Titelaufnahme

Titel
Anreizwirkungen im Realisierungsprozess von Smart Grids : eine vergleichende Analyse unterschiedlicher Stakeholderperspektiven in Österreich / von Regina Seile
VerfasserSeile, Regina
Begutachter / BegutachterinGetzner, Michael
Erschienen2013
Umfang114 S. : graph. Darst.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Infrastrukturökonomie / Liberalisierung der Energiemärkte / Smart Grid / Smart Meter / Regulierungsformen / dynamische Tarifmodelle / Stakeholder
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-48326 Persistent Identifier (URN)
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Anreizwirkungen im Realisierungsprozess von Smart Grids [2.55 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Zuge der Diplomarbeit wurde einerseits eine theoretische Diskussion der Funktionsweise wie auch zentraler wirtschaftswissenschaftlicher Aspekte von Smart Grids (Regulierung, Dynamisierung der Tarifmodelle und gesamtwirtschaftliche Nutzeneffekte) vollzogen. Dadurch wurde die Erkenntnis erlangt, dass Smart Grids aus ökonomischer Perspektive in der Wertschöpfungskette der Energieversorgung vor allem auf die Produktion und den Verbrauch einwirken. Smart Grids nehmen demnach eine sogenannte Enabler-Funktion ein und begünstigen durch die Etablierung der technischen Infrastruktur das Aufkommen neuer Dynamiken und Geschäftsmodelle.

Andererseits wurden mit der Durchführung von Expert/inneninterviews unterschiedliche Stakeholderperspektiven (Netzbetreiber, Kund/innen und Industrie) empirisch erfasst, die Aufschluss über die zentralen Nutzeneffekte der Weiterentwicklung zu Smart Grids, geben. Durch die Zusammenführung der Nutzenkomponenten konnte weitreichende Konsistenz zwischen Theorie und Empirie festgestellt werden. Lediglich das theoretische Argument der postulierten Anreizwirkung zum Zweck des Stromsparens mit Hilfe von Smart Metering wurde von den interviewten Expert/innen stark kritisiert. Hauptziel der Arbeit ist es, die ökonomischen Anreize, die sich für die drei Akteursgruppen durch die Realisierung von Smart Grids ergeben, zu erörtern. Im Zuge dessen wurde festgestellt, dass sich der Anreiz für Netzbetreiber primär aus der technischen Notwendigkeit, den Anforderungen der zunehmenden Integration dezentraler Erzeugungsanlagen durch die Weiterentwicklung der Netzstrukturen gerecht zu werden, ergibt. Die Anreizwirkung von Smart Grids und Smart Metering für Konsument/innen erfolgt primär über den ideellen Mehrwert des Energiesparens und ist kaum ökonomisch orientiert.

Für die Industrie hingegen, so ergab die Analyse, kann der Ausbau zu Smart Grids durchaus ökonomisch begründet werden. Durch die Stützung weiterer Argumente konnte die Industrie als eindeutiger "Gewinner" von Smart Grid-Realisierungsprozessen identifiziert werden.

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