Titelaufnahme

Titel
The anatomy of traditional dwellings, comparative study between malay and dayak indigenous architecture in West Kalimantan / Zairin Zain
Verfasser / Verfasserin Zain, Zairin
Begutachter / BegutachterinLehner, Erich ; Kuhnt-Saptodewo, Sri Tjahjani
Erschienen2012
UmfangXL, 419, 42 S.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2012
SpracheEnglisch
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)traditioneller Wohnbau/Anatomie des Hauses/Malay/Dayak
Schlagwörter (EN)traditional dwelling/the anatomy of dwelling/Malays/Dayaks
Schlagwörter (GND)Westborneo / Architektur / Bauweise / Tradition
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-49640 Persistent Identifier (URN)
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The anatomy of traditional dwellings, comparative study between malay and dayak indigenous architecture in West Kalimantan [31.27 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Allgemeinen entsprachen die Wohnbautypen Indonesiens in der Vergangenheit dem traditionellen Verständnis der indigenen Bevölkerung.

Entsprechend regionaler Traditionen des Bauens wurden Wohnbauten entweder ebenerdig oder auf Substruktionen über dem Boden errichtet. Die in dieser Arbeit behandelten traditionellen Wohnhäuser der Malay und Dayak in West-Kalimantan weisen einzigartige Charakteristika sowohl in ihrer Konstruktion wie auch in ihrer Raumkonzeption auf und bringen darin religiöse Vorstellungen, Bräuche und soziale Konventionen zum Ausdruck. Die traditionelle Baukultur der Malay und Dayak entwickelte sich im Zusammenhang mit Faktoren von Umweltbedingungen und Einflüssen benachbarter Kulturen, wobei im Besonderen auch mythologische Vorstellungen bestimmter Epochen der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielten.

In Bezug auf den Grundgedanken der Funktionalität muss bei der Planung des Wohnhauses den Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner volle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der Bau des menschlichen Körpers wird hier oft für die gestalterische Konzeption traditioneller Architektur - vor allem des Wohnbaus - herangezogen; in der traditionellen Gesellschaft wird der menschliche Körper als Schöpfung Gottes betrachtet, die beispielhaft in die Architektur des täglichen Lebens zu implementieren wäre. Nach Hendrix (2003:221) wurde der menschliche Körperbau in verschiedenster Weise studiert, um ihn in die architektonische Planung zu integrieren, und widerspiegelt sich explizit im Aufbau traditioneller Wohnhäuser.

Das Forschungsziel der Dissertation ist eine Untersuchung der Umsetzung der Anatomie des menschlichen Körpers in der traditionellen Architektur der Malay und Dayak in West-Kalimantan. Diese Untersuchung stützt sich sowohl auf Primärquellen, welche während mehrerer Feldforschungen vor Ort erhoben worden sind, wie auch auf Sekundärquellen. Während die untersuchten Bautypen der traditionellen Malay-Häuser Potong Limas, Potong Kawat und Potong Godang umfassen, betreffen die Untersuchungsobjekte der Dayak-Häuser (rumah panjang) die tamanische Subethnie in West-Kalimantan, deren Langhäuser (betang) als Vergleich herangezogen werden. Methodologisch wurden in der Untersuchung die Bauteile der Malay- und Dayak-Wohnhäuser analysiert und klassifiziert nach der traditionellen Dreiteilung südostasiatischer Architektur:

Unterbau, Mittelteil und Dachzone.

Durch die Analyse von Zusammenhängen der Anatomie des menschlichen Körpers mit der traditionellen Architektur von Wohnhäusern der Malay und Dayak in West-Kalimantan konnten enge Beziehungen zwischen den vitalen Organen des Hauses und den Bewohnern und ihren Tätigkeiten festgestellt werden, durch welche eine harmonische holistische Balance mit der physischen Umwelt wie auch der spirituellen Welt hergestellt und erhalten werden soll. Obwohl die Wohnbauten der Malay und Dayak den gleichen Umweltbedingungen ausgesetzt sind, bewirkt ein unterschiedlicher kultureller Hintergrund andersgeartete Bauformen. Den Schlüssel zum Verständnis der Elemente der Haustypen von Malay und Dayak bilden hier die inhärente Glaubensvorstellungen: Bei den Malay sind es die Vorschriften des Korans und der Hadithen als Richtlinien ihres Lebensablaufs, bei den Dayak die traditionellen Sitten, Gesetze und Glaubensvorstellungen.

Zusammenfassung (Englisch)

Traditional Indonesian houses of the past were often constructed with a cognitive understanding, being erected either directly on land or on a stage above the ground. A unique construction and space order are found in the traditional stage dwellings of both the Malay and Dayak in West Kalimantan. Environmental factors, religious concepts and community culture clearly influence the physical, architectural form of these dwellings.

Dwellings are designed to meet the needs of the prospective dwellers.

The human body is often used in the application of form of traditional architecture, especially when building a dwelling. According to Hendrix (2003: 221), various methods have been realized from the experience of studying the human body that can be included in architectural applications by accurately incorporating them into house designs. This dissertation research aims to find the connection between the use of human body in the traditional architecture of the Malay and Dayak dwellings in West Kalimantan by reviewing their respective architectural anatomies. Based on both primary data collected from multiple field surveys and secondary data, this research analysis was carried out using selected cases of two (2) indigenous traditional architectures found at various locations throughout West Kalimantan: the Malay dwellings and the Dayak dwellings. The three types of traditional Malay stage dwellings taken as research objects included the Potong Limas (Limas shape), the Potong Kawat (Kawat shape), and the Potong Godang (Godang shape) while several examples of one type of traditional Dayak stage dwelling (longhouse or rumah panjang) whose construction was found to be unique to the Taman sub-ethnic group of the Dayak in West Kalimantan were used as comparison research objects. Analysis of the Malay and Dayak dwellings was conducted by dividing and classifying the objects into the lower, middle, and upper parts of the respective buildings. By analyzing the use of the human body anatomy in the construction of the traditional architecture of both the Malay and Dayak dwellings in West Kalimantan, it was found that the anatomy of dwellings functioned like vital organs in order to facilitate the comfort and activities of the occupants as well as to maintain a harmonious holistic balance with both the physical enviroment/public world without and the spiritual/private world within. Although these dwellings occupied the same general enviroment, the Malay and Dayak contrasting inherent belief systems acted as benchmarks to distinguish the understanding of house elements in these two types of architecture. The positive orders which are obeyed by the Malay are the Quran and Al-Hadith as the guidelines in running their lives, while for the Dayak, the positive rules that control their lives include customary law, customs, and traditional beliefs. Both these belief systems prioritized the sanctity of the spiritual over the physical while maintaining clear boundaries between the private and the public.

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