Titelaufnahme

Titel
Entwicklung der Schadstoff- und CO2-Emissionen des Straßenverkehrs in Österreich und Deutschland bis 2030 und Ableitung des Handlungsbedarfs / von Werner Tober
VerfasserTober, Werner
Begutachter / BegutachterinGeringer, Bernhard ; Puxbaum, Hans
Erschienen2012
UmfangVIII, 148 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2012
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Emission / Immission / Entwicklung / Prognose / CO2 / NO2 / Kohlendioxid / Stickstoffdioxid / Straßenverkehr / Ökobilanz
Schlagwörter (EN)emission / immission / trend / forecast / CO2 / NO2 / carbon dioxide / nitrogen dioxide / road traffic / life cycle assessment
Schlagwörter (GND)Österreich / Deutschland / Straßenverkehr / Schadstoffemission / Kohlendioxidemission / Emissionsverringerung / Prognose 2030
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-48996 Persistent Identifier (URN)
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Entwicklung der Schadstoff- und CO2-Emissionen des Straßenverkehrs in Österreich und Deutschland bis 2030 und Ableitung des Handlungsbedarfs [1.46 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Als direkte und indirekte umwelt- und klimarelevante rechtliche Rahmenbedingungen des motorisierten Straßenverkehrs wurden in dieser Arbeit die Emissions- und Immissionsgesetzgebung sowie energiepolitische Maßnahmen bzw. Regulierungen identifiziert und analysiert.

Die zur Beurteilung des weiteren Handlungsbedarfs erstellten Emissions-berechnungen bzw. -prognosen und der Vergleich mit der Immissionsentwicklung zeigen auf, dass bei den chemischen Komponenten Kohlenmonoxid CO, Stickstoffoxide NOx, Partikel PM und Schwefeldioxid SO2 kein weiterer Handlungsbedarf, welcher über die bereits fixierten Regelungen hinausgeht, besteht.

Die Emissions- bzw. Immissionsentwicklungen der chemischen Komponenten * Stickstoffdioxid NO2 * Kohlendioxid CO2 sind hingegen als kritisch einzustufen.

NO2:

Von einer Einhaltung des ab 2010/2015 geltenden europäischen Immissionsgrenzwertes ist an verkehrsnahen Messstellen ab 2017 bis 2019 auszugehen. Die Einhaltung des ab 2012 geltenden österreichischen Immissionsgrenzwertes ist ab 2022 bis 2023 zu erwarten.

Eine ausnahmslose Einhaltung des europäischen bzw. österreichischen NO2-Immissionsgrenzwertes ist durch die alleinige Reduktion der NOx- und NO2-Straßenverkehrsemissionen nicht möglich. Der hohe Anteil der Hintergrundbelastung sowie die zusätzlichen primären (NO2) und sekundären (NO→NO2) Emissionen erfordern trotz der umfassenden zu erwartenden Reduktionen im Straßenverkehr auch die NOx- und NO2-Emissionsreduktion anderer Emittenten.

CO2:

Für die Umsetzung der CO2-Emissionsprognose bis 2050 sind Elektrofahrzeuge mit einer 100% regenerativen Stromerzeugung erforderlich.

Das CO2-Reduktionspotential von Biokraftstoffen ist im untersuchten Szenario nicht ausreichend um das für das Jahr 2020 definierte europäische CO2-Reduktionsziel zu erreichen. Es ist jedoch festzuhalten, dass die Beimischung von Biokraftstoffen, soweit diese nachhaltig produziert werden, einen wesentlichen Beitrag zur Zielerreichung leistet. Schlussfolgerung:

Die bei Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen geplanten technischen Maßnahmen zur Reduktion der NO2-Immissionen sind zielführend, wenngleich die Einhaltung der Grenzwerte zeitversetzt eintritt.

Die Umsetzung der europäischen CO2-Ziele im Bereich des Straßenverkehrs erfordert neben einem hohen Maß an Elektrifizierung die regenerative Erzeugung des dafür benötigten Stromes. Zudem ist der Anteil an biogenen Kraftstoffen zu fördern und der Kraftstoffverbrauch von schweren Nutzfahrzeugen zu reglementieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The, for passenger cars and commercial vehicles planned technical improvements to reduce NO2 emissions are effective, although the ambient air quality standards are not met in time.

Implementing the European CO2 targets in the field of road transport requires a high degree of electrification. A renewable production of electricity is required. The share of biofuels is to promote. The fuel consumption of heavy vehicles have to be regulated.