Titelaufnahme

Titel
Remould the storage : [Oldtimermuseum Steyr] / Markus Engel
VerfasserEngel, Markus
Begutachter / BegutachterinKern, Christian
Erschienen2012
Umfang83 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Archiektur / Museum / Umnutzung / Steyr
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-53654 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Remould the storage [35.3 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Remould the storage - Oldtimermuseum Steyr Bei dem Projekt handelt es sich um die Umnutzung einer derzeit ungenutzten Reifenlagerhalle auf dem ehemaligen Gelände der Reithofferwerke in Steyr Oberösterreich.

Durch gezielte Eingriffe in die Bestandsstruktur der Halle soll ein Ausstellungsgebäude für Oldtimer beziehungsweise ein Gebäude für Liebhaber alter Autos entstehen. Darüber hinaus soll die ehemalige Lagerhalle als wichtiger Bestandteil der verbliebenen Gebäude des ehemaligen Gebäudekomplexes erhalten bleiben.

to remould - den Reifen runderneuern Wieso ein Oldtimermuseum? Als die Firma Reithoffer, später Semperit, am Standort Steyr Reifen produzierte, wurde das Gebäude als Lagerhalle für Reifen verwendet.

Dieser Umstand und die enge Verbindung der Stadt Steyr mit der Automobilindustrie legte eine neue Nutzung in diesem Themenbereich nahe.

Bei der Analyse des Bestandes fällt sofort die geringe Raumhöhe der einzelnen Geschoße auf. Aus diesem Charakteristikum entwickelte sich die Idee, durch dass gezielte Entfernen von einzelnen Deckenteilen einen Wechsel zwischen zweigeschoßigen Bereichen und Bereichen mit den bestehenden Raumhöhen zu schaffen. Dadurch ergibt sich eine fühlbare Trennung zwischen Aufenthaltsbereichen für die Besucher und Ausstellungsflächen für die Oldtimer. Es entsteht eine Art Regalsystem, in welchen die Ausstellungsstücke präsentiert werden. Die Anlieferung der Oldtimer zu ihren Stellplätzen erfolgt dann über den selben Weg, den auch der Besucher beschreiten wenn er sich durch die Ausstellung bewegt.

Die Idee hinter der Ausstellung war, dass sie als Leihausstellung funktionieren soll. Das heißt, die Oldtimer sind allesamt Leihstücke und müssen einzeln zu ihren Präsentationsplätzen beziehungsweise aus der Ausstellung bewegt werden können. Die Teilung des vorhandene Raums in Präsentations- und Bewegungsflächen erfolgte deswegen nach der Prämisse, dass beim Bewegen eines Autos möglichst kein anderes Fahrzeug bewegt werden muss. Die neue Nutzung beschränkt sich nicht auf ein reines Ausstellungsgebäude, vielmehr soll ein Zentrum für die lokale Oldtimercomunity entstehen. Daraus ergeben sich weiter Funktionen, die das Gebäude erfüllen muss. Eine Werkstatt in der man unter Anleitung an seinem Oldtimer basteln kann, ein Café und ein Fläche für Veranstaltungen sollen ermöglichen, das Gebäude zu diesem Zentrum zu machen. Da das Gebäude aufgrund seiner ehemalige Nutzung als Lagerhalle defakto über keine raumteilenden Elemente und abgeschlossenen Räume verfügt, müssten Einbauten geschaffen werden, die diverse Funktionen übernehmen können. Lagerflächen, Bürobereiche, Toilettenanlagen, Küche und Aufenthaltsraum werden in meinem Entwurf mittels freier Raumzellen in den Bestand eingeschrieben. Die Formensprache welcher, diese Einbauten folgen, soll eine klare Gegenposition zur Orthogonalität des Bestandes darstellen und Bezug zur neuen Nutzung beziehungsweise zum Thema Oldtimer schaffen. Die Einbauten funktionieren als frei in den Raum gestellte Boxen und docken nicht an den Bestand an und winden sich innerhalb des Bestehenden Rastersystems der Halle.

Mein Entwurf lässt sich also in zwei Entwurfsthemen teilen: Zum einen die Subtraktion von Teilen des Bestandes, zum anderen die Addition von neuen Körpern.