Titelaufnahme

Titel
Neues Wohnen im Alter - ökologisch, gemeinschaftsorientiert und finanzierbar / Freya Brandl
VerfasserBrandl, Freya
Begutachter / BegutachterinMahdavi, Ardeshir ; Wiegand, Dietmar
Erschienen2012
Umfang162 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Diss., 2012
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (DE)Gemeinschaftliches Wohnprojekt / ältere Menschen / Energie-Effizienz / Flächen-Effizienz / Kosten-effizienz / Thermische Sanierung / Demografischer Wandel / gegenseitige Hilfe / thermische Simulation
Schlagwörter (EN)Communal living model / elderly / energy-efficiency / spatial-efficiency / cost-efficiency / thermal retrofit / demografic change / mutual help / numeric simulation
Schlagwörter (GND)Bauökologie / Wohnungsbau / Altengerechtes Bauen
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-47948 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Neues Wohnen im Alter - ökologisch, gemeinschaftsorientiert und finanzierbar [7.83 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit werden die Themen Ökonomie, Ökologie, Soziales in Zusammenhang mit gemeinschaftlichen Wohnprojekten behandelt. Diese werden hinsichtlich Energie- und Flächen-Effizienz evaluiert und es wird auf Kosteneinsparungen hingewiesen. In Österreich lebt eine steigende Anzahl von Älteren allein in großen Wohnungen und viele brauchen, wenn notwendig, Hilfe von außen.

Es wird die Behauptung aufgestellt, dass durch Integration gemeinschaftlicher Wohnprojekte in bestehende Gebäude im Rahmen einer thermischen Sanierung eine höhere Flächen- und Energie-Effizienz erreicht werden kann, und dass Kosten reduziert werden können. Leben in Gemeinschaft heißt auch bessere Lebensqualität, und durch gegenseitige Hilfe innerhalb der Gruppe können mobile Dienste eingespart werden.

Weitere Vorteile dieser Wohnmodelle liegen in der höheren Belegungsdichte und dem gemeinsamen Nutzen von Räumen. Letztlich sind die Auswirkungen der Ergebnisse auf die ganze Stadt von Bedeutung.

Nach Recherchen im Inland / Ausland wird ein aktuelles Blocksanierungsgebiet mit guter Infrastruktur im 6. Bezirk in Wien ausgewählt. Das Potential der Energie-Effizienz von 2 sanierungsbedürftigen Gebäuden aus unterschiedlichen Bauperioden (Gründerzeithaus und Gebäude der 1960er Jahre) wird mit Hilfe thermischer Simulation ermittelt. 4 Szenarien (Belegungsform:

"allein-lebend" und "in-Gemeinschaft-lebend", Gebäudezustand:

"unsaniert" und "saniert") werden behandelt. Die Flächen-Effizienz wird ermittelt. Die Heizlast für beide Gebäude kann bei thermischer Sanierung in Kombination mit einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt bis zu 55 % bzw.

81% (flächenbezogen) und 76 % und 88 % (personenbezogen) reduziert werden. Die Flächenreduktion pro Person beträgt 50 % bzw. 39 %. Eine ungefähre Hochrechnung der Ergebnisse auf die urbane Dimension ergibt eine Reduktion der Heizenergie von 520 GWh. Der Flächengewinn könnte ungefähr 3 Millionen m2 Nettogeschossfläche betragen.

Zusammenfassung (Englisch)

This research project is based on following topics: economy, sustainability and social efforts. Communal living models should be evaluated in terms of energy-, spatial- and cost-efficiency. In Austria, an increasing number of elderly live alone in large dwellings and need help from outside, if necessary. The hypothesis is posted, that the integration of communal living models in existing buildings increases energy-, spatial- and cost efficiency.

Living together means also a better quality of life, and by mutual help mobile services from outside might be spared. Other hypothesized advantages of the communal living models lie in the higher occupancy rate as well as shared use of spatial resources.

First national and international investigations are carried out. The 6th district with a large building stock and an existing infrastructure is selected then. The potential of energy-efficiency is explored via numeric simulation of two buildings of different construction periods.

Four scenarios are considered: two occupancy models (individual and communal) and two sets of construction-related assumptions. Spatial efficiency is also explored.

The heating loads for the two reference buildings could be reduced in terms of thermal retrofit and integration of communal living 55 % and 81 % (area-specific) or 76 % and 88 % (per occupant). Space (per occupant) is reduced 50 % and 39 %. A rough extrapolation up to the urban scale for the city of Vienna points to a heating energy reduction of 520 GWh.

Large savings of space usage are possible (approximately 3 million square meters net floor area).