 1.000 meters north of the Danube at the distributary Kleine Mühl.

Until the last third of the 19th century, the company experienced a flourishing period until first signs of a commercial downfall appeared at the beginning of the 20th century. The crisis culminated in 1921 with the imminent closure of the factory due to the danger for the workers based on structural hazards. The era of the Second World War and the decade long Russian occupation constituted insurmountable problems for the management of the company. The paper mill was purchased by auction in1972 by Alois Sonnberger, after his death in 1986 his son Roland Sonnberger took over the management and serves also as CEO of the company "Sonnpapier" which distributes various paper products and which was established after the closure of the paper production in 1993 due to economic causes.

Subject of the present thesis is the study of the HISTORY of the location and the paper production, of the EXISTING main production buildings based on the historical, typological and structural properties. The 3rd part of the thesis VISION establishes a virtual master plan, based on Bernard Tschumis "Architecture and Disjunction", for the transformation and combination of various functionalities and applications located in the historical main buildings. Implementing David Kolb`s learning styles and techniques into a theoretical architectural museum concept shall lead to new and innovative ways for visitors to experience the location.