Titelaufnahme

Titel
Filmkulturzentrum Herrmannpark / von Markus Rössler
VerfasserRössler, Markus
Begutachter / BegutachterinKühn, Christian ; Trapp, Harald
Erschienen2010
Umfang109, [13] Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Kino / Film / Kinogeschichte / Filmkultur / Herrmannpark / Viennale / Filmarchiv Austria
Schlagwörter (EN)Cinema / Movie / History of the Cinema / Cinema Culture / Herrmannpark / Viennale / Filmarchiv Austria
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-39145 Persistent Identifier (URN)
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Filmkulturzentrum Herrmannpark [13.44 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Der österreichische Film erfreut sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Aus diesem Grund versuchen das Filmarchiv Austria und die Organisatoren des österreichischen Filmfestivals Viennale schon längere Zeit, zusätzlichen Raum für den (österreichischen) Film zu schaffen und damit die österreichische Kinolandschaft zu bereichern. Diesem Wunsch soll in der vorliegenden Arbeit in Form des theoretischen, architektonischen Entwurfes eines "Filmkulturzentrum Herrmannpark" entsprochen werden. Zentral war die Frage, welchen Beitrag Architektur leisten kann, um das Kinoerlebnis nachhallen zu lassen und zu unterstreichen.

Die Arbeit gliedert sich in einen Analyse- und einen Projektteil:

Zunächst wird die Faszination des Kino- und Filmerlebnis beleuchtet und ein historischer Überblick über mehr als 100 Jahre Kinogeschichte geboten. Danach erfolgt eine Übersicht über die verschiedenen Kinoarten.

Das zweite Kapitel des Analyseteils stellt fest, dass der Film auch in der öffentlichen Meinung sukzessive als Kulturgut anerkannt und nicht mehr nur als reines Unterhaltungsmedium abgestempelt wird. Auf dieses gesellschaftliche Umdenken versuchen viele Städte zu reagieren, indem mehr kulturelles cineastisches Angebot geschaffen wird. In diesem Zusammenhang wird in der vorliegenden Arbeit neben internationalen Bauprojekten, auch ein österreichischer Projektentwurf vorgestellt. Den Abschluss des Analyseteils stellt eine städtebauliche Untersuchung des Bauplatzes dar.

Der Schaffensprozess des Entwurfes ist im Projektteil dargestellt. Es wird versucht, mögliche Parallelen bzw. Schnittstellen zwischen Architektur und Film herauszuarbeiten. Das Thema Film soll sich gleichsam als Ariadnefaden durch den Entwurf ziehen, um so die Authentizität des Gebäudes als Filmkulturzentrums zu gewährleisten.

Deshalb sollen cineastische Elemente und Motive, wie die Leinwand oder das Drehbuch als Inspirationshilfen für Form, Farbe oder Material dienen.

Ziel war es, ein lebendiges Gebäude zu entwerfen, das den Bedürfnissen der österreichischen Film- und Kulturlandschaft gerecht wird, Gestaltungsfreiheit für Kunstschaffende und Freiraum für die Besucher schafft: Wichtig erschienen vielseitig einsetzbare Kinovorführungssäle, in denen glamouröse Filmpremieren und Themenwochen für anspruchsvolle Kinobesucher stattfinden können. Der Entwurf integriert unter anderem Ausstellungsräume, in denen auch junge Künstler Raum finden sollen, sich Interessierten und Förderern erstmals vorzustellen. In einem Studienzentrum für Film- und audiovisuelle Kunst soll zudem im Rahmen von Workshops, Ausstellungen und Diskussionsveranstaltungen die öffentliche Medienkompetenz geschult werden. Dies ist von zentraler Bedeutung für Kinder und Jugendliche, welche lernen, mit dem Medium Film umzugehen, es zu verstehen und zu hinterfragen.