Titelaufnahme

Titel
Coatings as protective layers for natural stone surfaces / von Daniela Trauninger
Weitere Titel
Anstriche als Schutzschichten auf Natursteinoberflächen
VerfasserTrauninger, Daniela
Begutachter / BegutachterinRohatsch, Andreas ; Krist, Gabriela
Erschienen2012
Umfang178, 3, [5] Bl. : Ill., graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Anstriche / Beschichtung / Kalk / Silikonharz / Silikat / Opferschicht / Sandstein / Leinöl / Acrylharz / hygrische Parameter
Schlagwörter (EN)coatings / limewash / silicon resin / silicate / sacrificial layer / sandstone / linseed oil / acrylic resin / hygric parameters
Schlagwörter (GND)Naturstein / Oberfläche / Beschichtung / Naturstein / Oberfläche / Kalk / Anstrich
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-48850 Persistent Identifier (URN)
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Coatings as protective layers for natural stone surfaces [9.63 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Beschichtung von Natursteinoberflächen und zeigt die Konkurrenzfähigkeit von Kalkanstrichen gegenüber modernen Anstrichsystemen auf. Es konnte aufgezeigt werden, dass durch Kalkanstriche die Eigenschaften und die Dauerhaftigkeit des Gesteinssubstrates, auch und vor allem im Vergleich mit anderen Anstrichsystemen verbessert werden kann. Insbesonders ein mit Leinöl und Marmormehl modifizierter Kalkanstrich führte dabei zu den besten Ergebnissen. Nur dieses System schafft eine einzigartige hygrische Verbesserung des Gesamtsystems, indem die Wasseraufnahme signifikant reduziert wird und gleichzeitig aber die Trocknungseigenschaften maßgeblich verbessert werden. Diese charakteristische Eigenschaft konnte mit keinem anderen der untersuchten Anstrichsysteme im gleichen Maße erzielt werden.

Gleichzeitig hat sich aber auch gezeigt, dass eine Modifikation von Kalkanstrichen mit Kunstharzen, entgegen den Erwartungen, zu keinen signifikanten Verbesserungen führt. Ganz im Gegenteil zeigen sich hier, speziell in Verbindung mit Salzen, sogar schlechtere Ergebnisse als bei unmodifzierten Kalkbeschichtungen.

Eine weitere wichtige Aussage konnte die Untersuchung der Auswirkungen von feinen Rissen und Fehlstellen liefern. Auch hier wurde bei Kalkanstrichen die geringste Beeinflussung festgestellt, was maßgeblich auf die vorteilhaften Austrocknungseigenschaften dieser Systeme zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu müssen solche Fehlstellen, bei sehr wasserdichten Anstrichsystemen, als äußerst kritisch und weit unterschätzt angesehen werden. Insgesamt hat sich gezeigt, dass Kalkanstriche der Wirkung als Schutzschicht entsprechen und bei denkmalpflegerischen Aufgabenstellungen auch immer in Betracht gezogen werden sollten. Eine entsprechend richtige Wahl der Rezeptur und Verarbeitung ist jedoch Grundvoraussetzung für eine optimale Funktionsweise dieser Systeme und muss auf die jeweils vorhandenen Rahmenbedingungen abgestimmt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper deals with the coating of natural stone surfaces and demonstrates the competitive features of limewash compared to modern coating systems. It was shown that limewash has the ability to improve both quality and durability of the stone substrate, even compared to other coating systems especially. In particular, limewash modified by the addition of linseed oil and marble dust presented the best results. It was with the application of this method only, that a unique hygric improvement could be created throughout the entire system, significantly reducing water absorption while at the same time substantially improving desiccation quality. This distinguishing feature was not achieved in the same degree during implementation of any other of the examined coating systems.

At the same time it became apparent, though, that limewash modified by adding synthetic resins did not show any significant improvements - against expectations. Examination of the effects of inconspicuous fissures and other surface defects yielded further important evidence. Even such defects had least impact when using limewash, which is particularly due to the excellent desiccation qualities of this coating method. When using highly waterproof coating systems, such surface defects must be, in contrast, regarded as extremely critical and are greatly underestimated. Taken as a whole, it has been demonstrated that limewash suits the requirements of a protective layer and should always be considered when confronted with problems of heritage preservation. A careful selection of both the appropriate formula and treatment is, however, an essential requirement for the ideal operation of the system and must be independently adjusted to the existing circumstances.