Titelaufnahme

Titel
Wegefreiheit aus planungstheoretischer Perspektive im Spiegel des Rechts / von Christian Erlinger-Schiedlbauer
VerfasserErlinger-Schiedlbauer, Christian
Begutachter / BegutachterinHaslinger, Markus
Erschienen2012
Umfang155 teilw. gef. S. : Ill., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Mag.-Arb., 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Wegerecht / Wegefreiheit / Raumplanung / Trendsportarten
Schlagwörter (GND)Österreich / Straßen- und Wegerecht / Wegehalterhaftung / Betretungsrecht
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-48798 Persistent Identifier (URN)
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Wegefreiheit aus planungstheoretischer Perspektive im Spiegel des Rechts [0.89 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zum Begriff der menschlichen Freiheit gehört unweigerlich die Freiheit der Bewegung. Diese Bewegungsfreiheit erfolgt - abgesehen vom Luft- und Wasserverkehr - auf Grund und Boden, über den eigentumsrechtlich verfügt wird. Das Wegerecht räumt den potentiellen Wegebenützern die Möglichkeit ein, fremden Grund und Boden zum Verkehrszweck zu benützen. Diese Inanspruchnahme fremden Eigentums stellt eine Abwägung zwischen zwei im Prinzip miteinander konkurrierenden Grundrechtselementen, nämlich der Personenfreizügigkeit und dem Eigentumsschutz, dar und zeugt von einem besonderen, schwerwiegenden rechtsstaatlichen Dilemma, welches in dieser Arbeit diskutiert wird. Das Wegerecht ergibt sich in der alltäglichen Praxis aus einer Vielzahl sowohl privat - als auch öffentlichrechtlicher Gesetzesmaterien.

Die dabei teils unterschiedlich verwendeten Wegebegriffe werden dargestellt und in Verbindung zueinander gesetzt, um ein möglichst allgemeines Verständnis der Wegefreiheit zu bilden. Zusätzlich gilt es noch, wegerechtliche Differenzierungen aufzuzeigen, die sich aus der unterschiedlichen Art und Weise der Wegeinanspruchnahme ergeben. Hierbei liegt der Fokus auf dem Gebiet der Trend- und Outdoorsportarten, die vielfach wegerechtliche Konfliktsituationen mit Land-, Jagd- und Forstwirtschaft provozieren. Wegebenützung erfolgt - auf privatrechtlicher Basis - nicht a priori auf eigene Gefahr, sondern kennt auch ein Grundprinzip des Vertrauens auf die Verkehrssicherheit, die der Wegehalter zu garantieren hat, und der im Fall eines mangelhaften Wegezustandes zur Verantwortung gezogen werden kann. Einer umfassenden Wegefreiheit steht dabei die dem Wegehalter offen stehende Möglichkeit, Verbindungen zu sperren, nicht nur sprichwörtlich "im Wege". Praktische Beispiele wie finanzielle Anreizsysteme oder Bewusstseinsbildung betreffend einer Wegebenützung auf Basis gegenseitiger Rücksichtnahme ergänzen die vorliegende Darstellung aus planerischer Perspektive.