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Title
Stadtbaukultur durch Kulturhauptstadt : zur Rolle stadträumlicher und baukultureller Aspekte im Rahmen der Initiative Kulturhauptstadt Europas / Elisabeth Leitner
Additional Titles
City Building Culture by courtesy of Capital of Culture On the role of urban-space and building-cultural aspects under the European Capital of Culture initiative
AuthorLeitner, Elisabeth
CensorLuchsinger, Christoph ; Zlonicky, Peter
Published2012
Description457 S. : Ill., graph. Darst., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Diss., 2012
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Bibl. ReferenceOeBB
Document typeDissertation (PhD)
Keywords (DE)Kulturhauptstadt / Stadtbaukultur / stadträumlich / Evaluierung / Graz 2003 /
Keywords (GND)Kulturhauptstadt Europas / Städtebau / Stadtentwicklung / Kulturstadt Europas <2003, Graz> / Städtebau / Stadtentwicklung
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-59429 Persistent Identifier (URN)
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Stadtbaukultur durch Kulturhauptstadt [94.82 mb]
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Abstract (German)

Mit der Initiative "Kulturhauptstadt Europa" wurde vor rund 30 Jahren ein Instrument eingeführt, das die Vernetzung europäischer Staaten kulturell begleiten soll. Den Städten wurde damit auch eine Gelegenheit zur Vorstellung und Positionierung auf der europäischen Landkarte geboten. Diese Chance wurde mittlerweile von beinahe 50 Städten mit unterschiedlichem Erfolg wahrgenommen, was auch mit veränderten Rahmenbedingungen und einem Bedeutungswechsel der Initiative Kulturhauptstadt zusammenhängt. Wurden zu Beginn lediglich bestehende Kulturveranstaltungen zu einer übergreifenden Veranstaltungsreihe zusammengefasst, so beschreibt die Initiative Kulturhauptstadt heute einen mehrjährigen kulturell geprägten Stadtentwicklungsprozess.

Die Wechselbeziehung zwischen Kulturhauptstadt und stadträumlichen Veränderungsprozessen ist Thema dieser Arbeit. Um diese Zusammenhänge sichtbar zu machen, wurde zuerst der Frage nachgegangen, wie stadträumliche Veränderungsprozesse vor dem Hintergrund der Kulturhauptstadtinitiative eingeordnet werden können. Zu diesem Zweck wurde der Begriff der Stadtbaukultur basierend auf einer Auseinandersetzung mit städtebaulichen Qualitätskriterien und baukulturellen Themenbereichen aufgefächert und anschließend aufbauend auf den Strukturen des Konzeptes gesellschaftlicher Räume von Dieter Läpple das Modell "vier Säulen der Stadtbaukultur" formuliert. Dieses verbindet inhaltliche wie methodische Ansätze und beschreibt Veränderungen der gebauten Stadt, Veränderungen im Umgang mit Stadt, Veränderungen Rahmen gebender Faktoren sowie Veränderungen der Kommunikation über Stadt. Dieses Modell ermöglicht eine differenzierte Betrachtung der Veränderungen einer Stadt durch die Nominierung zur Kulturhauptstadt.

Dieses Instrument wurde am Fallbeispiel der Kulturhauptstadt Graz 2003 angewendet. Eine erste Erkenntnis zeigte, dass es durch die Kulturhauptstadt zu zahlreichen Projekten mit stadtbaukultureller Relevanz kam und bestätigte damit die anfänglich formulierte Kritik an bisherigen Betrachtungsweisen. In einem zweiten Schritt wurden diese Projekte einer stadtbaukulturellen Bewertung unterzogen und für ein architektur- und stadtinteressiertes Publikum aufbereitet. Dies verdeutlicht die Vielzahl unterschiedlicher Ansätze und ermöglicht eine vergleichende Gegenüberstellung. Das Modell der "vier Säulen der Stadtbaukultur" kann in Zukunft sowohl für die Darstellung und Bewertung stadträumlicher Veränderungen der Kulturhauptstadtinitiative dienen sowie als Informationsquelle für Programmkonzeptionen nützlich sein.

Abstract (English)

With the launch of the "European Capital of Culture" initiative almost 30 years ago, an instrument was introduced to advance European integration through cultural relations. Cities were given an opportunity of self-presentation and of putting themselves on the European map.

Meanwhile, this opportunity was used by almost 50 cities, though with varying success, which is also due to changing framework conditions and the changed significance of the ECoC initiative. While in the beginning it merely was an umbrella under which existing cultural events were brought together in a comprehensive series of events, the ECoC initiative today stands for a culturally informed several-year urban development process.

The subject of this study is the interrelation of ECoC and urban transformation processes. To illustrate this cross-connection, the question was raised of how urban transformation processes can be categorized against the backdrop of the ECoC initiative. Starting out from an examination of urban-planning quality criteria and issues and areas of building culture, the notion of City Building Culture [Stadtbaukultur] is broken down and reformulated as a model of "Four Pillars of City Building Culture", which is structurally based on Dieter Läpple's concept of social spaces. Combining contentual and methodological approaches, it describes changes of the built city, changes in dealing with the city, changes of framework factors, and changes in the communication about the city. The model facilitates a differentiated view of changes that a city undergoes due to its designation as Cultural Capital.

This instrument was put to practical use for a case study of Graz, one of the ECoC cities of 2003. A first analysis showed that the ECoC designation led to numerous projects of relevance to City Building Culture, thus confirming the initial criticism of previous estimations.

In a second step, these projects were evaluated in terms of City Building Culture and put in perspective for a public interested in architecture and urbanism. This illustrates the diversity of approaches and facilitates a comparative juxtaposition. In the future, the model of the "Four Pillars of City Building Culture" may be used to represent and evaluate changes of the urban space induced by the ECoC initiative and also be a useful source of information for program concepts.

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