Titelaufnahme

Titel
Unsichtbare Bande : über das soziale Binnengeflecht in der Familienfotografie des 20. Jahrhunderts / Otto Mittmannsgruber
VerfasserMittmannsgruber, Otto
Begutachter / BegutachterinPlakolm, Sabine ; Werkner, Patrick
Erschienen2012
Umfang226 Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2012
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Familienfotografie / Familienbild / Familienbildnis / Privates Bild / Häusliches Bild / Sozialer Raum / Soziales Binnengeflecht / Fotografie / Gruppenbild / Familienporträt /
Schlagwörter (EN)Family photography / Family Picture / Portrait of Family / Private Image / Domestic Picture / Social Space / Family Portrait /
Schlagwörter (GND)Familienfotografie / Porträtfotografie / Familiensoziologie / Geschichte 1900-2000
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-49943 Persistent Identifier (URN)
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Unsichtbare Bande [8.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der fotografischen Diskurstopografie des 20. Jahrhunderts scheint eine Fragestellung weitgehend marginalisiert: In welchem Ausmaß sind fotografische Bilder in der Lage, soziale Binnengeflechte zu dokumentieren? Handelt die Fotografie vom Menschen, dann überwiegen Themenstellungen, worin es um Identitäts- und Repräsentationsangelegenheiten von Individuen oder Gruppen geht. Auch das Verhältnis von Modell und Fotograf und der Prozess der Bildnahme stehen im Zentrum dieser Auseinandersetzung. Richtet sich das Augenmerk auf das Soziale, wird die sozialdokumentarische Fotografie als Referenzmedium herangezogen. Deren erklärtes Ziel bestand darin, auf soziale Missstände aufmerksam zu machen und dadurch zu deren Veränderung beizutragen. So werden dort vorwiegend gesellschaftliche Sozialstrukturen erforscht, die von Ungleichheiten und Konflikten geprägt sind. Das Verhältnis der Individuen zueinander, wie es sich in sozialen Binnengeflechten ausbildet und darstellt, muss in anderen fotografischen Disziplinen untersucht werden. Als aussichtsreicher Gegenstand für die Beobachtung sozialer Interaktionen auf mikro- oder mesosozialer Ebene wird die Familienfotografie angesehen, denn es gibt keinen anderen Sozialraum, der so ausführlich dokumentiert wurde wie die Familie. Als Gruppe eigener Art verdichten sich im familialen Milieu wie kaum in einer anderen Primärgruppe die Beziehungsgeflechte.