Bibliographic Metadata

Title
Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in Mödling / von Julia Neuruhrer
Additional Titles
Virtual reconstruction of the synagogue in Mödling
AuthorNeuruhrer, Julia
CensorMartens, Bob
Published2011
Description186 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2011
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Mödling / Synagoge / virtuelle / Rekonstruktion / Juden / Nationalsozialismus / Synagogenrekonstruktion
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-48915 Persistent Identifier (URN)
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Virtuelle Rekonstruktion der Synagoge in Mödling [6.24 mb]
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Abstract (German)

Die israelitische Kultusgemeinde in Mödling wurde 1892 gegründet.

Unter der Amtszeit Dr. Alfred Eislers als Vorsteher der Gemeinde wurde 1912-1914 die Synagoge in Mödling in der Enzersdorferstraße Nr. 6 errichtet. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kam es im November 1938 zur sog. Reichspogromnacht, in der etliche jüdische Synagogen und Bethäuser in Brand gesteckt und verwüstet wurden. Auch die Mödlinger Synagoge wurde ein Opfer dieser Anschläge. Das zerstörte Bauwerk blieb bis November 1987 bestehen. Danach erfolgte der Abriss der Ruine und ein neues, dreigeschossiges Wohn- und Bürogebäude mit einer Gedenktafel befindet sich heute an seiner Stelle.

Die Diplomarbeit umfasst einen historischen Rückblick über die tragische Geschichte der Juden in Mödling und die Baugeschichte des jüdischen Gotteshauses.Die Synagoge ist das Werk des jüdischen Architekten Ignaz Nathan Reiser, einen bedeutenden, jüdischen Architekten des 20.Jahrhunderts in Wien, der in etwa zur selben Zeit die Synagoge in der Pazmanitengasse in Wien plante. Da es wenige Publikationen über ihn gibt, soll hier ein Überblick über sein Leben, seine Ausbildung und seine Bauwerke in Wien geschaffen werden.

Als Ergebnis der umfassenden Recherchetätigkeiten wird die Synagoge und ihre unmittelbare Umgebung mit dem CAD-Programm ArchiCAD computergestützt rekonstruiert. Als Quellen dienen dafür Abbildungen, Postkarten, Fotografien, Pläne, Informationen aus den Bauakten und Zeitungen und Beschreibungen von Zeitzeugen. Es erfolgt eine Dokumentation der Entstehung der virtuellen Synagoge um eine Weiterbearbeitung zu ermöglichen und getroffene Entscheidungen bei offen gebliebenen Fragen nachvollziehbar zu machen. Durch die virtuelle Rekonstruktion entstehen fotorealistische Bilder des nicht mehr existierenden Bauwerks, die jedoch kritisch betrachtet werden müssen, da von Abweichungen zum Original, auf Grund mangelnder Informationen z.B. den Innenraum betreffend, ausgegangen werden muss.

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