Titelaufnahme

Titel
Besucher- und Forschungszentrum Naturpark Tiroler Lech / von Katja Kammerer
VerfasserKammerer, Katja
Begutachter / BegutachterinJourda, Francoise-Hélène
Erschienen2013
Umfang98 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Naturpark Tiroler Lech / Forschungszentrum / Besucherzentrum
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-58696 Persistent Identifier (URN)
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Besucher- und Forschungszentrum Naturpark Tiroler Lech [6.76 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit befasst sich mit dem Entwurf eines Besucher- und Forschungszentrums für den Naturpark Tiroler Lech. In dem 42 km großen Naturpark liegt mit der Wildflusslandschaft Lech eines der schützenswertesten Naturlandschaften Mitteleuropas. Der Tiroler Lech wird "Der letzte Wilde" genannt. Längst sind die meisten anderen Gebirgsflüsse dem Menschen untergeordnet und reguliert worden.

Um für eine Landschaft das Prädikat "Naturpark" zu erhalten, reicht der alleinige Schutzgedanke nicht aus. Auch weitere Faktoren wie der Forschungs- und Bildungsauftrag, die Möglichkeit zur Naherholung und die Förderung der Regionalentwicklung müssen beachtet werden. Das bedeutet, der geschützte Lebensraum wird der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ich möchte mit meinem Entwurf eines Besucher- und Forschungszentrums diesen Funktionen ein Zuhause geben. Einerseits ist es ein Meetingpoint für Besucher, um sich zu informieren, bevor man den Naturpark erkundet. Weiters ist es eine Unterkunft für die Verwaltung des Naturparks und ein Stützpunkt für die Forschung, der in unmittelbarer Nähe zum Forschungsobjekt liegt. Von der Interaktion zwischen Besucher und Mitarbeitern können beide Seiten profitieren.

Das Grundstück ist im Naturpark situiert, an einer Lichtung direkt am Ufer des Lechs. Da der Lech bei hoher Wasserführung das gesamte Flussbett in Anspruch nehmen kann, ist eine Erhöhung des Gebäudes gefordert. Dieser Anforderung wurde mit der Ausarbeitung eines Holzpfahlbaus Rechnung getragen.

Der Entwurf sieht zwei Bereiche vor, die sehr verschiedene Anforderungen an das Gebäude stellen, aber trotzdem unter einem gemeinsamen Dach. Auf der einen Seite steht der öffentliche Bereich mit Ausstellung, Café, Info, auf der anderen Seite die Arbeitsbereiche: Büros, Labors, Werkstätte. Besonderes Augenmerk wurde auf die Ausarbeitung eines nachhaltigen Energiekonzeptes und auf die Wahl lokaler Baumaterialien gelegt.

Hier soll ein Drehpunkt zwischen Zivilisation und unberührter Natur entstehen. Ein wichtiger Punkt war für mich, dass für das Gebäude so wenig Rohstoffe wie möglich verwendet werden und die Natur möglichst unangetastet bleibt. Der Mensch soll Besucher im Naturpark bleiben, und, wenn er wieder verschwindet, so wenig Spuren wie möglich hinterlassen.