Titelaufnahme

Titel
Jugendzentrum Nikosia / von Mitra Mohammadi
VerfasserMohammadi, Mitra
Begutachter / BegutachterinSteixner, Gerhard ; Luchsinger, Christoph ; Berthold, Manfred
Erschienen2010
Umfang138 Bl. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftWien, Techn. Univ., Dipl.-Arb., 2010
Anmerkung
Zsfassung in engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (DE)Jugendzentrum / Nikosia / Jugend / Zypern / Geschichte / Zypriotisches Haus / Städtebauliche Situation / Pufferzone / Stadtmauer / Masterplan
Schlagwörter (EN)Youth centre / Nicosia / youth / Cyprus / history / Cypriot House / town planning / buffer zone / City wall / Master plan
URNurn:nbn:at:at-ubtuw:1-42110 Persistent Identifier (URN)
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Jugendzentrum Nikosia [39.7 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Hauptstadt Zyperns wird von der so genannten "Grünen Linie" in zwei Hälften geteilt und es gibt nur ein Areal in der Pufferzone, das für die Öffentlichkeit von beiden Seiten aus zugänglich ist: Es liegt beim Ledra Palace Checkpoint am westlichen Rand der Altstadt. In diesem neutralen Gebiet finden schon seit über 20 Jahren bikommunale Aktivitäten statt und auch heute noch ist es ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche und Erwachsene aus beiden Gemeinschaften. Für jene von ihnen, die generell nicht auf die andere Seite gehen und/oder mitten in Nikosia aus Prinzip nicht ihren Pass herzeigen wollen, ist es sogar der einzig mögliche Begegnungsort auf der Insel (abgesehen von dem Dorf Pyla/Pile). Aus diesen Gründen entschloss ich mich den Bauplatz auf einer Freifläche an eben dieser Stelle (im ehemaligen Burggraben) anzusiedeln.

Am Beginn der Diplomarbeit stehen Erläuterungen zur Definition von Jugend, eine Zusammenfassung der Lage der Jugend in Zypern und eine Beschreibung ihrer Wertorientierungen, Interessen, Freizeitaktivitäten, Lebensbereiche und Einstellungen zur Zukunft der Insel. Es folgen Erklärungen von Formen und Zielen der Jugendarbeit sowie eine Definition des Begriffes "Jugendzentrum" und zwei Beispiele für derartige Einrichtungen. Als exemplarische Jugendzentren im Mittelmeerraum wurden das Eurolateinamerikanische Jugendzentrum CEULAJ in Spanien und das Jerusalem International YMCA in Israel ausgewählt. Weiters habe ich mich mit historischen und klimatischen Rahmenbedingungen auf der Insel auseinandergesetzt und eine Reihe von Bauformen des traditionellen zypriotischen Hauses beschrieben. Die Diplomarbeit beschäftigt sich auch mit der städtebaulichen Situation in der Altstadt von Nikosia und den diesbezüglichen Folgen des Krieges und der Teilung, wie z.B. Abwanderung und Vernachlässigung. Um diesen speziellen Herausforderungen zu begegnen wurde mit dem Nikosia Masterplan (NMP) ein Modell der bikommunalen Zusammenarbeit zwischen Architekten im Norden und Süden ins Leben gerufen. Der NMP konzentriert sich auf die Sanierung und Stadtentwicklung des historischen Zentrums; Neubauten finden im diesem Rahmen keine statt.

Am Ende des theoretischen Teils der vorliegenden Arbeit stehen Erläuterungen zum Niemandsland von Nikosia bzw. Zypern und eine Beschreibung von Initiativen, die Begegnungen zwischen griechischen und türkischen Zyprioten fördern. Im Gegensatz zu den beiden eingangs erwähnten Einrichtungen CEULAJ und Jerusalem International YMCA liegt der Hauptschwerpunkt des in dieser Diplomarbeit beschriebenen Jugendzentrums auf Tagesaktivitäten im Sinne der offenen Jugendarbeit für alle Altersgruppen von Jugendlichen.

Abgesehen vom Tagesbedarf bietet das Zentrum aber auch Wohnmöglichkeiten für Jugendliche von außerhalb.

Zusammenfassung (Englisch)

The capital of Cyprus is divided into two halves by the so-called "Green Line" and there is only one area in the buffer zone which is open to the public from both sides: the Markou Drakou / Sultan Selim II Street in front of the Ledra Palace together with the moat in the vicinity of the checkpoint on the western edge of the Old Town. For over 20 years bi-communal activities have been taking place in this neutral territory, and even today it is a popular meeting place for young people and adults from both communities. For those Cypriots who never cross to the other side and/or refuse to show their passport in downtown Nicosia, it is actually the only possible meeting place on the island (apart from the village of Pyla/Pile). Because of these reasons, I chose to have the building site in the moat at this juncture. The thesis begins with a definition of youth, a summary of the situation of young people in Cyprus and reflections about their value orientations, interests, leisure activities, areas of life and attitudes towards the future of the island. It also explains forms and objectives of youth work and incorporates a definition of the term "youth centre" which is followed by the presentation of two model facilities in the Mediterranean region: the Euro-Latin-American Youth Centre CEULAJ in Spain and the Jerusalem International YMCA in Israel. Afterwards historical and climatic conditions on the island and a number of construction forms of the traditional Cypriot house are outlined. The thesis also discusses the urban situation in the old town of Nicosia and the related consequences of war and division, such as outflow of residents and neglect. In order to address these specific challenges the Nicosia Master Plan (NMP) was launched as a model of bi-communal cooperation between architects in the north and south of the capital.

The NMP focuses on the rehabilitation and urban development of the historic city centre but omits newly constructed buildings. At the end of its theoretical part the thesis deals with characteristics of the buffer zone in Nicosia/Cyprus and describes initiatives promoting dialogue and cooperation between Greek Cypriots and Turkish Cypriots. In contrast to the two above-mentioned institutions (CEULAJ and Jerusalem International YMCA) the youth centre presented here mostly focuses on daily activities in the spirit of open youth work for all age groups of young people. Apart from the daily programme, the centre also provides adolescent visitors from outside of Nicosia with lodging facilities.