Titelaufnahme

Titel
Ein Migrationsmuseum für Miami Beach / von Martina Zimpel
VerfasserZimpel, Martina
Begutachter / BegutachterinBerthold, Manfred
Erschienen2011
UmfangVII, 174 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2011
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Museum/ Migration/ Social Design/ Soziale Nachhaltigkeit
Schlagwörter (EN)Museum/ Migration/ Social Design/ Social Sustainability
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-43025 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Ein Migrationsmuseum für Miami Beach [49.56 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Basierend auf den Richtlinien der "Initiative of Migration Museums" der UNESCO - International Organisation for Migration von 2006, einem Ideenwettbewerb aus dem Jahr 2009 von www.arquitectum.com und der Tradition der Historischen bzw.

Nationalmuseen will die vorliegende Arbeit einen Vorschlag liefern, wie die Thematik der Migration in einem Museum "gebaut" werden kann, ohne dabei aus der Darstellung und Thematik resultierende Differenzen zu reproduzieren, sondern stattdessen um "community" zu stiften und dabei sozial nachhaltig und integrierend zu wirken. "Community building" wird hier als ein Vergemeinschaftungsprozess verstanden, der durch eine bewusstseinsmodulierende Wahrnehmung und Interaktion mit anderen, aber auch mit dem entworfenen Raum, (Selbst-)Reflexion und gemeinsame Emotionen erzeugen soll, die dann das Zusammenleben und Interagieren mit anderen Mitgliedern der Gesellschaft erleichtern. Das Migrationsmuseum als "Schule des Befremdens" (Sloterdijk, 1989) kann somit einen Beitrag zur sozialen Nachhaltigkeit einer Stadt liefern, wenn es als Proberaum für spätere Situtationen im Umgang mit Fremden und mit fremden Dingen verstanden wird.

Der Entwurf sieht daher eine Aufhebung der räumlichen Kategorien wie Wand, Boden, Decke und Ausstellungsfläche vor, der die Distanz-, Orientierungs- und Gleichgewichtssinne der Besucher infragestellt und so die xenologische Erfahrung je nach Kontext unterschiedlich darstellen und erfahren lässt. Diese "Unsicherheit" und Unbestimmtheit, dieser "Verlust von Haltung" (vgl. Claude Parent, 2004 ) bewirkt einen "offenen Geist" und soll das Verständnis und den Umgang mit anderen Menschen erleichtern.

Konstruktiv besteht der Entwurf aus einem räumlichen Stahltragwerk, das mit wetterfesten hinterlüfteten Stahlplatten verkleidet ist. Diese verleihen dem Entwurf eine lebendige Haut, die im Innern durch bewegliche Elemente unterstützt wird, die die Migrationserfahrung der Enge und Weite, der Gemeinschaft und den Alleinseins, erfahrbar machen.

Zusammenfassung (Englisch)

The following design of a museum of migration for the city of Miami Beach and its adjacent agglomeration aims at showing how a museum specially dedicated to migration can contribute to the social sustainability of a city. The concept is based on the UNESCO-IOM initiative of migration museums from 2006, the concept of the museum as a "school of xenological experiences" by Peter Sloterdijk and Claude Parent's idea of "The function of the Oblique." By designing a space that questions common spatial ontologies such as sense of distance, equilibrium and orientation visitors are able to get used to the relative nature of reality and are encouged to question common notions of foreignness as a result. This is combined with various opportunities of interaction between the visitors and the museum hoping to create a sense of ownership for immigrations and the general population alike.

Structurally the design consists of a ventilated Corten-Steel facade on a steel framework to create a rustic and aged appearance.