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Title
Baugeschichte der Pfarrkirche Waldhausen im Strudengau, Oberösterreich : Anwendung interdisziplinärer Forschungsmethoden in der historischen Bauforschung / von Thomas Schmid
AuthorSchmid, Thomas
CensorEßer, Gerold
Published2012
Description196 S. : 9 gef. Kt. ; zahlr. Ill., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2012
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Waldhausen / Strudengau / Pfarrkirche / Bauforschung / Baugeschichte
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-50766 Persistent Identifier (URN)
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Baugeschichte der Pfarrkirche Waldhausen im Strudengau, Oberösterreich [15.05 mb]
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Abstract (German)

Das Langhaus der Pfarrkirche in Waldhausen im Strudengau gilt als eine der bedeutendsten nachgotischen Bauwerke Österreichs. Doch ihre bewegte Baugeschichte reicht bis in die Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Ziel der Arbeit war es, die Genese der Kirche von ihren romanischen Anfängen bis heute möglichst vollständig zu rekonstruieren.

Nur der kleinste Teil der heute existenten baulichen Zeitschichten wird durch historische Dokumente belegt, weshalb zur möglichst vollständigen Aufarbeitung der Baugeschichte das Gebäude für sich selbst sprechen muss. Umfassende Aussagen dazu ermöglicht eine Untersuchung mit Hilfe der Methoden der historischen Bauforschung. Die vollständige, geometrische Aufnahme der Pfarrkirche in Waldhausen erfolgte unter anderem unter zuhilfenahme präzise arbeitender und moderner Messsysteme wie etwa einem Tachymeter (Totalstation), einem 3D-Laserscanner und einer digitalen Photokamera (Photogrammetrie).

Mauer- und Dachwerkssysteme wurden ebenso zur Datierung herangezogen wie bauplastische Details der Fenstermaßwerke, Portale und Gewölbe. Die zahlreich vorhandenen Steinmetzzeichen wurden so weit möglich vollständig aufgenommen und ausgewertet.

Zusätzlich zu den eigens ins Werk gesetzten Bauaufnahmen und Bauuntersuchungen wurden die Ergebnisse interdisziplinärer Hilfswissenschaften eingearbeitet, die einen wesentlichen Teil zur Beantwortung spezifischer Fragen beitrugen. Wichtige Erkenntnisse lieferten die dendrochronologischen Analysen zur Datierung der Bauhölzer und die Auswertungen mittels der Methode der Thermolumineszenz-Datierung zur Altersbestimmung von gebranntem Ziegelmaterial. Die gezielte fächerübergreifende Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Forschungsobjekt stellt im Rahmen einer Diplomarbeit eine Besonderheit dar; die Zusammenarbeit stellte sich schnell als außerordentliche Bereicherung für die baugeschichtlichen Ergebnisse heraus.

Das gesteckte Ziel der baugeschichtlichen Nachvollziehbarkeit vom 12.

Jahrhundert bis heute konnte somit detailgenau erreicht werden und wird sowohl Textlich, als auch mit Bildern und Plänen dargestellt.