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Title
Der Biotopflächenfaktor als städtebauliche Kennzahl : Vergleich der Anwendung in Berlin, Malmö und Seattle sowie Erläuterung einer möglichen Anwendung in Wien / von Anton Mathias Jakob
Additional Titles
The Biotope-Area-Factor as index number in urban planning -Comparison of the application in Berlin, Malmö and Seattle; as well as evaluation of a possible implementation in Vienna.
AuthorJakob, Anton Mathias
CensorWalchhofer, Hans Peter
Published2010
Description153 Bl. : Ill., graph. Darst., Kt.
Institutional NoteWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Annotation
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
Zsfassung in engl. Sprache
LanguageGerman
Document typeThesis (Diplom)
Keywords (DE)Biotopflächenfaktor
Keywords (EN)Biotope-Area-Factor / Green Factor
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-42615 Persistent Identifier (URN)
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Der Biotopflächenfaktor als städtebauliche Kennzahl [17.42 mb]
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Abstract (German)

Der Biotopflächenfaktor (BFF) ist eine Kennzahl, welche die "ökologische Dichte" einer Fläche (i.d.R. eines Grundstückes) wiedergeben soll, indem das Verhältnis der "naturhaushaltswirksame Fläche" zur Grundfläche benannt wird. Die "naturhaushaltswirksame Fläche" bezeichnet die Fläche eines Grundstückes welche sich positiv auf den Naturhaushalt auswirkt (z.B.

durch Regenwasserversickerung). Um diese zu bestimmen, müssen den Ausgestaltungselementen (Bodenbeläge, Bepflanzung, ...) eines Grundstückes Flächen zugeordnet und nach ihrer Wirkung auf den Naturhaushalt gewichtet werden.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Umsetzungsarten des Biotopflächenfaktors in der Planungspraxis der Städte Berlin, Malmö und Seattle sowie mit der Erläuterung einer möglichen BFF-Anwendung in Wien.

Hierzu wurde - jeweils für Berlin, Malmö und Seattle - anhand von Literaturrecherchen und Anfragen bei den zuständigen Behörden, die bestehenden Bestimmungen bezüglich des BFF ermittelt, die derzeitigen BFF-Anwendungsgebiete mit Hilfe von Planunterlagen, Luftbildern und teilweise Begehungen vor Ort analysiert (z.B. bezüglich Bebauungs- und Nutzungsstruktur) sowie hauptsächlich anhand bestehender Literatur die praktische Umsetzung des BFF in Einzelprojekten (z.B. verwendete Ausgestaltungselemente; Umsetzungsgrad des geforderten BFF) beschrieben.

Anschließend wurde die BFF-Anwendung der untersuchten Städte miteinander verglichen und eigene Anmerkungen hinzugefügt. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die Festsetzung des BFF in Form eines verpflichtenden Zielwertes bewährt hat, um "naturhaushaltswirksame Flächen" auch innerhalb von Bebauungsstrukturen mit hohem Überbauungsgrad - sowohl im Neubau, als auch im Bestand - zu sichern oder neu zu schaffen, ohne die Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten des betroffenen Grundstücks wesentlich einzuschränken, wenn darauf geachtet wird, die geforderten Ziel-BFF der jeweiligen Bebauungs- und Nutzungsstruktur anzupassen.

Verbesserungsmöglichkeiten bestehen vor allem noch in der Kontrolle ob BFF-Auflagen auch langfristig eingehalten werden und teilweise in der Einteilung der Gewichtungskategorien zur Berechnung der NHW-Fläche.

Die Untersuchung einer möglichen BFF-Anwendung in Wien, anhand bestehender Planungsunterlagen und Instrumente, kam - unter Berücksichtigung der vorangegangen gewonnenen Erkenntnisse - zu dem Ergebnis, dass eine solche in Wien derzeit noch nicht abzusehen ist, aber eine sinnvolle Ergänzung bestehender Möglichkeiten der örtlichen Raumplanung darstellen würde, deren Anwendung durch bestehende Zielsetzungen auch begründet werden könnte.

Eine Festsetzung von verpflichtend zu erfüllenden BFF-Werten würde in Wien nach Auffassung des Bearbeiters am besten durch Bebauungspläne erfolgen. Geeignete BFF-Anwendungsgebiete wären insbesondere die Bezirke 5 bis 8 und das Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnhof.

Abstract (English)

The Biotope Area Factor (BAF) is an index number which tries to represent the "ecological density" of an area (usually a lot) by dividing the "ecologically effective area" by the lot area.

The "ecologically effective area" is defined as the area that is somehow positively contributing to the ecosystem function (e.g. through storm water drainage). To determine this area, it is necessary to assign areas to the different design elements on the lot (e.g. ground cover, plants, ...) and weight them by their contribution to the ecosystem.

This thesis deals with the different types of implementation of the BAF in the planning practice of Berlin, Malmö and Seattle; as well as with the evaluation of a possible implementation of the BAF in Vienna.

Therefore (as respects Berlin, Malmö and Seattle separately), the existing regulations concerning the BAF have been ascertained by using existing literature and interviews with the responsible authorities, the current BAF-application-areas have been analyzed (e.g. in respect of development structures and land use) with the help of existing planning documents, aerial photographs and partly field surveys, and the realization of BAF-requirements in specific projects (e.g. used design elements; degree to which the requirement has been fulfilled) has been described by using mainly existing literature. Subsequently the different approaches of the implementation of the BAF have been compared and some additional comments have been added.

To sum up the results of this comparison: It can be said that the use of the BAF as a compulsory requirement has been proven feasible to protect or develop "ecologically effective areas", even within areas with a high site coverage (for both old and new buildings) without any major restrictions to the design or usage of the lot, if its ensured that the required BAF-values match the type and degree of building and land use. Possibilities for improvements still exist, especially for the surveillances of the long-term fulfillment of the BAF-requirements, and partly for the classification of the weight categories when calculating the "ecologically effective area".

The conclusion of the evaluation of a possible implementation of the BAF in Vienna (on the basis of existing planning tools and documents taken in consideration of the previous gained results) was that an implementation of the BAF in Vienna is currently not foreseeable.

However, it would be a reasonable addition to the current planning tools and could be justified by existing objectives.

In the opinion of the Editor it would be most suitable if the designation of BAF requirements in Vienna would be contained within the binding land-use plan. Suitable BAF-application-areas would be especially the districts 5 to 8 and the urban development area Nordbahnhof (northern railway station).

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