Titelaufnahme

Titel
Raumfunktionen in Gedenkstätten - und das Memorial Gusen : eine Landnahme / von Christian Smretschnig
VerfasserSmretschnig, Christian
Begutachter / BegutachterinKühn, Christian
Erschienen2011
Umfang109 teilw. gef. S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Gebäudelehre / Denkmal / Raumnutzung / Kunst im öffentlichen Raum / Memorial
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-44232 Persistent Identifier (URN)
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Raumfunktionen in Gedenkstätten - und das Memorial Gusen [3.52 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ausgehend davon, dass wir in einer "medialen Zeitenwende", die mit der Popularisierung des Internets eine mindestens so gewaltige Tragweite besitzt wie die Erfindung des Buchdrucks vor 500 Jahren, wirft diese Arbeit einen Blick zurück in unsere jüngste Geschichte, die eine Bauaufgabe, nämlich die des Denkmals, des Mahnmals, der Gedenkstätte notwendig gemacht hat.

Die vorliegende Arbeit zeigt mithin, dass unsere Begriffe von der Wirklichkeit und Ihren Abbildern allein schon zu vielfältig sind, um präzise Bau- und Kunstwerke zu fertigen. Das was jeder von uns als "Denkmal" versteht, ist in der Summe mindestens so mannigfaltig, wie das Angebot unterschiedlicher Funktionen an jenen Orten und Gebäude, die die Erinnerung an die Vergangenheit, bzw. ihrer einzelnen Teilaspekte wach halten.

Seien es museale, sakrale oder kontemplative Settings der Architektur, in welchen sich "Gedenken" abspielt - sie werden anhand von Beispielen in dieser Arbeit beschrieben, wobei der Gedenkarchitektur, die sich am Gelände des ehem. Konzentrationslagers Gusen etabliert hat, ein ganz spezielles Augenmerk geschenkt wurde, zumal sich dort die wohl kurioseste Mischung unterschiedlicher Funktionen findet, die ein derartiger Ort nur aufzuweisen vermag.

Die sich daraus ergebende Frage nach einem verbindlichen Geschichtsbild und den dafür entsprechenden Form seiner Kommunizierung wird mit einem selbständigen Entwurf beantwortet, der im Wesentlichen und vor dem Hintergrund der Möglichkeiten, die uns die neuen Medien heute bescheren, die historisierende Denkmalarchitektur unterwandert. Die physischen Überreste und Kulturtechniken der Geschichte (NS-Ruinen, Brieftauben oder Nachkriegsdenkmale) werden in diesem Entwurf überwuchert, unbrauchbar gemacht und mit einer wortwörtlich wie metaphorisch gemeint zukünftigen Struktur überlagert.