Titelaufnahme

Titel
Radfahren? Sicher! : Evaluierung von Radverkehrsanlagen in verkehrssicherheitstechnischer Hinsicht / von Manuel Pröll
VerfasserPröll, Manuel
Begutachter / BegutachterinHauger, Georg
Erschienen2007
Umfang103 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2007
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Radfahren / Verkehrssicherheit / Fahrkomfort / Fahrrad / Verkehrsunsicherheit /
Schlagwörter (EN)Biclycle / Cycling / Traffic safety
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-47813 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Beurteilung von Radverkehrsanlagen in verkehrssicherheitstechnischer Hinsicht. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die subjektive und objektive Qualität der Verkehrssicherheit gelegt.

Zu diesem Zweck werden zunächst verschiedenste Evaluierungsmodelle von Institutionen aus den Niederlanden, Dänemark, den USA, Deutschland und Österreich vorgestellt. Aus den Eindrücken dieser Modelle wird ein neues Instrument zur Bewertung von städtischen Radfahranlagen entwickelt, welches einerseits die Möglichkeit bietet, die Anlagen ganzer Straßenzüge zu bewerten und miteinander zu vergleichen und andererseits eine detaillierte Analyse von Streckenabschnitten und Kreuzungsbereichen vorsieht.

Das in der Arbeit entwickelte Modell sieht die Bewertung von sieben Kriterien vor, die anhand empirischer Versuche in Wien und Kopenhagen getestet und weiterentwickelt wurden. Die Kriterien Organisationsprinzip, Breiten- und Sichtverhältnisse, Verkehrstechnik, Direktheit, Komfort und Sicherheit sind durch objektiv zu beantwortende Fragestellungen zu bewerten, die mit in der Verkehrssicherheitsarbeit gebräuchlichen Messinstrumenten wie dem Seitenradar, Messrad oder GPS-Empfänger beurteilt werden können. Die Arbeitsschritte zur Beantwortung der relevanten Fragestellungen werden in der vorliegenden Arbeit genauso dargelegt wie die für die Bewertung notwendigen Grenzwerte in den Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen sowie in anderer Literatur, welche die Radverkehrsqualität behandelt.

Als Straßenzüge für den empirischen Test wurden die Landstraßer Hauptstraße im dritten und die Operngasse bzw. im weiteren Verlauf Margaretenstraße im vierten und fünften Wiener Gemeindebezirk gewählt.

Als vergleichbarer Untersuchungsabschnitt wurde in Kopenhagen die Vesterbrogade südwestlich des Stadtzentrums herangezogen. Die Ergebnisse der Tests zeigen, dass ein deutlicher Zusammenhang zwischen der objektiv beschreib- und vergleichbaren Qualität der Radverkehrsanlagen, dem in einigen Testfahrten erkannten, subjektiven Komfortgefühl und der objektiven Verkehrssicherheit für Radfahrer auf dem untersuchten Streckenabschnitt besteht.

Das Bewertungsmodell soll als praxistaugliches Instrument dienen, mithilfe dessen sowohl verkehrssicherheitstechnische als auch fahrkomfortbeeinflussende Mängel im bestehenden Straßennetz aufgezeigt und analysiert werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

The main objective of this thesis is to evaluate bicycle infrastructure in urban areas. This paper focusses on the subjective and objective quality of traffic safety.

For this purpose, different analytical models of institutions from the Netherland, Denmark, the United States, Germany and Austria are briefly presented. The results from these models led to a new instrument on evaluating bicycle facilities in urban areas, which makes it possible to evaluate and compare the facilities of entire streets as well as providing a detailed analysis of route segments and intersections.

Seven criteria have to be evaluated in this model. They are tested and further developed on the basis of empirical experiments in Vienna and Copenhagen. The criteria are organisational principle, width, visibility conditions, traffic engineering, directness, comfort and safety. These are evaluated by sub-criteria, which have to be evaluated objectively and measured by common instruments in traffic safety work like radar, perambulator or GPS-receiver. The guidelines for answering the questions and the limit values in literature are presented in this thesis.

The selected streets are Landstraßer Hauptstraße in the third district of Vienna and Operngasse respectively Margartenstraße in the fourth and fifth district. In Copenhagen a comparable street is tested, namely Vesterbrogade located southwest of the city centre. The results of the tests show that there is a considerable coherence between the objective quality of bicycle facilities and the subjective feel of comfort, as well as the objective measurable traffic safety.

The evaluation model is developed as an instrument, which can be practically used for demonstrating and analyzing safety deficiencies as well as a lack of comfort in the existing infrastructure.