Titelaufnahme

Titel
Stadt gestalten für die Zukunft : Planungsstrategien für eine integrative & energieeffiziente Quartiersentwicklung : theoretische Annäherungen und praktischer Entwurf am Beispiel des kreativen Klimaquarties HH - Wilhelmsburg / von Sabine Theresia Lutz
VerfasserLutz, Sabine Theresia
Begutachter / BegutachterinRaith, Erich
Erschienen2011
Umfang171 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Mag.-Arb., 2011
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Nachhaltige Quartiersentwicklung / iba Hamburg / igs 2013 / Hamburg-Wilhelmsburg
Schlagwörter (EN)Sustainable quarterdevelopment / iba Hamburg / igs 2013 / Hamburg-Wilhelmsburg
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-42869 Persistent Identifier (URN)
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Stadt gestalten für die Zukunft [44.75 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Stadtplaner und Architekten stehen vor neuen Herausforderungen: Der gesellschaftliche und technologische Wandel der vergangenen Jahrzehnte hat eine Vielzahl von unterschiedlichsten Milieus und Lebensstilen hervor gebracht. Die individuellen Anforderungen dieser differenzierten Gesellschaft an Siedlungsgestaltung und Wohnräume decken sich jedoch kaum mehr mit Planungskriterien der vergangenen Jahrzehnte, welche meist auf das Idealbild einer Kleinfamilie mittleren Einkommens zugeschnitten waren. Wie aber STADT GESTALTen in Zeiten von zunehmender Individualisierung und aufbrechenden sozialen Netzen? Inwieweit und auf welche Art können jedoch Stadtplaner und Architekten den Anforderungen der sozial differenzierten Milieus entsprechen? Durch welche Maßnahmen können Ausgrenzung und Konflikte verhindert und Voraussetzungen für lokale soziale Netzwerke geschaffen werden? Aber auch der aktuelle Umbau der Energieversorgungssysteme erfordert ein Umdenken in der Planungswelt: Schwindende Ressourcen an Öl und Gas zu steigenden Energiepreisen und verstärken zusätzlich die Forderungen nach energieeffizienten Siedlungsstrukturen und Niedrigenergiegebäuden. Gemäß EU-Beschluss zur "Richtlinie zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden" im Jahr 2009 sollen daher, bis zum Jahr 2020, die CO2-Emissionendurch effiziente Gebäude- und Siedlungsplanung, um 5% gesenkt werden. Zudem sind, gemäß besagter Richtlinie, ab dem Jahr 2019 Neubauten nur noch als sogenannte "Netto-Nullenergiegebäude" zulässig, welche nur so viel Energie verbrauchen, wie sie selbst erzeugen können.

Aber auch aktuelle Ereignisse wie der atomare Super-Gau im japanischen Fukushima oder auch ausbleibende Öllieferungen als Folge von politischen Umbrüchen im arabischen Raum, verdeutlichen die materielle und politische Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen sowie die Notwendigkeit eines raschen Umbaus der Energieversorgung - weg von Öl, Erdgas und Nukleartechnologien, hin zu erneuerbaren Energien! Doch wie kann der Ressourcenverbrauch bei der Siedlungs- und Gebäudeplanung auf städtebaulicher Ebene strategisch verringert werden? Welche Möglichkeiten ergeben sich durch innovative Technologien wie Elektrofahrzeuge, Solarkollektoren und Geothermie? Erfordert energieeffizientes Bauen eine neue Architektursprache? Angesichts dieser vielfältigen Herausforderungen liegt das Augenmerk dieser Masterarbeit liegt auf den Steuerungsmöglichkeiten von Stadtplanern und Architekten durch ihre Planungen, sowohl gesellschaftliche Prozesse als auch den Energieverbrauch, im Sinne einer nachhaltigen Siedlungsentwicklung, positiv zu beeinflussen. In einer theoretischen Zusammenschau sollen daher zunächst die Phänomene des gesellschaftlichen Wandels mit ihren Herausforderungen an die STADT DER ZUKUNFT analysiert werden. In einem weiteren Schritt sollen die Zusammenhänge zwischen Stadtgestalt, Gesellschaft und Planung aus Sicht der Stadtsoziologie näher erläutert, und daraus anschließend Planungsstrategien für eine integrative Quartiersentwicklung abgeleitet werden. In einem weiteren Themenblock sollen Möglichkeiten zur Reduktion von Energie und Ressourcen durch energieeffiziente Siedlungsstrukturen aufgezeigt werden. Anschließend sollen die gewonnenen Erkenntnisse in einen praktischen städtebaulichen Entwurf angewendet werden. Für diesen Entwurf wurde die Aufgabenstellung des städtebaulichen Ideenwettbewerbs "Klimahäuser am Haulander Weg" auf der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg gewählt.

Zusammenfassung (Englisch)

New challenges are facing urban planners and architects! Social and technological changes of the recent decades have spawed a differentiated society, marked by a varitiety backgrounds and lifestyles.

Focusing on todays requirements of this differentiated society regarding urban design and architecture, it becomes apparent that nowadays they only match very little with common planning criteras, which were mostly adapted to the ideal of a nuclear family with with an average income.

But how to design CITIES OF TOMORROW in times of increasing individualization and up-breaking social networks? Furthermore the awareness of climate change, shrinking ressources of fossile energy sources as oil and natural gaz, as well as recent events like the devastating accident in the Japanese nuclear power plant of Fukushima, clarify the urgent neccisity of the reduction of CO2 and a profund change of our conventional energy supply towards a dezentralized regenerative energy production.

But on which level the potentials to reduce the demand of energy and ressources of an urban district can be found? How can they be activated? This masterthesis tries to give an overview on current discussed challenges, brought up by a differentiated society as well as the up coming energy crisis, and their spatial impacts and requirements on cities and districts.

From these theoretical startpoints strategies in the fields of urban planning, architecture but also in social work and quartermanagement with regard to an integrative and energy-efficent quarterdevelopment will be interferred and verified by best-practice examples.

Based on these scientifical insights, the urban design concept "Kreatives Klimaquartier an den Südlichen Wettern" on the Elbinsel Hamburg Wilhelmsburg will be elaborated as a try to transfer theory into practical work.